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Glauben Sie, dass wir zu lange leben?

Wie lange junge Erwachsene leben wollen

Unser Leben wird immer länger – leben wir vielleicht „zu lange“? Bisher ist wenig darüber bekannt, wie lange die Menschen leben wollen, und die meisten der wenigen bestehenden Studien haben sich ausschließlich auf Erwachsene mittleren und älteren Alters konzentriert. Von jungen Erwachsenen wird erwartet, dass sie noch länger leben als die heutigen Generationen, und sie sind auch dabei, eine Reihe von Entscheidungen zu treffen und Verhaltensmuster festzulegen, die ihre zukünftige Entwicklung und Gesundheit dramatisch beeinflussen. Daher ist es wichtig zu verstehen, wie lange besonders junge Menschen leben wollen, warum einige junge Menschen länger leben wollen als andere und welche Folgen es haben kann, wenn man kürzer oder länger leben will.

Catherine E. Bowen, Solveig Glestand Christiansen, Anastasia Emelyanova, Elena Golubeva, Marcin Stonawski und Vegard Skirbekk haben eine Umfrage unter über 700 Studierenden in Österreich, Norwegen, Polen und Russland durchgeführt. Sie fragten die Studierenden, wie lange sie leben wollen (bevorzugte Lebenserwartung), wie lange sie leben wollen (subjektive Lebenserwartung) und wie lange sie denken, dass eine durchschnittliche Person gleichen Alters und Geschlechts leben wird (Glaube an die durchschnittliche Lebenserwartung der Kohorte). Insgesamt befragten sie 715 Studierende. Die Teilnehmer waren im Durchschnitt 22 Jahre alt. Eine knappe Mehrheit waren Frauen (58,3%).

Mehr als ein Fünftel will nicht älter als 80 Jahre werden

Die Forscher fanden heraus, dass ein Fünftel der Teilnehmer (21,2%) weniger als 80 Jahre alt werden wollte, während etwas mehr als die Hälfte (53%) ihre 80er oder 90er Jahre erleben wollte, und ein Viertel (25,8%) 100 oder mehr Jahre leben wollte. Im Gegensatz zu dem Stereotyp, dass junge Menschen glauben, dass sie für immer leben werden, haben die Teilnehmer im Großen und Ganzen eher unterschätzt, wie lange sie im Vergleich zu den jüngsten Prognosen wahrscheinlich leben werden. Die überwiegende Mehrheit (über 85%) der Teilnehmer wollte mindestens so lange leben, wie sie es erwarten und mindestens so lange wie ein durchschnittliches Kohortenmitglied. Die Unterschiede zwischen der tatsächlichen Lebenserwartung und der Lebenserwartung der Teilnehmer waren erheblich: Im Durchschnitt wollten die Teilnehmer etwa acht Jahre länger leben, als sie persönlich erwarten, und etwa 13 Jahre länger, als sie glauben, dass ein durchschnittliches Kohortenmitglied leben wird. Basierend auf diesen Ergebnissen kamen die Autoren zu dem Schluss, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass junge Menschen glauben, dass sie „zu lange“ leben werden.

Junge Männer wollen länger leben als junge Frauen

Die Ergebnisse zeigten auch eine Reihe interessanter Länder- und Geschlechter-unterschiede. Wie in Abbildung 1 dargestellt, war die Kluft zwischen der Lebenserwartung und der Lebenserwartung der Teilnehmer besonders groß (ca. 10 Jahre) für Teilnehmer in Russland und Polen, d.h. den Ländern mit der niedrigsten Lebenserwartung in der Stichprobe. Obwohl Frauen meist länger leben als Männer, wollten männliche Teilnehmer mehrere Jahre länger leben als weibliche Teilnehmer (M = 91,34 Jahre bzw. 87,01 Jahre). Das Ausmaß des Geschlechtergefälles bei der bevorzugten Lebenserwartung war in den einzelnen Ländern ähnlich, obwohl das tatsächliche Geschlechtergefälle bei der Lebenserwartung in Österreich, Norwegen, Polen und Russland sehr unterschiedlich ist (z.B. ein Geschlechterunterschied in der Lebenserwartung von 4,1 Jahren in Norwegen gegenüber 11,4 Jahren in Russland).

Die Grafik zeigt die Verteilung der Antworten auf die Länder

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen auch mögliche Vorläufer und Folgen der bevorzugten Lebenserwartung junger Erwachsener auf. Besonders bemerkenswert ist, dass die Denkweise der Menschen über das Alter ein wichtiger Indikator dafür zu sein scheint, wie lange sie leben wollen, auch im jungen Erwachsenenalter. Interessanterweise waren Teilnehmer, die es vor ihrem 80. Geburtstag vorzogen zu sterben, eher bereit, täglich Tabak zu konsumieren und völlig körperlich inaktiv zu sein, als ihre Altersgenossen, die bis zu ihrem 80. oder 90. Lebensjahr leben wollten.

https://population-europe.eu/pop-digest/do-you-think-we-live-too-long

Konzept gegen die Einsamkeit im Alter

Was Städte tun können, um Einsamkeit ihrer alternden
Bevölkerung vorzubeugen

Psychologen sprechen von einer neuen Volkskrankheit, Großbritannien gründet ein
Ministerium zu ihrer Bekämpfung: Einsamkeit ist ein Phänomen unserer Zeit. Auch in Deutschland betrifft sie Menschen allen Alters, ab dem 75. Lebensjahr nimmt die Einsamkeit statistisch gesehen zu. Da es in Deutschland künftig immer mehr Ältere
geben wird, dürfte Einsamkeit an gesellschaftlicher Bedeutung gewinnen. Zu diesem Schluss kommt das Diskussionspapier »(Gem)einsame Stadt? Kommunen gegen soziale Isolation im Alter« des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung und der
Körber-Stiftung.

Titelbild der Studie "Gemeinsame Stadt?"

Neben der demografischen Entwicklung können auch gesellschaftliche Trends zu einer Zunahme von Einsamkeit und sozialer Isolation führen: Die Altersarmut wird insgesamt steigen, immer mehr Menschen werden ohne Partner und Kinder alt und der Infrastruktur-Abbau im ländlichen Raum dürfte zunehmen und damit Begegnungsmöglichkeiten reduzieren.

Kommunen als Schlüsselakteure

Die Autoren des Diskussionspapiers verweisen aber auch auf Entwicklungen, die diese Trends entgegenwirken und sich positiv auf die soziale Einbindung der älteren Generationen auswirken: »Die zukünftigen Senioren werden durchschnittlich so mobil,
gesund, gebildet, engagiert und digital aktiv alt wie keine Vorgängergeneration vor ihnen«, erklärt Catherina Hinz, Direktorin des Berlin-Instituts.

Begegnungsorte, geeignete Wohnformen und Teilhabemöglichkeiten schützen Ältere darüber hinaus vor Einsamkeit und sozialer Isolation. Karin Haist, Leiterin der Projekte
demografische Zukunftschancen der Körber-Stiftung, betont: »Da Kommunen solche Angebote für Begegnung und Teilhabe vor Ort bieten können, sind sie die Schlüssel-akteure bei der Bekämpfung von Einsamkeit ihrer älteren Bewohner und Bewohnerinnen.«

Kommunen können somit die Lebensqualität des Einzelnen
erhöhen und zugleich Kosten für die Gemeinschaft senken, denn
Einsamkeit beschleunigt nachweislich Erkrankungen und frühere
Pflegebedürftigkeit.

Handlungsempfehlungen gegen Einsamkeit

Die Körber-Stiftung und das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung haben Handlungsempfehlungen entwickelt. Diese sollen Kommunen darin unterstützen, der Einsamkeit ihrer alternden Bevölkerung vor Ort entgegenzuwirken.
Strategie entwickeln: Einsamkeit enttabuisieren und Verwaltung und lokale Organisationen sensibilisieren.

  • Strategie entwickeln: Einsamkeit enttabuisieren und Verwaltung und lokale Organisationen sensibilisieren.
  • Wohnen »mit Anschluss« fördern: Wohnformen erarbeiten, die einen Verbleib im gewohnten Umfeld ermöglichen.
  • Soziale Partizipation ermöglichen: Gute Rahmenbedingungen für Engagement schaffen und Selbstorganisation fördern. Auf bereits Isolierte mit individuellen Angeboten zugehen.
  • Öffentliche Orte gestalten und schaffen: Öffentliche Orte für Begegnung gestalten und Mobilitätsangebote schaffen.
  • Aktiv informieren, sensibel kommunizieren: Infomaterial bereitstellen und Angebote nicht explizit als Einsamkeitsprävention vermitteln.

Über die Körber-Stiftung
Die Körber-Stiftung stellt sich mit ihren operativen Projekten, in ihren
Netzwerken und mit Kooperationspartnern aktuellen Herausforderungen
in den Handlungsfeldern Innovation, Internationale Verständigung und
Lebendige Bürgergesellschaft. 1959 von dem Unternehmer Kurt A. Körber
ins Leben gerufen, ist die Stiftung heute von ihren Standorten Hamburg
und Berlin aus national und international aktiv.


Über das Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung
Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung ist ein unabhängiger
Thinktank, der sich mit Fragen regionaler und globaler demografischer
Veränderungen beschäftigt. Das Institut wurde 2000 als gemeinnützige
Stiftung gegründet und hat die Aufgabe, das Bewusstsein für den
demografischen Wandel zu schärfen, nachhaltige Entwicklung zu fördern,
neue Ideen in die Politik einzubringen und Konzepte zur Lösung
demografischer und entwicklungspolitischer Probleme zu erarbeiten.

Gesundheit im Alter ist eine Lebensaufgabe

Ernährungsumstellung im Alter macht Mäuse nicht mehr gesünder

Wenig Essen hilft sowohl bei Tieren als auch Menschen, die Gesundheit im Alter zu verbessern und kann die Lebenszeit verlängern. Wann aber muss man seine Ernährung umstellen, um davon im Alter zu profitieren? Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns, vom Exzellenzcluster für Alternsforschung der Universität zu Köln, vom Babraham Institute in Cambridge und vom UCL haben nun gezeigt, dass Mäuse nur gesünder durch eine Ernährungsumstellung werden, wenn sie früh damit anfangen und bis ins hohe Alter so ernährt werden. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass gesunde Verhaltensweisen früher im Leben etabliert werden müssen, um die Gesundheit im Alter zu verbessern und die Lebenszeit zu verlängern.

Mäuse werden durch eine Ernährungsumstellung gesünder, wenn sie früh im Leben damit anfangen und bis ins hohe Alter so ernährt werden.
© MPI f. Biologie des Alterns/ Lisa F. Drews

Wie bleibt man im Alter möglichst lange fit und gesund? Alternsforscher haben darauf eine einfache Antwort: wenig und gesund essen. Aber wann muss man damit anfangen und reicht es, auch wenn man das nur eine kurze Zeit durchhält? Forschende um Linda Partridge, Direktorin am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns haben in Tierversuchen junge und alte Mäuse auf Diät gesetzt – mit unterschiedlichem Erfolg.

Mäuse leben länger und sind im Alter gesünder, wenn sie mit Eintritt in das Erwachsenenalter im Alter von drei Monaten 40 Prozent weniger zu essen bekommen als Artgenossen, die nach Belieben essen dürfen. Dabei bekommen die Mäuse Futter, das mit Vitaminen und Mineralien angereichert ist, um einer Mangelernährung vorzubeugen.

Kein Langzeitschutz

Fangen die Mäuse allerdings erst im Seniorenalter mit der reduzierten Nahrungszufuhr an, bleibt die Lebenserwartung weitgehend gleich. Andererseits haben Mäuse, wenn sie nach einer Zeit der reduzierten Nahrungsaufnahme wieder nach Belieben viel essen dürfen, keinen Langzeitschutz, sondern müssen sich weiterhin gesund ernähren. Mäuse müssen also früh mit der Nahrungsreduktion anfangen und bis zum Lebensende so ernährt werden, damit positive Effekte auf die Gesundheit im Alter zu beobachten sind.

„Man sollte sich frühzeitig überlegen, wie man sich ernährt. Es bringt eventuell später im Alter nicht mehr so viel, die Ernährung umzustellen. Die Gesundheit im Alter ist eine lebenslange Aufgabe“, erklärt Linda Partridge vom Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns und UCL.

Gedächtnis-Effekt im Fettgewebe

Aber warum reagieren ältere Mäuse nicht mehr auf die Nahrungsumstellung? Oliver Hahn, Erstautor der Studie und Doktorand in der Abteilung Partridge, hat die Genaktivität in verschiedenen Organen untersucht. Während sich zum Beispiel die Genaktivität in der Leber schnell an die neue Diät angepasst hat, beobachteten die Wissenschaftler im Fettgewebe der älteren Tiere eine Art Gedächtnis-Effekt, bei dem sich die Genaktivität nicht mehr an die veränderte Ernährung anpassen kann. Die Mäuse verlieren zwar an Gewicht, die Aktivität der Gene im Fettgewebe gleicht aber der von Tieren, die weiterhin soviel essen dürfen wie sie wollen. Außerdem ändert sich die Fettzusammensetzung bei alten Mäusen nicht mehr so stark.

Dieser Gedächtniseffekt betrifft vor allem die sogenannten Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen, die eine wichtige Rolle im Alterungsprozess spielen. Bei der reduzierten Nahrungsaufnahme werden die Mitochondrien vermehrt im Fettgewebe gebildet, allerdings nicht mehr, wenn man damit erst spät im Leben beginnt. Diese Unfähigkeit, sich auf genetischer und metabolischer Ebene anzupassen, kann zur Verkürzung der Lebensdauer dieser Tiere beitragen.

Michael Wakelam, Co-Autor und Direktor des Babraham-Instituts, kommentiert: „Die Integration von Daten über Fettstoffwechsel und Stoffwechselwege mit dem Wissen über gewebespezifische Genexpression bei Mäusen unterschiedlichen Alters und Ernährungsgewohnheiten zu kombinieren, hat es uns ermöglicht, die Bedeutung eines Ernährungsgedächtnisses für ein gesundes Altern deutlich zu machen.“

Alternde Zellen gehen mit Änderungen in der Hirnstruktur einher

Die Telomere der Chromosomen verändern sich gemeinsam mit der Struktur des Gehirns

Telomere sind die Schutzkappen unserer Chromosomen und spielen im Alterungsprozess eine zentrale Rolle. Kurze Telomere werden mit chronischen Krankheiten in Verbindung gebracht – zur Verkürzung beitragen kann zum Beispiel eine hohe Stressbelastung. Verändern sich Telomere in ihrer Länge, spiegelt sich das direkt in unserer Hirnstruktur. Das konnte nun ein Team um Lara Puhlmann und Pascal Vrticka vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig sowie Elissa Epel von der University of California und Tania Singer von der Forschungsgruppe für Soziale Neurowissenschaften in Berlin im Rahmen des von ihr geleiteten ReSource-Projektes zeigen.

Um den Einfluss der Telomerlänge auf die Gehirnstruktur zu untersuchen, bestimmten die Wissenschaftler deren Länge anhand der Leukozyten-DNA aus dem Blut der Studienteilnehmer mittels Polymerase-Kettenreaktion. Zusätzlich berechneten sie mithilfe von MRT-Scans die Dicke der Großhirnrinde jedes Teilnehmers.
© MPI CBS

Telomere sind Schutzkappen an den Enden der Chromosomen, die bei jeder Zellteilung kürzer werden. Werden sie so kurz, dass von ihnen beschützte Gene geschädigt werden könnten, hören die Zellen auf sich zu teilen und zu erneuern. Die Zelle kann ihre Funktionen zunehmend schlechter ausführen. Dies ist einer der Mechanismen für das Altern.

Die Länge der Telomere gilt daher als Marker für das biologische Alter eines Menschen – im Gegensatz zum chronologischen Alter, welches wir in Zahlen definieren. Von zwei Menschen mit gleichem chronologischen Alter hat also die Person mit kürzeren Telomeren ein erhöhtes Risiko, altersbedingte Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs zu entwickeln, oder sogar eine kürzere Lebenserwartung.

Verlängerung der Telomere?

Ein Schlüssel, um länger jung zu bleiben, scheint daher mit der Frage zusammenzuhängen: Wie schaffen wir es, die Verkürzung der Telomere so lange wie möglich aufzuhalten? Nicht nur Genetik und ungesunder Lebensstil, sondern auch psychischer Stress kann zur Verkürzung der Telomere beitragen. Forscher haben daher untersucht, wie stark der Lebensstil die Länge der Telomere beeinflussen kann. Einige Studien deuten darauf hin, dass sich Telomere viel schneller verändern können als bisher angenommen, und sich sogar nach nur ein bis sechs Monaten mentalen oder körperlichen Trainings verlängern können. Es blieb bisher jedoch unklar, ob diese Verlängerung tatsächlich bedeutet, dass das biologische Alter eines Menschen reduziert wird.

„Um herauszufinden, ob eine kurzfristige Veränderung der Telomerlänge nach nur wenigen Monaten wirklich mit Veränderungen im biologischen Alter einer Person einhergehen könnte, haben wir sie mit einem anderen Biomarker des individuellen Alterns und der Gesundheit in Verbindung gebracht: der Gehirnstruktur“, erklärt Lara Puhlmann, die inzwischen in der Gruppe ‚Sozialer Stress und Familiengesundheit‘, geleitet von Veronika Engert, am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften forscht. Das Projekt war von Tania Singer im Rahmen der ReSource Studie initiiert worden.

Dazu nahmen die Teilnehmer der Studie an vier MRT-Untersuchungen im Abstand von drei Monaten teil und gaben zu den gleichen Terminen Blutproben ab. So konnten die Wissenschaftler anhand der DNA der Leukozyten aus dem Blut der Probanden die Länge der Telomere mittels Polymerase-Kettenreaktion bestimmen. Zusätzlich wurde mithilfe von MRT-Scans die Dicke der Großhirnrinde jedes Teilnehmers berechnet. Diese wird mit dem Alter zunehmend dünner. Man weiß außerdem, dass einige neurologische altersbedingte Erkrankungen mit einer schnelleren Verdünnung des Kortex in bestimmten Regionen verbunden sind.

Flexibles Altern

Das Ergebnis: „Unser biologisches Alter scheint flexibler zu sein, als bisher angenommen. Anzeichen von Alterung auf verschiedenen biologischen Ebenen können schon innerhalb von drei Monaten parallel verändern“, sagt Puhlmann. Veränderten sich die Telomere in der Länge, so war dies mit plastischen Veränderungen im Gehirn verbunden. Wenn sich die Telomere also bei den Studienteilnehmern verlängerten, konnte auch eine stärkere Tendenz zur Verdickung des Kortex gemessen werden. Andersherum war eine Telomerverkürzung mit einer Verdünnung der Großhirnrinde verbunden. Davon war spezifisch der sogenannte Precuneus betroffen – ein wichtiger Stoffwechsel- und Netzwerkknoten im Gehirn.

Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass bereits kurzfristige Veränderungen der Telomerlänge Schwankungen im Gesundheits- und Alterungszustand eines Körpers im Allgemeinen widerspiegeln. Welcher biologische Mechanismus den kurzfristigen Veränderungen in der Telomerlänge zugrunde liegt, bleibt jedoch unklar. „Wir wissen zum Beispiel nicht, ob sich die kurzfristigen Veränderungen wirklich längerfristig auf die Gesundheit auswirken“, erklärt die Wissenschaftlerin.

Einfluss von mentalem Training

Gleichzeitig ist das Forscherteam der Frage nachgegangen, ob sich die Länge der Telomere durch ein auf Achtsamkeit und Mitgefühl basierendes neunmonatiges, mentales Training tatsächlich verändern lässt und ob solche systematischen Veränderungen der Telomerlänge ebenfalls mit einer Verdickung oder Verdünnung der Gehirnstruktur einhergehen. Vorherige Daten aus dem vom Europäischen Forschungsrat unterstützten ReSource-Projekt hatten bereits gezeigt, dass sich bestimmte Regionen des Kortex durch Training verdicken lassen, abhängig von den jeweiligen mentalen Trainingsinhalten der drei dreimonatigen Trainingsmodule. Auch die physiologische Stressreaktion konnte durch mentales Training mit sozialen Aspekten verringert werden.

Im Unterschied zu früheren Arbeiten fand das Team in der aktuellen Studie jedoch keine Hinweise dafür, dass mentales Training Telomere verändern kann. Zukünftige Studien müssen nun zeigen, welche Maßnahmen oder Verhaltensweisen am effektivsten sind, um den biologischen Alterungsprozess aufzuhalten oder sogar umzukehren.

Vom Facebook zum Deadbook?

Die alternde Gesellschaft könnte auch für Facbook zum Problem werden

Infografik: Vom Facebook zum Deadbook? | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Are the dead taking over Facebook? Dieser Frage sind Carl J. Öhman und David Watson von der Universität Oxford in einer Big Data-Analyse nachgegangen. Demnach werden bis zum Jahr 2100 mindestens 1,4 Milliarden Facebook-Nutzer versterben – sollte es beim aktuellen Wachstum bleiben könnten es sogar 4,9 Milliarden werden. Unabhängig davon, wie genau die Schätzungen sind wird die Frage des Umgangs mit den Profilen von Verstorbenen für Facebook eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Und auch die Nutzer sollten sich darüber Gedanken machen, wie sie ihr digitales Erbe regeln. Die Deutschen haben in dieser Hinsicht noch Nachholbedarf. Einer Umfrage der E-Mail-Anbieter WEB.DE und GMX zufolge haben erst acht Prozent der deutschen Internetnutzer Zugangsdaten für alle Online-Konten bei einem Vertrauten hinterlegt.

Ernüchternde Fakten zu Fake News

Wahrnehmung von Fake News hängt vom Alter ab

Gerade erst hat Facebook eine Rekordzahl an Fake Accounts gelöscht.

Infografik: Wahrnehmung von Fake News hängt vom Alter ab | Statista

Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Gezielte Manipulation und Meinungsmache durch Falschmeldungen ist ein Problem, das nicht nur in den sozialen Medien regelmäßig für Wirbel sorgt. Eine aktuelle Umfrage von PricewaterhouseCoopers (PwC) zeigt, dass jüngere Mediennutzer dabei misstrauischer sind als Ältere.

So gaben 55 Prozent der Befragten in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen an, dass sie glauben, schon einmal mit Fake News konfrontiert gewesen zu sein. Von den Über-60-Jährigen glaubte das nur jeder Fünfte (20 Prozent), wie die Statista-Grafik zeigt. Je älter die Befragten waren, desto weniger vermuteten sie, schon einmal Fake News wahrgenommen zu haben. Ein großer Teil der Befragten aus allen Altersgruppen war sich nicht sicher, ob sie schon einmal Fake News gelesen haben.

Das Ergebnis zeigt, dass bei diesem Thema noch ein großer Aufklärungsbedarf besteht.

Selbstständige Erwerbstätigkeit und Erwerbskarrieren in späteren Lebensphasen

Formen der Arbeit ändern sich zunehmend

Digitalisierung, Globalisierung, Flexibilisierung und Hybridisierung sind nur einige der Phänomene, die die Erwerbstätigen heute vor Veränderungen stellen. Speziell für ältere Beschäftigte, aber auch für Selbstständige bedeutet dies eine Neustrukturierung ihres Arbeitens und ihrer Beschäftigungsformen.

Mit diesen Entwicklungen, ihren Potenzialen und Risiken befasst sich die Tagung „Selbstständige Erwerbstätigkeit und Erwerbskarrieren in späteren Lebensphasen“ am 4. und 5. April 2019 an der Universität Vechta. Veranstalter sind das Institut für Gerontologie der Universität Vechta und der Arbeitskreis „Die Arbeit der Selbstständigen“ der Sektion Arbeits- und Industriesoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.

„Wir sehen uns am Arbeitsmarkt vielfältigen Änderungen gegenüber“, erläutert Prof. Dr. Frerich Frerichs, Professor für Altern und Arbeit an der Universität Vechta und Direktor des Instituts für Gerontologie. „Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit und der demographische Wandel, die zusammen das Durchschnittsalter der Erwerbstätigen ansteigen lassen, führen zu einer neuen Lebensplanung dieser Zielgruppe. Immer öfter sind beispielsweise Menschen gleichzeitig als Angestellte und selbstständig tätig.“

Was das für Arbeitsmarkt, Unternehmen und die Arbeitnehmer_innen bedeutet, will die Tagung beleuchten. Die Frage, wie sich die Beschäftigungsformen und die Erwerbsperspektiven der älteren Erwerbsbevölkerung entwickeln und welche Rolle abhängige und selbstständige Erwerbstätigkeiten für den Erhalt der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit spielen werden, steht dabei im Fokus. Welche Potenziale und Herausforderungen bestehen für die berufliche und/oder betriebliche Laufbahngestaltung im Sinne einer späteren Erwerbskarriere? Wie stellt sich die selbstständige Tätigkeit in der mittleren und späteren Erwerbsphase dar? Neben diesen Fragen soll im Rahmen der Tagung ebenfalls diskutiert werden, wie die Erwerbsperspektiven von selbstständiger und abhängiger Erwerbstätigkeit untereinander abgeglichen und in ihren möglichen Wechselverhältnissen zueinander bestimmt werden können.

Hinweise zur Teilnahme:
Die Tagung steht allen Interessierten offen. http://bit.ly/2Yi13yz

Donnerstag, 04. April 2019, und Freitag, 05. April 2019,
Seminarräume Kirche am Campus, Feldmannskamp 1, 49377 Vechta

Die Teilnahme ist kostenlos.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 27. März 2019 unter folgender E-Mail-Adresse:
kirsten.tuschick[at]uni-vechta[dot]d

Programm – PDF http://bit.ly/2Ohypcg

Initiativen gegen Einsamkeit im Alter ausgezeichnet

„Gemeinsam gegen einsam“ – Bundesseniorenministerin Giffey eröffnet Fachkongress

Einsamkeit ist ein vielschichtiges Phänomen mit unterschiedlichsten Ursachen. Vor allem ältere Menschen sind betroffen und brauchen Unterstützung. Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey eröffnete in Berlin den Fachkongress „Einsamkeit im Alter vorbeugen und aktive Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen“.

In ihrer Rede unterstrich sie die wachsende Bedeutung des Phänomens: „Wir wollen uns um die Menschen kümmern, die einsam sind oder von Einsamkeit bedroht sind. Jede und jeder einzelne kann das im eigenen Lebensumfeld tun: in der Nachbarschaft und sogar in der eigenen Familie. Einsamkeit vorzubeugen, ist aber auch eine Aufgabe der Gesellschaft. Es ist nicht gut, wenn es dem Zufall überlassen bleibt, ob sich jemand kümmert. Wir brauchen gute Ideen und Angebote, die funktionieren und wirken“, sagte die Bundesseniorenministerin. 

Gemeinsam mit Franz Müntefering, dem Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), zeichnete Franziska Giffey zum ersten Mal die besten Initiativen gegen Einsamkeit im Alter aus – Motto des nationalen Wettbewerbs: „Einsam? Zweisam? Gemeinsam!“.

Bundesseniorenministerin Giffey: „Schicksalsschläge wie Tod, Erkrankung, aber auch Armut steigern das Risiko sozialer Isolation und Vereinsamung bei älteren Menschen. Weil Einsamkeit viele Gesichter und viele Gründe hat, gibt es nicht eine Lösung, sondern viele. Wie vielfältig das Engagement, die Ideen und die Lösungswege sind, beweist unser Wettbewerb. Dass wir dieses Engagement sichtbar machen und würdigen, zeigt: Wir kümmern uns um die Kümmerer. Sie sind Impulsgeber und Vorbild für andere. Ihr Engagement macht unsere Gesellschaft besser. Im Kleinen wie im Großen.“ 

Der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering betonte: „Ich bin beeindruckt von der Vielfältigkeit des Engagements und der Ideen, sei es in der Stadt oder auf dem Land, im Wohnviertel oder mit mobilen Angeboten. Bei allem spürt man, mit wieviel Herzblut und Kompetenz sich die Projekte und Initiativen – insbesondere auch im ehrenamtlichen Bereich – für Ältere engagieren.“

Den Wettbewerb führte das Bundesseniorenministerium gemeinsam mit der BAGSO durch. Es gab insgesamt 601 Bewerbungen in fünf Kategorien. Eine sechsköpfige Jury aus Kommunen, Wissenschaft und Politik wählte die 15 Sieger in einer gemeinsamen Sitzung aus.

Die übrigen Teilnehmenden erhielten per Post eine Teilnahmebestätigung. Diese hätte man auch Online versenden können. Das Geld (1,45 € Porto x 584 Briefe), wäre besser einem weiteren Projekt zu Gute gekommen.


Gehirn aus dem Takt

Altern verändert die Feinabstimmung neuronaler Rhythmen im Schlaf

Unser Gehirn arbeitet unentwegt. Während wir schlafen, sorgt es dafür, dass tagsüber Erlebtes im Gedächtnis dauerhaft verfügbar bleibt. Dieser Vorgang wird als Konsolidierung bezeichnet. Konsolidierung erfordert, dass langsame rhythmische Muster neuronaler Aktivität möglichst präzise mit schnellen Mustern gekoppelt werden, insbesondere im Tiefschlaf. Ein Forscher*innenteam am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung konnte nun mit Kolleg*innen von der Goethe-Universität Frankfurt und der Universität Fribourg nachweisen, dass bei älteren Menschen, die mehr vergessen, diese Koppelung aus dem Takt geraten ist. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.

Ein älterer Mensch, der sich GEdanken macht.
CCO Lizenz

Das Gehirn ist nicht nur im Wachzustand aktiv, sondern auch im Schlaf. Im Wachzustand sorgt das Zusammenspiel der verschiedenen Bereiche des Gehirns dafür, dass wir uns in der Welt orientieren, Handlungen durchführen und Umwelteindrücke aufnehmen können. Im Schlaf wird das Erlebte gesichtet, geordnet und gefestigt (oder auch vergessen). Deswegen ist der Schlaf für die langfristige Speicherung und Vernetzung neuerworbenen Wissens und somit für das Lernen unerlässlich.

Zentral für den Informationsaustausch im Schlaf ist die zeitlich abgestimmte Kommunikation des Hippokampus mit der Großhirnrinde. Der Hippokampus ist eine tief im Gehirn liegende Struktur, die wesentlich an der schnellen aber kurzfristigen Speicherung neuerworbenen Wissens und alltäglicher Erlebnisse beteiligt ist. Der Schlaf ermöglicht es nun, dass der Hippokampus die langsamer lernende Großhirnrinde „trainiert“, indem das Neuerlernte immer wieder reaktiviert und allmählich fest eingeschrieben wird. Um erfolgreich zu sein, erfordert dieses „Training“ der Großhirnrinde die zeitlich präzise Koordination der Nervenzellaktivität in den beteiligten Gehirnarealen.

„Durch die Beobachtung der Gehirnaktivität von Probanden im Schlaf konnten wir nun zeigen, dass sich Personen, die mehr vergessen, in einem wesentlichen Punkt von anderen Personen unterscheiden: Die Aktivität der Nervenzellen im Hippokampus und in der Großhirnrinde ist bei den vergesslicheren Personen weniger präzise gekoppelt“, sagt Beate Muehlroth, Erstautorin der Studie und Doktorandin im Forschungsbereich Entwicklungspsychologie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB).

Die Aktivität des Gehirns während des Schlafs können Wissenschaftler*innen mithilfe der Elektroenzephalografie (EEG) sichtbar machen. Das EEG misst die elektrische Aktivität, welche durch die Nervenzellen während ihrer Tätigkeit erzeugt wird. Wach- und Schlafphasen sind dabei durch spezifische Muster rhythmischer Nervenzellaktivität gekennzeichnet. So sind das markanteste Merkmal von Tiefschlafphasen langsame Rhythmen in einer Frequenz von circa 0,5 bis 4 Schwingungen pro Sekunde, die sich nahezu über die gesamte Großhirnrinde ausbreiten. Diese sogenannten „langsamen Wellen“ ermöglichen die Koordination neuronaler Informationsverarbeitung in weiten Teilen des Gehirns. Auf diese Weise entstehen Zeitfenster, in denen Erinnerungen durch den Hippokampus reaktiviert und durch die Großhirnrinde optimal gelernt werden können.

Die Aktivierung des Informationsaustauschs zwischen dem Hippokampus und der Großhirnrinde ist im menschlichen EEG durch schnelle rhythmische Nervenzellaktivität mit einer Frequenz von circa 12 bis 16 Schwingungen pro Sekunde gekennzeichnet. Wegen ihrer äußeren Ähnlichkeit mit Spindeln, wie sie beim Spinnen von Wolle verwendet werden, werden diese Schwingungsmuster auch als „Schlafspindeln“ bezeichnet. Ein optimales „Training“ der Großhirnrinde durch den Hippokampus ist dann möglich, wenn Schlafspindeln genau zu jenen Zeitpunkten auftreten, in denen die langsamen Wellen die Nervenzellen der Großhirnrinde für eine effiziente Informationsverarbeitung vorbereitet haben.

Das Forscherteam hat nun die Lern- und Merkfähigkeit von 34 jüngeren Proband*innen im Alter zwischen 19 und 28 Jahren und 41 älteren Proband*innen im Alter zwischen 63 und 74 Jahren in einem speziell zu diesem Zweck entwickelten Gedächtnistest verglichen. Die Nacht zwischen dem Lernen und dem Gedächtnistest am nächsten Tag haben die Teilnehmer*innen zu Hause verbracht. Dort wurde die Nervenzellaktivität im Schlaf mit einem tragbaren Schlaf-EEG System erfasst. Zusätzlich wurde die Größe und Struktur gedächtnis- und schlafrelevanter Gehirnareale mittels Magnetresonanztomografie (MRT) im Labor vermessen.

In den Ergebnissen zeigte sich wie erwartet, dass ältere Probanden*innen im Durchschnitt mehr vergaßen als jüngere Teilnehmer*innen. Zusätzlich zeigte sich, dass Probanden*innen mit geringerer Merkfähigkeit nachts während der Tiefschlafphasen eine weniger präzise Kopplung zwischen Schlafspindeln und langsamen Wellen aufwiesen. Ähnlich wie bei einer Person, die immer knapp am Takt vorbei klatscht, verpassten die Schlafspindeln den optimalen Zeitpunkt zum „Training“ der Großhirnrinde, so dass die Konsolidierung der neu erlernten Inhalte weniger erfolgreich war.

„Wir haben festgestellt, dass die Kopplung der beiden Nervenzellrhythmen mit dem Alter tendenziell abnimmt und die Vergesslichkeit gleichzeitig zunimmt. Dies bedeutet zugleich: Diejenigen unter den älteren Probanden, die bei den Gedächtnistests gut abschnitten, zeigten auch ein Kopplungsmuster, das dem der jüngeren Probanden ähnelt“, sagt Markus Werkle-Bergner, Seniorautor und Projektleiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung.

In weiteren Analysen konnte das Forscherteam zusätzlich zeigen, dass das Ausmaß der Kopplung von Schlafspindeln und langsamen Wellen mit der Struktur derjenigen Gehirnareale zusammenhängt, die an ihrer Erzeugung beteiligt sind. Dies gilt vor allem für den Hippokampus, für eine Region im Stirnhirn, die als medialer präfrontale Kortex bezeichnet wird, sowie für den Thalamus. Diese drei Regionen sind besonders stark von Alterungsprozessen betroffen. Es drängt sich daher die Vermutung auf, dass die Alterung schlaf- und gedächtnisrelevanter Gehirnareale Prozesse der langfristigen Speicherung neuerworbener Gedächtnisinhalte beeinträchtigt. In wie weit altersabhängige Veränderungen von Schlafverhalten und Schlafphysiologie langfristig die strukturelle Alterung des Gehirns beeinflussen, oder ob letztere kausal für beobachtbare Schlafbeeinträchtigungen mit höherem Lebensalter verantwortlich sind, soll in zukünftigen Verlaufsstudien näher betrachtet werden.

http://bit.ly/2EvBXDp

Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung wurde 1963 in Berlin gegründet und ist als interdisziplinäre Forschungseinrichtung dem Studium der menschlichen Entwicklung und Bildung gewidmet. Das Institut gehört zur Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., einer der führenden Organisationen für Grundlagenforschung in Europa.


Originalpublikation:

Muehlroth, B. E., Sander, M. C., Fandakova, Y., Grandy, T. H., Rasch, B., Shing, Y. L., & Werkle-Bergner, M. (2019). Precise slow oscillation-spindle coupling promotes memory consolidation in younger and older adults. Scientific Reports, 9: 1940. https://doi.org/10.1038/s41598-018-36557-z


Seelische Gesundheit im Alter

Der Demenz-Kalender 2019 umfasst 60 Veranstaltungen

Der neue Veranstaltungskalender „Demenz – Seelische Gesundheit und psychische Erkrankungen im Alter“ liegt jetzt vor. Ab sofort ist er im Seniorenbüro und unter www.freiburg.de/senioren erhältlich. Er umfasst über 60 Veranstaltungen, die in den kommenden Monaten stattfinden und sich an Interessierte, Erkrankte, Angehörige und die Fachöffentlichkeit richten. Zum Teil sind sie kostenfrei.
Die Vorträge und Gesprächskreise befassen sich mit Themen wie Vollmacht und Patientenverfügung, Gesundheit und Pflege (auch mit Blick auf Demenz und psychische Erkrankungen) und Unterstützungsmöglichkeiten für das Leben zu Hause. Der Kalender nennt Kurse, Stammtische oder Spaziergänge für pflegende Angehörige. Zudem informiert er über Testament, Hospiz und nennt Angebote für Trauernde.
Weitere Veranstaltungen befassen sich mit Qualifizierungen für Betreuungskräfte, Kommunikation in herausfordernden Situationen, Kinaethetics oder Validation.
Das Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt der Stadt Freiburg (Fehrenbachallee 12) ist montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet, nachmittags nach Terminvereinbarung unter Tel. 0761/201-3032.