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Männer machen weniger im Haushalt und als Belohnung sind sie gesünder, sagt eine Studie

Eine Forschungsgruppe des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in Bremen hat den Zusammenhang von Hausarbeit, Schlafdauer und Gesundheit bei älteren Menschen in Europa und den USA untersucht. Das Ergebnis: Ältere Frauen verbringen im Schnitt fast fünf Stunden pro Tag mit Hausarbeit, während ältere Männer mit nur drei Stunden zurückhaltender sind. Das bleibt offenbar nicht ohne Folgen für die Gesundheit: Die Senioren fühlen sich deutlich gesünder als die Seniorinnen.

Fast 21.000 Frauen und mehr als 15.000 Männer älter als 65 Jahre gaben im Rahmen von internationalen Zeitverwendungsstudien Auskunft über ihre täglichen Aktivitäten. Die Studienteilnehmerinnen und –teilnehmer aus Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und den USA sollten dabei einschätzen, wieviel Zeit sie am Tag mit unterschiedlichsten Tätigkeiten verbringen – darunter Hausarbeiten wie Putzen, Kochen, Gartenarbeiten und handwerklichen Tätigkeiten.

Deutliche Unterschiede bei der Art der Hausarbeit

„Bei der Auswertung zeigte sich ein deutliches Bild. Während die Frauen im Schnitt etwa fünf Stunden mit Hausarbeit verbrachten, hielten sich die Männer zurück. Sie arbeiteten im Schnitt nur drei Stunden im Haushalt“, sagt Nicholas Adjei, Doktorand in der Abteilung Prävention und Evaluation am BIPS und Erstautor der Studie. „Bei der Art der Hausarbeit gibt es deutliche Unterschiede. Frauen beschäftigen sich im Schnitt fast 220 Minuten täglich mit Kochen, Einkaufen und Putzen – Männer dagegen nur knapp 90 Minuten. Bei Gartenarbeiten und handwerklichen Tätigkeiten zeigt sich ein umgekehrtes Bild. Hier sind Männer fast 70 Minuten täglich aktiv, Frauen dagegen nur knapp 40 Minuten.“ Darüber hinaus zeigen sich deutliche Länderunterschiede – vor allem bei den älteren Männern. Während etwa Senioren in Italien nur 2,7 Stunden pro Tag Hausarbeit leisten, sind es bei deutschen Männern 4,2 Stunden.

Doch wie wirkt sich Hausarbeit auf die Gesundheit aus? „Hier zeigte sich ein interessantes Bild. Insgesamt scheint Hausarbeit sowohl bei Männern als auch bei Frauen mit einer besseren subjektiven Gesundheit einherzugehen“, sagt Nicholas Adjei. „Betrachten wir dies allerdings in Kombination mit der Schlafdauer, so zeigt sich für Frauen ein Optimum von ein bis drei Stunden Hausarbeit bei sieben bis acht Stunden Schlaf. Bei den Männern berichteten diejenigen die beste Gesundheit, die mit sechs Stunden oder mehr besonders aktiv im Haushalt waren – unabhängig von der Schlafdauer.“

Gleichmäßigere Verteilung aller Hausarbeiten auf Frau und Mann

Gründe für die unterschiedlichen Effekte lassen sich aus der Studie nicht sicher ableiten. „Möglicherweise spielt die Art der Aktivitäten eine große Rolle. Männer arbeiten viel im Garten, sind dabei körperlich sehr aktiv und unter freiem Himmel. Frauen dagegen sind zum Teil mit sehr repetitiven Tätigkeiten im Haus beschäftigt“, sagt Nicholas Adjei. „Eine gleichmäßigere Verteilung aller Hausarbeiten auf Frau und Mann könnte also durchaus sinnvoll und fair sein.“

Die Originalpublikation finden Sie hier:

https://bmcpublichealth.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12889-017-4979-z

Das BIPS – Gesundheitsforschung im Dienste des Menschen

Die Bevölkerung steht im Zentrum unserer Forschung. Als epidemiologisches Forschungsinstitut sehen wir unsere Aufgabe darin, Ursachen für Gesundheitsstörungen zu erkennen und neue Konzepte zur Vorbeugung von Krankheiten zu entwickeln. Unsere Forschung liefert Grundlagen für gesellschaftliche Entscheidungen. Sie klärt die Bevölkerung über Gesundheitsrisiken auf und trägt zu einer gesunden Lebensumwelt bei.

Das BIPS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, zu der 93 selbstständige Forschungseinrichtungen gehören. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 18.700 Personen, darunter 9.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,8 Milliarden Euro.

11 % der 65- bis 74-Jährigen sind erwerbstätig

Jede neunte Person zwischen 65 und 74 Jahren in Deutschland ging im Jahr 2016 einer Erwerbstätigkeit nach (11 %).

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus weiter mitteilt, waren das 942 000 der 8,3 Millionen Personen in diesem Alter. Vor zehn Jahren war der Anteil gerade einmal halb so hoch (5 %) gewesen. Seit 2012 wird die Grenze für die Regelaltersrente schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Am Ende des Berichtszeitraums 2016 galt eine Altersgrenze von 65 Jahren und 5 Monaten.

Unterschiedlich hoch waren die Anteile bei Männern und Frauen: 15 % der Männer zwischen 65 und 74 Jahren und 8 % der Frauen der gleichen Altersgruppe waren 2016 erwerbstätig. 2006 hatten diese Werte noch bei 7 % beziehungsweise 4 % gelegen.

Für rund 37 % der Erwerbstätigen zwischen 65 und 74 Jahren war die ausgeübte Tätigkeit die vorwiegende Quelle des Lebensunterhalts. Damit gab es 2016 in Deutschland 346 000 Personen, die im Rentenalter überwiegend vom eigenen Arbeitseinkommen lebten. Für die Mehrheit der Erwerbstätigen zwischen 65 und 74 Jahren war dieses Einkommen aber ein Zuverdienst, sie lebten in erster Linie von ihrer Rente (58 %). Jeweils 3 % lebten überwiegend entweder von Einkünften ihrer Angehörigen oder von sonstigen Einkünften wie etwa Einkommen aus Vermietung oder Verpachtung.

Nach Definition der International Labour Organization (ILO) ist erwerbstätig, wer in der betrachteten Berichtswoche einer mindestens einstündigen bezahlten, selbstständigen oder mithelfenden Arbeit nachgegangen ist.

65- bis 74-jährige Erwerbstätige nach überwiegendem Lebensunterhalt und Geschlecht in Deutschland – Ergebnisse des Mikrozensus 2016 und 2006 –

Quelle: Statistisches Bundesamt

So weiblich ist die Tech-Welt

Frauen sind in vielen US-Tech-Unternehmen eine Minderheit. Besonders deutlich ist das bei Microsoft: nur 26 Prozent der Angestellten des Software-Riesen sind weiblichen Geschlechts. Bei Tech-Jobs und in der Führungsetage sind es sogar nur jeweils 18 Prozent. Ähnlich sieht es auch bei anderen Top-Unternehmen der Branche, wie Facebook oder Apple, aus. Etwas ausgeglichener stellt sich die Geschlechterverteilung im Bereich eCommerce dar; bei eBay sind 43 Prozent der Angestellten Frauen, Amazon ist zu 39 Prozent weiblich.

Infografik: So weiblich ist die Tech-Welt | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

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Endlich ist es soweit, die Rente rückt immer näher. Machen, was man schon immer machen wollte?

Und dann ist der Tag X plötzlich da. Wie aus heiterem Himmel. Was, jetzt schon?

Viele Männer bereiten sich auf das Leben nach dem Berufsleben nicht wirklich gut vor. Es wird bis zur letzten Minute verdrängt. Und dann sind sie von einem auf den anderen Tag auf sich selbst gestellt. Alleine mit sich zu Hause.

Für die Partnerinnen dieser Männer fängt hier oft eine schwierige Zeit an. Ganz besonders dann, wenn sie selbst noch einige Jahre bis zur Rente vor sich haben.

Nicht jeder findet Erfüllung darin, ständig nach neuen Kreuzfahrtangeboten zu suchen, die zwar kurzfristig Abwechslung bringen, aber das Problem nicht wirklich lösen.

Es ist schon hart, wenn man das Gefühl hat, dass man nicht mehr gebraucht wird. Die Identifikation mit dem Beruf war zu groß, um von einem auf den anderen Tag ohne jegliche Vorbereitung ein sinnvolles Dasein führen zu können.

So paradox es klingen mag - Ruhestand will gelernt sein!

Einige Frauen haben mir berichtet, dass ihre Männer sich ohne jede Vorwarnung für Hausarbeit interessiert haben.

Angelika D., Anwältin erzählte mir, dass ihr Mann anfing die Wäsche zu bügeln, obwohl er das noch nie vorher gemacht hatte. Allerdings reichte es dann nur für die Geschirrhandtücher, die vorher nie gebügelt worden waren.

Und Franziska F., Ärztin wurde von ihrem Mann mit frisch geschmierten Buttenstullen sorgfältig in eine Tupperdose verpackt beglückt, obwohl sie in den letzten 25 Jahren nicht ein einziges Mal Butterbrote mit in die Praxis genommen hatte.

Je verantwortungsvoller der Job war, desto härter ist der Wechsel. Manche Männer versuchen sich dann, mit einer freiberuflichen Beratertätigkeit das Gefühl von Macht und Wichtigkeit zu erhalten. Oft zu Dumpingpreisen. Das macht sie bei den aktiv im Berufsleben stehenden Mitbewerbern nicht gerade beliebt. Wer finanziell abgesichert ist, könnte sich auch ehrenamtlich betätigen oder ein eigenes Projekt anschieben.

Es erfordert Mut, sich auf die neue Lebenssituation einzulassen! Einlassen und Loslassen, das sind die Herausforderungen, denen sich die Betroffenen stellen sollten, um auch weiterhin ein erfülltes Leben führen zu können.

Altersdepression ist die häufigste psychische Erkrankung im Alter. 10 bis 15 % der Ruheständler leiden daran.

Die Fähigkeit loszulassen ist eine Kunst, die man rechtzeitig trainieren kann, um sie im Bedarfsfall zur Verfügung zu haben. Das geht allerdings nicht von heute auf morgen. Leider lässt sich der „Schalter“ nicht so leicht umlegen.

Was kann FRAU tun, um die herannahende „Katastrophe“ zu verhindern – vor allem, wenn der Partner auf stur stellt?

Eine Patentlösung dafür gibt es nicht. Daher kommen nach und nach immer mehr Unternehmen und Trainer zu dem Schluss, dass es hier Angebote braucht, die für die zunehmende Zahl von „Rentenanwärtern“ Hilfestellung geben. Das neue Zauberwort heißt „Alterskompetenz“.

Im Internet gibt es bereits die ersten Blogs und Social Media Accounts dazu.

Einige Volkshochschulen bieten Workshops an. Männer aus dem Management wird man dort allerdings kaum finden.

Ein Team aus ehemaligen Managern und aktiven Trainern und Trainerinnen entwickeln aktuell ein Konzept, das sich an Führungskräfte und deren Frauen richtet. Mitte Oktober 2014 soll es der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Man darf gespannt sein, ob die Zielgruppe „angehende Ruheständler“ das Angebot annehmen wird.

 

Interviepartnerinnen für folgendes Thema gesucht:

"Mein Mann geht in den nächsten 15 Monaten oder ging in den letzten 12 Monaten in Rente."

Die Interviews werden nicht für Marketingzwecke gemacht. Es handelt sich um ein Buchprojekt. Interessierte Frauen aus Berlin (dort bin ich vom 24. bis 28.08.14), Freiburg und Umgebung (gerne auch Basel) bitte melden.

Danach soll es mit Münster und München weitergehen. Weitere Städte werden folgen.

Bitte melden sie sich bei *Ria Hinken, e-mail(at)alterskompetenz.info

*www.konzepte-online.de