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Höchstes Sterberisiko für Arme und Arbeitslose

Erstmals mit großem Datensatz belegt: Einkommen, Arbeitsstatus und Bildung haben einen deutlichen Einfluss auf die Sterblichkeit in Deutschland

Wie beeinflussen sozioökonomische Faktoren das Sterberisiko von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland? Um diese Frage zu beantworten, werteten Forscher des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung einen Datensatz der Deutschen Rentenversicherung mit mehreren Millionen Versicherten aus und legen nun erstmals verlässliche Ergebnisse vor. Ihre Studie zeigt, welche Rolle gute Bildung, der Job und vor allem das Einkommen spielen – und das besonders für Männer.

„Zum ersten Mal stehen wir auf sicherer Datenbasis, wenn wir die einzelnen Faktoren und ihren Einfluss auf die Sterblichkeit in Deutschland bewerten“, sagt Pavel Grigoriev. Ähnliche Untersuchungen für Deutschland nutzten bisher wesentlich kleinere Datensätze, die aus Forschungsumfragen stammten, und daher weniger aussagekräftig waren.

Die neuen Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, einen Job zu haben: Arbeitslosigkeit verdoppelt das Sterberisiko. Noch wichtiger ist das Einkommen, vor allem für die Männer: Die Sterblichkeit des am schlechtesten verdienenden Fünftels lag um 150 Prozent über dem des am besten verdienenden Fünftels. Schlechtere Bildung erhöhte das Sterberisiko für Männer hingegen nur um etwa 30 Prozent.

Das Sterberisiko steht für die Wahrscheinlichkeit zu sterben – und zwar unabhängig vom Alter. Um die Sterberisiken vergleichbar zu machen, rechneten die Forscher den Einfluss des Alters heraus. So spielt es etwa keine Rolle, dass Arbeitslose im Durchschnitt älter sind als Menschen mit Job und schon daher häufiger sterben. Vielmehr wurde die Altersstruktur aller Bevölkerungsgruppen statistisch so angeglichen, dass alle die gleiche Zusammensetzung hatten. Sterblichkeitsunterschiede sind darum nur noch auf die verbleibenden Faktoren wie Arbeitslosigkeit oder Einkommen zurückzuführen.

Ost- oder Westdeutschland? Per se nicht entscheidend

„Einen verschwindend geringen Einfluss auf das Sterberisiko hat die Wohnregion“, sagt Pavel Grigoriev. Zwar sei das Sterberisiko im Osten etwa für die Männer um ein Viertel höher als im Westen. Rechnet man aber die Einflüsse von Arbeitslosigkeit, Bildung, Einkommen und Nationalität heraus, verschwindet der Unterschied.

Dass die Sterblichkeit der Männer im Osten höher ist, liegt also daran, dass es dort einen höheren Anteil an Arbeitslosen, an weniger Gebildeten und an Menschen mit geringerem Einkommen gibt. Denn all diese Faktoren erhöhen die Sterblichkeit. Andere in Ost und West unterschiedliche Faktoren, wie etwa die medizinische Infrastruktur, scheinen hingegen eine verschwindende Rolle zu spielen.

Wie extrem der sozioökonomische Status, vor allem Einkommen, Arbeitsstatus und Bildung, die Überlebenschancen beeinflusst, zeigt die am stärksten benachteiligte Gruppe der Männer im Osten: 14 Prozent zählen hier zur untersten Einkommens- und Bildungsschicht. Diese Gruppe hat im Vergleich zur höchsten Einkommens- und Bildungsschicht ein mehr als achtmal so hohes Sterberisiko. In Westdeutschland ist die am stärksten benachteiligte Gruppe unter den Männern mit rund elf Prozent Bevölkerungsanteil kleiner, und mit einem gut fünfmal so hohen Sterberisiko etwas weniger benachteiligt. Zumindest für die Männer sind die Sterberisiken im Osten also deutlich ungleicher verteilt als im Westen. Trotzdem beeinflussen auch im Westen Einkommen und Arbeitslosigkeit das Sterberisiko erheblich.

Bei den Frauen sind die Unterschiede vor allem beim Einkommen weniger stark ausgeprägt. Arbeitslosigkeit und Bildung wiegen gleich schwer wie bei den Männern.

Deutsche Datenschutzregeln verhindern mehr Wissen über Sterberisiken

Ihre für Deutschland einmaligen Einsichten in die sozialen Zusammenhänge von Sterberisiken gelangen den Rostocker Forschern, indem sie Rentenversicherungsdaten von 27 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auswerteten. Sie fassten anonymisierte Informationen von allen Rentenversicherten in Deutschland zusammen, die im Jahr 2013 zwischen 30 und 59 Jahre alt waren.

Im internationalen Vergleich, vor allem zu skandinavischen Ländern, sei Deutschland beim Thema Datenverfügbarkeit aber sehr schlecht aufgestellt. Vor allem Daten über Zusammenhänge zwischen Sterblichkeit und sozioökonomischen Status der Bevölkerung in Deutschland seien schwer zu bekommen, sagt MPIDR-Forscher Grigoriev. „Das liegt vor allem an der strengen Auslegung des Datenschutzes für staatliche Datensätze über die Bevölkerung in Deutschland.“

Verschiedene personenbezogene Daten zu verknüpfen ist in Deutschland nicht erlaubt. Für Forscherinnen und Forscher wären solche Datensätze aber eine wichtige Grundlage ihrer Arbeit, die mit anderen Faktoren zum Wohlergehen der Bevölkerung beiträgt.

„In Deutschland werden an verschiedenen Stellen mit viel Aufwand und Einsatz von Steuergeldern große Mengen an Daten erhoben. Nicht nur die demografische Forschung in Deutschland würde stark davon profitieren, wenn sie leichter zugänglich wären“, sagt Grigoriev.

Für ihn steht außer Frage, dass die wissenschaftliche Arbeit mit solchen Daten nur bei vollständiger Anonymisierung erlaubt sein darf, die eine Identifizierung von Einzelpersonen komplett unmöglich macht. Dies sei durch informationstechnische Vorkehrungen erreichbar, und stehe auch nicht im Widerspruch zur Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Letztlich interessiert sich die demografische Forschung nicht für die Einzeldaten bestimmter Personen. Sie nutzt sie nur als Zwischenschritt, um Ergebnisse für große Gruppen zu berechnen – wie etwa die Sterblichkeit für verschiedene Einkommensschichten.

Alternde Zellen gehen mit Änderungen in der Hirnstruktur einher

Die Telomere der Chromosomen verändern sich gemeinsam mit der Struktur des Gehirns

Telomere sind die Schutzkappen unserer Chromosomen und spielen im Alterungsprozess eine zentrale Rolle. Kurze Telomere werden mit chronischen Krankheiten in Verbindung gebracht – zur Verkürzung beitragen kann zum Beispiel eine hohe Stressbelastung. Verändern sich Telomere in ihrer Länge, spiegelt sich das direkt in unserer Hirnstruktur. Das konnte nun ein Team um Lara Puhlmann und Pascal Vrticka vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig sowie Elissa Epel von der University of California und Tania Singer von der Forschungsgruppe für Soziale Neurowissenschaften in Berlin im Rahmen des von ihr geleiteten ReSource-Projektes zeigen.

Um den Einfluss der Telomerlänge auf die Gehirnstruktur zu untersuchen, bestimmten die Wissenschaftler deren Länge anhand der Leukozyten-DNA aus dem Blut der Studienteilnehmer mittels Polymerase-Kettenreaktion. Zusätzlich berechneten sie mithilfe von MRT-Scans die Dicke der Großhirnrinde jedes Teilnehmers.
© MPI CBS

Telomere sind Schutzkappen an den Enden der Chromosomen, die bei jeder Zellteilung kürzer werden. Werden sie so kurz, dass von ihnen beschützte Gene geschädigt werden könnten, hören die Zellen auf sich zu teilen und zu erneuern. Die Zelle kann ihre Funktionen zunehmend schlechter ausführen. Dies ist einer der Mechanismen für das Altern.

Die Länge der Telomere gilt daher als Marker für das biologische Alter eines Menschen – im Gegensatz zum chronologischen Alter, welches wir in Zahlen definieren. Von zwei Menschen mit gleichem chronologischen Alter hat also die Person mit kürzeren Telomeren ein erhöhtes Risiko, altersbedingte Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs zu entwickeln, oder sogar eine kürzere Lebenserwartung.

Verlängerung der Telomere?

Ein Schlüssel, um länger jung zu bleiben, scheint daher mit der Frage zusammenzuhängen: Wie schaffen wir es, die Verkürzung der Telomere so lange wie möglich aufzuhalten? Nicht nur Genetik und ungesunder Lebensstil, sondern auch psychischer Stress kann zur Verkürzung der Telomere beitragen. Forscher haben daher untersucht, wie stark der Lebensstil die Länge der Telomere beeinflussen kann. Einige Studien deuten darauf hin, dass sich Telomere viel schneller verändern können als bisher angenommen, und sich sogar nach nur ein bis sechs Monaten mentalen oder körperlichen Trainings verlängern können. Es blieb bisher jedoch unklar, ob diese Verlängerung tatsächlich bedeutet, dass das biologische Alter eines Menschen reduziert wird.

„Um herauszufinden, ob eine kurzfristige Veränderung der Telomerlänge nach nur wenigen Monaten wirklich mit Veränderungen im biologischen Alter einer Person einhergehen könnte, haben wir sie mit einem anderen Biomarker des individuellen Alterns und der Gesundheit in Verbindung gebracht: der Gehirnstruktur“, erklärt Lara Puhlmann, die inzwischen in der Gruppe ‚Sozialer Stress und Familiengesundheit‘, geleitet von Veronika Engert, am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften forscht. Das Projekt war von Tania Singer im Rahmen der ReSource Studie initiiert worden.

Dazu nahmen die Teilnehmer der Studie an vier MRT-Untersuchungen im Abstand von drei Monaten teil und gaben zu den gleichen Terminen Blutproben ab. So konnten die Wissenschaftler anhand der DNA der Leukozyten aus dem Blut der Probanden die Länge der Telomere mittels Polymerase-Kettenreaktion bestimmen. Zusätzlich wurde mithilfe von MRT-Scans die Dicke der Großhirnrinde jedes Teilnehmers berechnet. Diese wird mit dem Alter zunehmend dünner. Man weiß außerdem, dass einige neurologische altersbedingte Erkrankungen mit einer schnelleren Verdünnung des Kortex in bestimmten Regionen verbunden sind.

Flexibles Altern

Das Ergebnis: „Unser biologisches Alter scheint flexibler zu sein, als bisher angenommen. Anzeichen von Alterung auf verschiedenen biologischen Ebenen können schon innerhalb von drei Monaten parallel verändern“, sagt Puhlmann. Veränderten sich die Telomere in der Länge, so war dies mit plastischen Veränderungen im Gehirn verbunden. Wenn sich die Telomere also bei den Studienteilnehmern verlängerten, konnte auch eine stärkere Tendenz zur Verdickung des Kortex gemessen werden. Andersherum war eine Telomerverkürzung mit einer Verdünnung der Großhirnrinde verbunden. Davon war spezifisch der sogenannte Precuneus betroffen – ein wichtiger Stoffwechsel- und Netzwerkknoten im Gehirn.

Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass bereits kurzfristige Veränderungen der Telomerlänge Schwankungen im Gesundheits- und Alterungszustand eines Körpers im Allgemeinen widerspiegeln. Welcher biologische Mechanismus den kurzfristigen Veränderungen in der Telomerlänge zugrunde liegt, bleibt jedoch unklar. „Wir wissen zum Beispiel nicht, ob sich die kurzfristigen Veränderungen wirklich längerfristig auf die Gesundheit auswirken“, erklärt die Wissenschaftlerin.

Einfluss von mentalem Training

Gleichzeitig ist das Forscherteam der Frage nachgegangen, ob sich die Länge der Telomere durch ein auf Achtsamkeit und Mitgefühl basierendes neunmonatiges, mentales Training tatsächlich verändern lässt und ob solche systematischen Veränderungen der Telomerlänge ebenfalls mit einer Verdickung oder Verdünnung der Gehirnstruktur einhergehen. Vorherige Daten aus dem vom Europäischen Forschungsrat unterstützten ReSource-Projekt hatten bereits gezeigt, dass sich bestimmte Regionen des Kortex durch Training verdicken lassen, abhängig von den jeweiligen mentalen Trainingsinhalten der drei dreimonatigen Trainingsmodule. Auch die physiologische Stressreaktion konnte durch mentales Training mit sozialen Aspekten verringert werden.

Im Unterschied zu früheren Arbeiten fand das Team in der aktuellen Studie jedoch keine Hinweise dafür, dass mentales Training Telomere verändern kann. Zukünftige Studien müssen nun zeigen, welche Maßnahmen oder Verhaltensweisen am effektivsten sind, um den biologischen Alterungsprozess aufzuhalten oder sogar umzukehren.

Was bedeutet erfolgreiches Altern bei Hundertjährigen?

Erfolgreiches Altern: Wie Ärzte und Pfleger zu einem
erfüllten Leben beitragen

Keine Altersgruppe wächst so stark wie die der Hochbetagten. Laut Statistischem
Bundesamt lebten Ende 2016 2,25 Millionen Menschen in Deutschland, die 85
Jahre oder älter waren. Ein Jahrzehnt zuvor waren es noch 1,64 Millionen. Was
für diese Menschen ein erfülltes Leben ausmacht und wie Ärzte und Pflegekräfte
dazu beitragen können, davon berichtet Professorin Dr. Daniela Jopp in ihrem
Keynote-Vortrag mit dem Titel „Erfolgreiches Altern bei Hundertjährigen“ auf dem
Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der
Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG). „Wir brauchen
für Hochbetagte neue Kriterien, um deren erfolgreiches Altern zu erfassen“, sagt
die Professorin für Psychologie an der Universität Lausanne (Schweiz). „Während
wir bei Älteren unter 80 Jahren vor allem auf körperliche Faktoren wie ein
geringes Risiko für Krankheiten achten, müssen wir bei sehr alten Menschen viel
stärker psychologische Faktoren berücksichtigen.“ Der Kongress findet vom 6.
bis 8. September in Köln statt.

9 Zutaten für gutes Altern. Aufgenommen in der Ausstellung "Dialog mit der Zeit"

Aufgenommen in der Ausstellung „Dialog mit der Zeit“

In einer Studie mit Hundertjährigen aus Heidelberg haben Jopp und ihre Kollegen
keinen einzigen Teilnehmer gefunden, der nicht mindestens eine chronische
Erkrankung aufwies. Im Durchschnitt litten die Hundertjährigen unter fünf Krankheiten.
„Die Lebenszufriedenheit dieser Menschen hängt jedoch nicht von der Zahl ihrer
Krankheiten ab, sondern vor allem von einem positiven Blick auf die Zukunft, vom
Zusammenleben mit anderen Menschen und davon, ob sie glauben, noch selbstständig
handeln zu können“, so Jopp. „Die allermeisten Hundertjährigen sind mit ihrem Leben
zufrieden oder sogar sehr zufrieden.“

Hochbetagte entwickeln Strategien, die sie zufriedener machen

Während es vielen Älteren zunächst schwer fällt, ihre gewohnten Alltagstätigkeiten
aufzugeben, wenn ihre Kräfte nachlassen, entwickeln Hochbetagte mit der Zeit jedoch
positive Strategien, um damit umzugehen. „Sie lernen zu akzeptieren, dass sie
manches nicht mehr schaffen, was ihnen früher leicht gelang. Das ist eine Stärke sehr
alter Menschen, die zu ihrer Zufriedenheit beiträgt.“

Die reduzierten Erwartungen, die sehr alte Menschen an ihr Leben stellen, könnten
aber auch dazu führen, dass sie nicht optimal medizinisch versorgt werden. „In unserer
Studie berichteten fast 30 Prozent der Hundertjährigen, dass sie oft oder ständig
Schmerzen haben. Das finde ich nicht akzeptabel“, betont Jopp. Ob dieser hohe Wert
daran liege, dass Hochbetagte glauben, ihre Schmerzen aushalten zu müssen, oder ob
sie bei ihren Ärzten nicht ausreichend Gehör fänden, müsse geklärt werden. Auf jeden Fall sollten Ärzte für die hohe Prävalenz von Schmerzen bei sehr alten Menschen sensibilisiert sein.

Hundertjährige haben ihre eigene Vorstellung vom guten Altern

In einer aktuellen Untersuchung hat Daniela Jopp gezeigt, dass gleichzeitige Hör- und
Sehbeeinträchtigungen Hochbetagte stark belasten und das Risiko für Depressionen
deutlich erhöhen. „Aber wie oft wird im Altenheim überprüft, ob die Sehstärke noch
stimmt oder ob ein Bewohner ein neues Hörgerät braucht? Hier können Pflegende und
Angehörige die Lebensqualität sehr alter Menschen wirksam verbessern, indem sie
solche Beeinträchtigungen aufmerksam verfolgen und bei Bedarf die Hilfsmittel
anpassen lassen.“

Weltweit erforschen nur wenige Wissenschaftler die Lebenswelt sehr alter Menschen, in
die Daniela Jopp in ihrer Keynote einen Einblick geben wird. „Wir müssen vor allem die
Modelle verbessern, die die Lebensqualität dieser Menschen beschreiben“, berichtet
sie. „Bislang arbeiten wir häufig mit drei oder vier Faktoren. Fragt man aber die
Hundertjährigen selbst, haben sie häufig sehr viel mehr Ideen, was zu einem guten
Altern beiträgt.“ Um wirksame Interventionen zu entwickeln, sei es daher notwendig,
sich dabei auch an den Vorstellungen der Hochbetagten zu orientieren, fordert Jopp.

Zur Person:

Prof. Dr. Daniela Jopp ist seit 2014 Professorin für Psychologie an der Universität
Lausanne (Schweiz) und Mitglied des Nationalen Forschungsschwerpunkts „LIVES –
Überwindung der Verletzlichkeit im Verlauf des Lebens“. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit
bildet seit vielen Jahren die Erforschung der Lebensqualität von Hundertjährigen,
zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Heidelberg und ab 2008
an der Fordham University in New York (USA). Ihr Studium der Psychologie und ihre
Promotion absolvierte sie an der Freien Universität Berlin.

Termin:Prof. Dr. Daniela Jopp
Keynote-Lecture: „Erfolgreiches Altern bei Hundertjährigen“
DGGG/DGG-Kongress
Hörsaalgebäude 105, Hörsaal C, Universität zu Köln
Donnerstag, 6. September 2018
10:45 bis 11:30 Uhr

Wie produktiv sind ältere Menschen?

Schneller, höher, stärker

Wie produktiv sind ältere Menschen?

In der öffentlichen Debatte wird oft angenommen, dass die Produktivität von Arbeitnehmern mit dem Alter sinkt. Schließlich sind ältere Menschen körperlich weniger fit und langsamer als jüngere. Dass die Arbeitsleistung darunter nicht leiden muss, zeigen zwei Studien des Munich Center for the Economics of Aging (MEA) am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik

Im Alter zwischen 55 und 64 Jahren gehen viele Arbeitnehmer in Rente. Das führt zu der verbreiteten Annahme, Ältere seien nicht mehr in der Lage, mit dem Grundsatz „Schneller, höher, stärker” mitzuhalten. Entsprechend ist eine Verlängerung des Arbeitslebens für viele schwer vorstellbar. Dabei wird allerdings ignoriert, dass die Erwerbsbeteiligung Älterer noch Anfang der 1970er-Jahre bei etwa 80 Prozent lag und erst danach auch durch die strukturellen Arbeitsmarktprobleme bis Mitte der 1990er auf unter 60 Prozent gesunken ist. Seit den Reformen der Agenda 2010 hat die Erwerbsbeteiligung Älterer aber fast wieder das Niveau der gesamten erwerbstätigen Bevölkerung erreicht (die Zahlen beziehen sich auf OECD-Daten zu Männern im Alter von 55 bis 64 Jahren).

In ähnlicher Weise wurde die vermeintlich mit dem Alter sinkende Produktivität als Argument für Frühverrentungsregelungen verwendet. Und vermutlich wurden auch Arbeitgeber und Arbeitnehmer in ihren individuellen Entscheidungen von dieser Auffassung stark beeinflusst. Theoretisch und auch empirisch gibt es allerdings keine Gründe anzunehmen, dass die Produktivität ab einem bestimmten Alter deutlich sinkt.

Sinkende Fähigkeiten schon ab 30

Produktivität kann allgemein als Funktion von körperlichen und kognitiven Fähigkeiten sowie Erfahrung in bestimmten Kontexten definiert werden. Die physiologischen und kognitiven Fähigkeiten erreichen schon relativ früh – je nach Indikator im Alter von unter 20 bis etwa 30 Jahren – ihr Maximum und nehmen dann stetig ab. Dagegen wachsen die Berufserfahrung im Besonderen und die Lebenserfahrung im Allgemeinen mit dem Alter.

Wie stark die physiologischen und kognitiven Fähigkeiten die Produktivität beeinflussen, ist hauptsächlich davon abhängig, ob der Arbeitskontext es erlaubt, gesammelte Erfahrungen produktiv einzusetzen. Sicherlich: Ab einem bestimmten Alter werden die körperlichen und kognitiven Fähigkeiten soweit abgenommen haben, dass die Produktivität auf jeden Fall sinkt. Unter der Voraussetzung der deutlich gestiegenen gesunden Lebenserwartung ist es allerdings eine empirische Frage und auch vom Arbeitskontext abhängig, in welchem Alter dies tatsächlich der Fall ist.

Ältere dienen der Produktivität im Team

In zwei Fallstudien wurden am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik anhand großer Datensätze der Zusammenhang zwischen Produktivität und Alter untersucht. Die erste Fallstudie untersuchte die Produktivität in einem LKW-Montagewerk, in dem jüngere und ältere Mitarbeiter an einem gleich schnell laufenden Montageband arbeiteten. Um die Produktivität zu messen, wurde die Anzahl an Fehlern und die Schwere dieser Fehler herangezogen.

Die zweite Studie untersuchte einen Finanzdienstleister. Hier wurde die Produktivität als Anzahl ausgeführter Vorgänge innerhalb jedes Arbeitsteams standardisiert gemessen. In beiden Fällen wurde nicht die Produktivität der Individuen, sondern die des gesamten Teams erfasst und dies täglich über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren hinweg. Die erste Studie basierte auf fast 1,7 Millionen Beobachtungen von 3.824 Arbeitern in 100 Teams, die zweite Studie auf mehr als 4,6 Millionen Beobachtungen von über 10.000 Angestellten in circa 1.500 Teams.

Ältere machen seltener teure Fehler

In beiden Untersuchungen zeigten sich keinerlei Hinweise darauf, dass die Produktivität bis zum Alter von 65 abnimmt. Für das LKW-Montagewerk steigt die Produktivität bis zum Alter von 65 sogar leicht an. Betrachtet man die Anzahl an Fehlern pro Mitarbeiter und die Schwere der Fehler, zeigt sich, dass ältere Mitarbeiter zwar öfter Fehler machen, jedoch seltener solche, die hohe Kosten verursachen.

Dieser Befund kann als Relevanz der Erfahrung oder Stressresistenz interpretiert werden oder auch als Menschenkenntnis der älteren Mitarbeiter, die gerade in schwierigen Situationen besonders wichtig wird. Insgesamt scheint der Erfahrungseffekt den Rückgang der körperlichen und kognitiven Fähigkeiten in einem Bereich aufzuwiegen, in dem diese besonders relevant sein sollten – zumindest bis zum Alter von 65 Jahren.

Bessere Leistungen bei komplexen Aufgaben

Bei der zweiten Fallstudie finden sich ebenfalls Hinweise auf die Relevanz von Erfahrung. Während sich die Produktivität über den beobachteten Altersbereich von 20 bis 65 im Durchschnitt kaum verändert, zeigen sich interessante Unterschiede, wenn man verschiedene Arten von Tätigkeiten betrachtet. Bei leichteren Routinetätigkeiten sinkt die Produktivität mit dem Alter. In Teams, die kompliziertere Vorgänge bearbeiten, steigt die Produktivität dagegen mit dem Alter an.

Erfahrung kompensiert den Rückgang der körperlichen und kognitiven Fähigkeiten nicht nur, sondern kann die Produktivität sogar positiv beeinflussen. Dabei kommt es jedoch auf den Arbeitskontext an. Die Arbeitserfahrung, die den Umgang mit komplexen oder schwierigeren Fällen erleichtern kann, zahlt sich offensichtlich nicht bei jeder Art von Tätigkeit aus.

Längeres Arbeitsleben als Chance

Die steigende Lebenserwartung bringt es mit sich, dass wir einen Teil der zusätzlich gewonnenen Jahre voraussichtlich in Erwerbsarbeit verbringen werden. Die erfreuliche Nachricht dabei ist, dass dies für die meisten Menschen auch eine produktive Zeit sein wird.

Die zentrale Herausforderung für jeden einzelnen ist, die Verlängerung des Arbeitslebens als Chance zu begreifen. Letzteres macht es erforderlich, die eingeschlagene berufliche Laufbahn und den Arbeitskontext im Blick auf ein möglicherweise etwas längeres Berufsleben kritisch zu hinterfragen. Ist es in der aktuell ausgeübten oder angestrebten Tätigkeit möglich, bis zu einem wahrscheinlich etwas späteren Renteneintritt zu arbeiten? Welche neuen Fähigkeiten oder Technologien kann man erlernen, um dies zu ermöglichen oder um möglichst problemlos in ein anderes Arbeitsumfeld zu wechseln? In welchen Kontexten kann die gewonnene Erfahrung von Nutzen sein?

Das sind allerdings alles keine neuen Herausforderungen: Je nach eingeschlagenem Beruf, der Geschwindigkeit des technologischen Wandels in diesem Bereich oder auch der Verlagerung von Arbeitsplätzen sind und waren diese Fragen auch schon in den „guten alten Zeiten” mehr oder weniger relevant. Der zentrale Unterschied ist, dass man sich diese Fragen für einen um zwei bis drei Jahre längeren Zeitraum stellen sollte als bisher.

Arbeitsorganisation an Altersstruktur anpassen

Für größere Firmen sollte die systematische Analyse der Altersstruktur der Belegschaften und ihre bereits abschätzbare Entwicklung schon Standard sein, vor allem vor dem Hintergrund des seit Jahren beklagten Fachkräftemangels. Ähnliches gilt für die Analyse der individuellen Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten sowie für die Verteilung der Mitarbeiter auf möglichst vorteilhafte Arbeitskontexte. Mittlere und kleinere Firmen könnten bei der der systematischen Analyse und im Hinblick auf alternative Einsatzmöglichkeiten Unterstützung benötigen.

Ein direkt an die LKW-Montage anschließendes „Best-Practice”-Beispiel ist in einigen Audi-Werken die Umstellung auf sogenannte Fertigungsinseln statt der Montage am Fließband. Die gestiegenen Individualansprüche der Käufer, etwa was Farben oder Ausstattungsvarianten angeht, bringen die klassische Fließbandfertigung an ihre Grenzen. Durch modulare Montage, die mithilfe digitaler Steuerungssysteme umsetzbar wird, können einerseits effizient Autos individuell montiert werden; andererseits ist es dadurch auch möglich, den Einheitstakt, der in der Fließbandproduktion nötig ist, zu dynamisieren. Damit gibt es grundsätzlich mehr Möglichkeiten, Arbeitskontexte auf die individuelle Leistungsfähigkeit der Belegschaft abzustimmen und gleichzeitig die Produktivität insgesamt zu steigern.

Text: Christian Hunkler

Prof. Ursula Staudinger kommt in ihren Studien auch zu ähnlichen Ergebnissen, die sie regelmäßig beim Berliner Demografie Forum vorstellt. https://www.berlinerdemografieforum.org/

https://alterskompetenz.info/5-berliner-demografie-forum/

Junge Forscher über das Altern

Alternsforscher der GRADE Center Aging und Grade Center Aging Laden zu einer öffentlichen Vortragsveranstaltung ein

Aufgenommen im MfK in Berlin bei der Ausstellung "Dialog mit der Zeit"

Aufgenommen im MfK in Berlin bei der Ausstellung „Dialog mit der Zeit“

FRANKFURT. Deutschland ist eine alternde Gesellschaft. Aber nicht nur die Zahl älterer Menschen und ihre Lebenserwartung wachsen, sondern erfreulicherweise auch die Zahl derer, die rund um dieses Phänomen forschen. Dies gilt auch für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Goethe-Universität, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Über ihre Projekte und Ideen gibt eine öffentliche Vortragsveranstaltung unter dem Titel „Nachwuchs in der Alternsforschung“ Aufschluss, die

am Montag, 4. Juni um 18:30 Uhr
in der Evangelischen Akademie Frankfurt
Römerberg 9

stattfindet. Dazu laden das Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung (FFIA) und das neu gegründete GRADE Center Aging gemeinsam ein.

Wer zum Thema hohes Lebensalter forscht, muss sich mit den ständigen gesellschaftlichen Veränderungen befassen, denn nachrückende Generationen altern anders als ihre Eltern und sind vor neue Herausforderungen gestellt. Neue Fragen ergeben sich zum Beispiel im Bereich von Technik, Wohnen und Leben mit Demenz. An der Goethe-Universität wurde die Erforschung der Lebensphase Alter(n) längst als eine interdisziplinäre Aufgabe erkannt. Frauen und Männer am Anfang ihrer wissenschaftlichen Karriere, sogenannte („Early Career Researcher“) aus dem Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung (FFIA) und dem GRADE Center Aging der Goethe-Universität bringen ihr Wissen über das Altern nicht nur in die Wissenschaftsgemeinde, sondern auch in die Gesellschaft ein. Sie erforschen vielfältige Alterungsprozesse, auch jenseits von Krankheit, und stellen neue Fragen.

Am 4. Juni präsentieren die Nachwuchswissenschaftler Arbeiten, die sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung, mit neuen Formen von Teilhabe bei Demenz und mit der Vielfalt des Lebens in institutionellen Wohnformen befassen. Sie fragen zum Beispiel danach, welche Bildungspotenziale durch neue Technologien angeregt werden. Auch der Austausch mit sozialen und emotionalen Robotern ist Gegenstand von Forschung – ebenso werden veränderte Geschlechtsrollenverständnisse, kulturelle Teilhabe bei kognitiven Erkrankungen und die Erhaltung von Einwilligungsfähigkeit in medizinische Maßnahmen bei Menschen mit Demenz unter die wissenschaftliche Lupe genommen.

Wie wird Altern in der Zukunft aussehen?

So lautet die Leitfrage der Veranstaltung. In den Beiträgen „der Jungen“ über „die Alten“ sollen keine „trockenen Ergebnisse“ berichtet werden; vielmehr geht es um offene Fragen und Forschungsthesen – und eine lebhafte Diskussion. Prominenter Teilnehmer ist der frühere SPD-Chef, Minister und Vizekanzler Franz Müntefering, der derzeit Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) ist.

Anmeldung und Information: Friedrich Wolf (M. A.), Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung (FFIA), Campus Westend, PEG-Gebäude, Raum 4. G166, Telefon +49 (0)69 798 36393, E-Mail: Fr.Wolf@em.uni-frankfurt.de

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 mit privaten Mitteln überwiegend jüdischer Stifter gegründet, hat sie seitdem Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein hohes Maß an Selbstverantwortung. Heute ist sie eine der zehn drittmittelstärksten und drei größten Universitäten Deutschlands mit drei Exzellenzclustern in Medizin, Lebenswissenschaften sowie Geisteswissenschaften. Zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Mainz ist sie Partner der länderübergreifenden strategischen Universitätsallianz Rhein-Main.

Flyer Infoveranstaltung katholische Hochschule Freiburg

Wissenschaftliche Weiterbildung

Altern in Sozialraum und Quartier

Kommunale Beratung und Vernetzung

Informationsveranstaltung

 
Mittwoch, 21.02.2018, 16:00 – 17:30 Uhr Flyer Infoveranstaltung katholische Hochschule Freiburg
16:00 – 16:15 Uhr
Ankommen und Begrüßung
16:15 – 16:30 Uhr
Vorstellung Weiterbildung und Verbundmaster-Konzept
16:30 – 17:00 Uhr
Kurzvortrag: Altern in Sozialraum und Quartier – Methoden und Konzepte
17:00 – 17:30 Uhr
Möglichkeit zum Austausch und zur individuellen Beratung
Wo?
Katholische Hochschule Freiburg
Karlstraße 63, 79104 Freiburg
Gebäude 3, Raum 3203
Anmeldung
Bis  15. Februar 2018 an
Fyler Wissenschaftliche Weierbildung

Die Berufsbegleitende Wissenschaftliche Weiterbildung ist praxisorientiert und theoriebasiert zugleich. Sie orientiert auf das berufliche Zukunftsfeld Alter(n), das im Kontext des
demografischen Wandels eine wachsende Bedeutung erhält. Kommunen und Verbänden wächst dabei immer stärker die Aufgabe zu, gelingendes Altern im gewohnten Umfeld zu ermöglichen und dafür geeignete Strukturen zu schaffen. Ein gutes Miteinander der Generationen und der Einbezug vieler Akteure sind hierfür bedeutungsvoll. Unter dieser Prämisse werden in der sozialräumlich orientierten Weiterbildung folgende

Themen und Inhalte vermittelt:

» Stärkung intergenerationeller Solidarität in den Wohnquartieren
» Schaffung quartiersbezogener Strukturen für gelingendes Altern und zur Stärkung der Lebensqualität älterer und alter Menschen
» Einbindung älterer und alter Menschen als aktive Mitgestalter(innen) im lokalen  Gemeinwesen
» Aufbau und Unterstützung von nachbarschaftlichen Unterstützungsstrukturen
– Möglichkeiten und Grenzen
» Bedarfserhebung und Gestaltung von zielgruppenspezifischen Beratungsangeboten
» Schaffung von Netzwerken für ein gelingendes Altern im Sozialraum
» Ansätze von Case- und Care-Management unter Einbezug von Ressourcen im Sozialraum und von freiwilligem Engagement
» Lobbyarbeit, Sozialplanung und Beratung von kommunalen und politischen Gremien im demografischen Wandel

Zielgruppe

Die Weiterbildung richtet sich an berufserfahrene Multiplikator(inn)en bzw. Mitarbeiter(innen) in Schlüsselfunktionen mit Lehr-, Beratungs- oder Leitungsaufgaben aus allen Fachdisziplinen, die sich mit einer älter werdenden Bevölkerung auseinandersetzen sowie an Mitarbeiter(innen) in koordinierender, planender sowie sozialraumbezogener Funktion in Kommunen und Verbänden.

Zugangsvoraussetzungen

» Mindestens zweijährige Berufserfahrung
» Lehr-, Planungs-, Beratungs-, Referententätigkeit oder Leitungs- oder Multiplikatorenfunktion (z. B. Leitung von Teams, Einrichtungen oder Abteilungen)
» Für die Teilnahme an der Wissenschaftlichen Weiterbildung ist kein erster berufs-qualifizierender Hochschulabschluss erforderlich*
» Gern kann sich bei uns auch erkundigen, wer als Quereinsteiger in der beruflichen Seniorenarbeit berufliche Neuorientierung sucht oder/und berufliche Expertise mitbringt, die sich in der oben genannten Auflistung nicht wiederfindet.

Zeitlicher Rahmen

Dauer: September 2018 – Januar 2020 (3 Semester)
Anzahl der Blockveranstaltungen: insgesamt 12 Blockveranstaltungen
mit jeweils 3 Tagen (Do, Fr, Sa à 8 UE/Tag) über 3 Semester

Informationsveranstaltung

 
Mittwoch, 21.02.2018, 16:00 – 17:30 Uhr
16:00 – 16:15 Uhr
Ankommen und Begrüßung
16:15 – 16:30 Uhr
Vorstellung Weiterbildung und
Verbundmaster-Konzept
16:30 – 17:00 Uhr
Kurzvortrag: Altern in Sozialraum und
Quartier – Methoden und Konzepte
17:00 – 17:30 Uhr
Möglichkeit zum Austausch und
zur individuellen Beratung
Wo?
Katholische Hochschule Freiburg
Karlstraße 63, 79104 Freiburg
Gebäude 3, Raum 3203
Anmeldung
Bis  15. Februar 2018 an
marion.mueller@kh-freiburg.de

Altern in der Literatur

Tagung des Freiburger Arbeitskreises Literatur und Psychoanalyse am 29. und 30.01.2016

image_miniAltern ist aktuell: Lange Zeit hat sich die Psychoanalyse auf die Entwicklung in der Kindheit konzentriert, doch mittlerweile sind das Alter und der Prozess des Alterns ein wichtiges Thema geworden. Auch in der Literaturwissenschaft ist das Altern in allen Epochen verankert. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei der Schwerpunkt Demenz ein. Mit der Tagung „Altern“ will der „Freiburger Arbeitskreis Literatur und Psychoanalyse“ der Albert-Ludwigs-Universität eine Bestandsaufnahme der psychoanalytischen und der literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit dem Thema vornehmen und diese zusammenführen.

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