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Gütersloh, 8. März 2018. Steigende Lebenserwartung und sinkende Geburtenraten: Die Deutschen sehen die Folgen dieses sogenannten demographischen Wandels mit Skepsis: Fast zwei Drittel (65 Prozent) verbinden damit vor allem Risiken. Nicht mal jeder Zehnte (8 Prozent) sieht darin Chancen für Deutschland. Auslöser dafür sind vor allem Sorgen um den Wohlstand und die Lebensqualität zum Lebensabend: Altersarmut, erhöhte Lebensarbeitszeiten und steigende Rentenbeiträge stehen bei den Deutschen ganz oben auf der Sorgenliste. Gleichzeitig zeigt sich: Immer mehr Menschen sind bereit, im Alter länger zu arbeiten. Die Motive dafür hängen allerdings von Einkommen und Bildungsgrad ab. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Bevölkerungsumfrage der Bertelsmann Stiftung. Dafür hat das Institut für Demoskopie Allensbach 1.400 Personen ab 16 Jahren zum Thema demographischer Wandel befragt.

Grafik_Umfrage-Demographischer-Wandel_Gesundheitliche-Gruende-gegen-Arbeiten-im-Alter"Die Umfrage zeigt deutlich, dass die Bürger den demographischen Wandel als einschneidenden Trend wahrnehmen, von dem sie starke Folgen für die Zukunft Deutschlands erwarten", kommentiert André Schleiter, Studienleiter und Experte für Demographie bei der Bertelsmann Stiftung. Diese Folgen schätzen die meisten eher negativ ein: Seit 2014 hat sich die Zahl der Menschen erhöht, die den demographischen Wandel eher als Risiko für Deutschland wahrnehmen (2014: 55 Prozent; 2017: 65 Prozent). Gleichzeitig sehen immer weniger Bürger den Wandel als Chance (2014: 11 Prozent; 2017: 8 Prozent). Als erwartete Folgen des demographischen Wandels nennen die Deutschen besonders häufig: steigende Altersarmut (83 Prozent), einen späteren Renteneintritt (80 Prozent) und steigende Rentenversicherungsbeiträge (77 Prozent).

Trend: Akzeptanz für längere Lebensarbeitszeit steigt

Die Experten der Stiftung erkennen in der Umfrage aber auch eine wachsende Bereitschaft der Bevölkerung, sich mit längeren Lebensarbeitszeiten anzufreunden. Während zur Jahrtausendwende noch mehr als die Hälfte der berufstätigen Befragten (2002: 52 Prozent) früher als gesetzlich vorgesehen in den Ruhestand gehen wollte, hat sich ihr Anteil auf aktuell 25 Prozent mehr als halbiert. Dagegen hat sich die Anzahl der Berufstätigen, die über die Ruhestandsgrenze hinaus arbeiten wollen, im selben Zeitraum verdoppelt (2002: 5 Prozent, 2017: 12 Prozent). "Die Mehrheit der Befragten kann sich noch nicht mit einer Heraufsetzung des gesetzlichen Renteneintrittsalters anfreunden, aber ein Trend zur Akzeptanz eines längeren Berufslebens ist deutlich erkennbar", erklärt André Schleiter. Dabei sind die Beweggründe für eine längere Erwerbstätigkeit von der sozioökonomischen Situation der Befragten abhängig: Je höher Qualifikationsniveau und Haushaltseinkommen, desto eher spielen Motive wie "Freude an der Arbeit" und „Kontakt mit Menschen“ eine Rolle. Je niedriger Einkommen und Qualifikationsniveau, desto eher sehen die Befragten längeres Arbeiten als finanzielle Notwendigkeit und weniger als sinnstiftende Chance. Grafik_Umfrage-Demographischer-Wandel_Beweggruende-fuers-Arbeiten-im-Alter

Regelungen für Ruhestand sollten soziale Ungleichheiten nicht zementieren

André Schleiter, Projektleitung Um den unterschiedlichen Lebensläufen und Anforderungen an den Ruhestand gerecht zu werden, empfehlen die Stiftungsexperten für die Organisation des Übergangs in den Ruhestand möglichst passgenaue Lösungen: "Für die Gestaltung des Altersübergangs sind starre Regelungen fehl am Platz, weil sie den unterschiedlichen Lebenslagen in der Bevölkerung nicht gerecht werden. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass durch Einheitslösungen soziale Ungleichheiten weiter verstärkt werden", mahnt André Schleiter. Denn wer ohnehin schon in prekären Jobs arbeite, wenig verdiene oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten könne, werde durch pauschale Rentenregelungen noch weiter abgehängt. "Die Politik muss bei Reformen mit Bezug zum demographischen Wandel die sozialen Folgen sorgfältig im Blick behalten", fordert Schleiter.

Zusatzinformationen

Das Institut für Demoskopie Allensbach interviewte im Auftrag der Bertelsmann Stiftung für diese Repräsentativbefragung insgesamt 1.454 Personen der deutschen Wohnbevölkerung ab 16 Jahren zu ihren Einschätzungen zum demographischen Wandel. Die Erhebung wurde zwischen dem 7. und 19. Oktober 2017 durchgeführt.

Die "Alten" bleiben immer länger jung

Ruhestand war früher

Aktivität, Mobilität, Kreativität ist heute

Die berufliche Arbeit geht zur Neige, aber der Akku ist noch in vollem Gang.

Was denn, jetzt schon aufhören?

Die Partnerin / der Partner ist schon zuhause – der / die andere ist noch berufstätig.

65 ist das neue 55!

So bezeichnen Demografen die aktuelle Entwicklung.

Sich selbst umgestalten, neue Ziele setzen, die freie Zeit genießen – “Auszeit” für immer!?

Zu diesen Themen übers Älter-werden möchten wir Sie ein-laden. Anhand von modularen Übungen, die für die Teilnehmer kognitive, emotionale, physische, psychische und kreative Herausforderungen bedeuten können, gestalten wir einen Tag, der zur Selbstreflexion einlädt.

Sie haben gerade an diesem Wochenende keine Zeit?

Wie wäre es mit einem ganz persönlichen Coaching?

Für weitere Auskünfte hierzu wenden Sie sich bitte direkt an

Herrn Hinken Tel.: 0761 23 655

mail@hans-hinken.de

Leitung:

Ria und Hans Hinken
Ria und Hans Hinken

 

Ria Hinken, Presse & Marketing

http://www.alterskompetenz.de

Hans-Josef Hinken, Coach & Trainer,

www.hans-hinken.de

 

Infos - 19. April 2015 VHS Freiburg, Kursnummer: 151107643151107643

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme !

 

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Endlich ist es soweit, die Rente rückt immer näher. Machen, was man schon immer machen wollte?

Und dann ist der Tag X plötzlich da. Wie aus heiterem Himmel. Was, jetzt schon?

Viele Männer bereiten sich auf das Leben nach dem Berufsleben nicht wirklich gut vor. Es wird bis zur letzten Minute verdrängt. Und dann sind sie von einem auf den anderen Tag auf sich selbst gestellt. Alleine mit sich zu Hause.

Für die Partnerinnen dieser Männer fängt hier oft eine schwierige Zeit an. Ganz besonders dann, wenn sie selbst noch einige Jahre bis zur Rente vor sich haben.

Nicht jeder findet Erfüllung darin, ständig nach neuen Kreuzfahrtangeboten zu suchen, die zwar kurzfristig Abwechslung bringen, aber das Problem nicht wirklich lösen.

Es ist schon hart, wenn man das Gefühl hat, dass man nicht mehr gebraucht wird. Die Identifikation mit dem Beruf war zu groß, um von einem auf den anderen Tag ohne jegliche Vorbereitung ein sinnvolles Dasein führen zu können.

So paradox es klingen mag - Ruhestand will gelernt sein!

Einige Frauen haben mir berichtet, dass ihre Männer sich ohne jede Vorwarnung für Hausarbeit interessiert haben.

Angelika D., Anwältin erzählte mir, dass ihr Mann anfing die Wäsche zu bügeln, obwohl er das noch nie vorher gemacht hatte. Allerdings reichte es dann nur für die Geschirrhandtücher, die vorher nie gebügelt worden waren.

Und Franziska F., Ärztin wurde von ihrem Mann mit frisch geschmierten Buttenstullen sorgfältig in eine Tupperdose verpackt beglückt, obwohl sie in den letzten 25 Jahren nicht ein einziges Mal Butterbrote mit in die Praxis genommen hatte.

Je verantwortungsvoller der Job war, desto härter ist der Wechsel. Manche Männer versuchen sich dann, mit einer freiberuflichen Beratertätigkeit das Gefühl von Macht und Wichtigkeit zu erhalten. Oft zu Dumpingpreisen. Das macht sie bei den aktiv im Berufsleben stehenden Mitbewerbern nicht gerade beliebt. Wer finanziell abgesichert ist, könnte sich auch ehrenamtlich betätigen oder ein eigenes Projekt anschieben.

Es erfordert Mut, sich auf die neue Lebenssituation einzulassen! Einlassen und Loslassen, das sind die Herausforderungen, denen sich die Betroffenen stellen sollten, um auch weiterhin ein erfülltes Leben führen zu können.

Altersdepression ist die häufigste psychische Erkrankung im Alter. 10 bis 15 % der Ruheständler leiden daran.

Die Fähigkeit loszulassen ist eine Kunst, die man rechtzeitig trainieren kann, um sie im Bedarfsfall zur Verfügung zu haben. Das geht allerdings nicht von heute auf morgen. Leider lässt sich der „Schalter“ nicht so leicht umlegen.

Was kann FRAU tun, um die herannahende „Katastrophe“ zu verhindern – vor allem, wenn der Partner auf stur stellt?

Eine Patentlösung dafür gibt es nicht. Daher kommen nach und nach immer mehr Unternehmen und Trainer zu dem Schluss, dass es hier Angebote braucht, die für die zunehmende Zahl von „Rentenanwärtern“ Hilfestellung geben. Das neue Zauberwort heißt „Alterskompetenz“.

Im Internet gibt es bereits die ersten Blogs und Social Media Accounts dazu.

Einige Volkshochschulen bieten Workshops an. Männer aus dem Management wird man dort allerdings kaum finden.

Ein Team aus ehemaligen Managern und aktiven Trainern und Trainerinnen entwickeln aktuell ein Konzept, das sich an Führungskräfte und deren Frauen richtet. Mitte Oktober 2014 soll es der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Man darf gespannt sein, ob die Zielgruppe „angehende Ruheständler“ das Angebot annehmen wird.

 

Am 212 März 2014 (ein Samstag) von 10.00 bis 17.00 Uhr findet unser erstes ‪Seminar‬ zum Thema

"Mit 65 ist noch lange nicht Schluss - gut vorbereitet in die ‪Rente‬ gehen"

in Freiburg statt. Teilnehmen können Paare und Einzelpersonen. Soblad die Ausschreibung erstellt ist, veröffentlichen wir diese hier auf unserem Blog.

Hier geht es zu einem Artikel, der sich auch mit dem Thema beschäftigt: http://alterskompetenz.info/52/hilfe-mein-mann-geht-in-rente/