Archiv der Kategorie: Digitalisierung

Achtung: Schadhafte SPAM-Mails im Namen mehrerer Bundesbehörden

Zuletzt warnte das BSI die Bundesverwaltung am 17. Dezember 2019 mit einer Cyber-Sicherheitswarnung vor Emotet.

Derzeit werden vermehrt Spam-Mails mit schädlichem Anhang oder Links im Namen mehrerer Bundesbehörden verschickt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ruft zu besonderer Vorsicht auf und warnt vor dem Öffnen dieser E-Mails und Links. Dem BSI sind in den vergangenen Tagen mehrere bestätigte Emotet-Infektionen in Behörden der Bundesverwaltung gemeldet worden. Dazu kommen weitere Verdachtsfälle. Das BSI steht mit den betroffenen Behörden in engem Kontakt. Dabei handelt es sich um Erstinfektionen, die dazu führen, dass weitere Spam-Mails im Namen der Betroffenen verschickt werden. Zu einer Schadauswirkung in den Behörden ist es bislang nicht gekommen, da die Infektionen isoliert und bereinigt werden konnten.

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Ausbilder im digitalen Wandel

Immer mehr Unternehmen widmen sich intensiv der Digitalisierung der Ausbildung. Um Auszubildende fit für die digital geprägte Arbeitswelt zu machen, bedarf es entsprechend qualifizierter Ausbilder.

Rund jedes zweite ausbildende Unternehmen sieht hier Bedarf, Ausbilder bei digitalen Fachkompetenzen und Lernmethoden weiterzubilden. Hier setzt ein neues Netzwerk-Projekt, gefördert durch das Bundesbildungsministerium, an.

Da könnten wir auch helfen! Ria Hinken war eine der ersten Ausbilderinnen, die auch Datenverarbeitungskaufleute (mit Sondergenehmigung der IHK) ausbilden durfte. Das ist jetzt ziemlich lange her. Aktuelle digitale Fachkompetenzen und Lehrmethoden-Know-how sind selbstverständlich vorhanden, um auch Ausbilder auszubilden.

In der dualen Ausbildung werden immer mehr Kompetenzen, die im digitalen Wandel wichtiger werden, vermittelt. So vermitteln 72 Prozent der Unternehmen Auszubildenden den Umgang mit berufsspezifischer Software, 62 Prozent wie über digitale Kanäle angemessen kommuniziert wird und 59 Prozent Kenntnisse zum Thema Datensicherheit. Weniger intensiv wird in der Ausbildung bisher vermittelt, wie digitale Anlagen oder Maschinen zu bedienen sind (36 Prozent), wie Probleme im Umgang mit digitalen Tools gelöst (28 Prozent) oder einfache digitale Anwendungen erstellt werden (23 Prozent).

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Freiburg auf dem Weg ins digitale Zeitalter

Bildungskonferenz und Fachtag am 6./7. November

Welche Wege geht Freiburg, um die digitale Bildung zu entwickeln und sich zukunftsfähig aufzustellen? Diese Frage beleuchten eine Bildungskonferenz am Mittwoch, 6. November, und ein anschließender Fachtag am Donnerstag,

  1. November. Das Freiburger Bildungsmanagement lädt
    interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich zur Teilnahme
    ein. Im Fokus steht an beiden Tagen das Thema „Urbanes
    Lernen. Morgen. Freiburg auf dem Weg ins digitale Zeitalter“.

Die Bildungskonferenz findet am Mittwoch, 6. November, von 18 bis 21 Uhr im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses, Münsterplatz 24, statt. Der Abend widmet sich der Frage, wie es gelingt, dass Bürgerinnen und Bürger die Digitalisierung selbstbestimmt mitgestalten. Anja Wagner, Gründerin der digitalen Bildungsagentur Frolleinflow, eröffnet die Konferenz mit einem Vortrag über den digitalen Wandel und Bildung im kommunalen Kontext. Anschließend diskutiert sie das Thema mit Dejan Mihajlovic (Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung), der Professorin Juliane Besters-Dilger (Universität Freiburg), Hermann Maier (Amt für Schule und
Bildung, Stadt Freiburg), Sonja Sobotta (Erwachsenenbildung E+F Beziehung leben) sowie Bernd Mutter (Amt für Digitales und IT, Stadt Freiburg).

Screenshot der Homepage Urbanes Lernen

„Generationenübergreifendes Lernen“

Am Donnerstag, 7. November, folgt dann von 13.30 bis 18.30 Uhr der Fachtag im Forum Merzhausen, Dorfstraße 1. Dabei geht es um Fragen wie: Was verbirgt sich hinter Begriffen wie virtueller Realität, e-Sport, Immersion oder merge cube? Wie kann die digitale Bildung in Kitas, Schulen aber auch in Kultur und Wirtschaft gelingen? Und wie könnte eine urbane Lernplattform aussehen? Nach einem Impulsvortrag laden Expertinnen und Experten dazu ein, verschiedene Ideen- und Gestaltungsräume zu besuchen. Dort können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Konzepte, aber auch konkrete Projekte zur Digitalisierung kennenlernen, diskutieren und ergänzen. Daneben bieten Erlebnisräume die Möglichkeit, neueste digitale Entwicklungen auszuprobieren: Vom
Eintauchen in virtuelle Realitäten bis hin zum 3D-Scanner ist Einiges geboten. „Generationenübergreifendes Lernen“ ist das Thema von Ria Hinken, Alterskompetenz https://www.urbanes-lernen.de/ria-hinken/

Die Teilnahme an den Terminen ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis Mittwoch, 30. Oktober, online möglich unter www.urbanes-lernen.de (ganz runter scrollen). Dort erfolgt zuerst die Anmeldung für den Fachtag, anschließend gibt es die Möglichkeit, sich auch für die Bildungskonferenz
anzumelden. Wer sich nur für die Bildungskonferenz anmelden möchte, bitte folgenden Link verwenden:
https://fritz.freiburg.de/web/asb_fbm/bildungskonferenz2019

Wegen fehlender Parkplätze raten die Veranstalter, für die Anfahrt zu beiden Terminen das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen (Historisches Kaufhaus: alle Straßenbahnlinien, Forum Merzhausen: Straßenbahn Linie 3 und Bus Linie 7208).

Digitale Teilhabe älterer Offliner braucht mehr als Tabletkurse

Bis zu acht Millionen der über 70-Jährigen in Deutschland waren noch nie im Internet.

Das Foto zeigt verschiedene Apps, die man auf dme Smartphone oder Tablet nutzen kann

Damit sie nicht „digital abgehängt“ werden, sollen ihnen nötige Kompetenzen vor allem durch Tablet- und Smartphone-Kurse vermittelt werden. Das reicht nicht, sagt Informatikprofessor Herbert Kubicek vom Institut für Informationsmanagement (ifib) an der Universität Bremen. Er zieht in einer Studie das Fazit, dass es mehr als Kurse braucht, um die digitale Teilhabe von Seniorinnen und Senioren zu erreichen.

Es ist sicherlich lobenswert, dass Prof. Kubicek dazu auffordert, älteren Menschen mehr als nur Smartphone- und Tabletkurse anzubieten. Allerdings muss man dabei beachten, dass es kein ausreichendes Angebot an qualifizierten – vor allem seriösen – Wissensvermittler*innen gibt, die in der Lage sind, Hausbesuche zu machen. Die wenigen, die es gibt, sind der sprichwörtliche „Tropfen auf den heißen Stein“.

Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung droht den „digitalen Offlinern“ im Seniorenalter eine Reduzierung ihrer sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Teilhabe. „Das bringt das Risiko einer digitalen Spaltung der Bevölkerung mit sich – auf Kosten der Seniorinnen und Senioren“, so Informatikprofessor Herbert Kubicek. „Unsere aktuelle Studie hat ergeben, dass die momentan favorisierten Tablet- und Smartphoneschulungen nicht ausreichen werden, um die digitale Teilhabe der Älteren tatsächlich zu erreichen.“

Kubicek hatte bereits vor zwei Jahren mit Barbara Lippa in einem Projekt der Stiftung Digitale Chancen und Telefonica Deutschland rund 300 ältere Menschen interviewt. Sie hatten über über Seniorentreffs und ähnliche Einrichtungen acht Wochen einen Tablet-PC ausgeliehen und über ein wöchentliches Betreuungsangebot probiert, was es Nützliches für sie im Internet gibt. Die meisten fanden etwas: Sie intensivierten per E-Mail oder WhatsApp den Kontakt mit Kindern und Enkeln, frischten mit Suchmaschinen ihr Wissen auf oder suchten Orte aus ihrer Kindheit auf, schauten sich Filme an oder spielten auf dem Tablet.

Digitalassistenz kommt nach Hause

Doch ein Teil der älteren Offliner ist nicht in der Lage, solche Begegnungsstätten aufzusuchen. In einem Bremer Projekt im Rahmen der Initiative „Herbsthelfer – Bremer Verbund für Seniorendienste“ des Senators für Finanzen wurde daher ergänzend eine aufsuchende Digitalassistenz angeboten. Ältere Menschen, die bereits Hilfe in der Haushaltsführung über eines der Bremer Dienstleistungszentren in Anspruch nehmen, konnten für drei Monate ein Tablet ausleihen und mit Unterstützung durch Digitalassistenten zu Hause probieren, was sie damit Nützliches machen können.

Anschließend wurden 13 Teilnehmende interviewt. Bis auf eine Ausnahme wollten alle das Tablet weiter nutzen. „Aber alle zwölf Männer und Frauen zwischen 71 und 87 Jahren, die überwiegend alleine leben, haben gesagt, dass sie weiter Unterstützung benötigen. Denn sie geraten immer wieder in Situationen, in denen sie sich alleine nicht helfen können“, so Herbert Kubicek. Er schätzt, dass dies auf rund zwei Millionen älterer Offliner zutrifft, und fordert für sie eine dauerhafte aufsuchende Digitalassistenz im Rahmen der Altenhilfe.

Sozialhilfe und Pflegekassen in der Pflicht

Private Dienstleister bieten solche Hausbesuche für 30 Euro pro Stunde an. Im Rahmen der organisierten Nachbarschaftshilfe in Bremen werden nur 8,50 Euro die Stunde berechnet. Neun von zwölf Älteren können und wollen das bezahlen. Die anderen drei könnten sich dies von ihrem Einkommen aus Grundsicherung nicht leisten und über das Pflegegeld auch nicht abrechnen. Kubicek sieht unter anderem Sozialhilfe und Pflegekassen in der Pflicht: „Es kann doch nicht sein, dass man als Empfänger von Pflegeleistungen Kosten erstattet bekommt, wenn man zu einem Amt oder einem Arzt begleitet wird – aber nicht, wenn jemand nach Hause kommt und Formulare mit den Betroffenen online ausfüllt oder sie in eine Videosprechstunde einwählt, obwohl dies weniger Zeit erfordert und daher wirtschaftlicher ist.“

Der Bremer Informatikprofessor hat die Ergebnisse seiner Studie und die Schlussfolgerungen Anfang September 2019 vor der Kommission für den Achten Altersbericht der Bundesregierung präsentiert und ist dort auf großes Interesse gestoßen.

In Freiburg gibt es sogar kostenlose Angebote.

TECHTIDE soll Leit-Event für digitalen Wandel werden

Nach der CeBit nun die TECHTIDE

TECHTIDE 2019 (3. und 4. Dezember, Hannover): Wirtschaftsministerium lädt zur Digitalkonferenz

Hannover. Am 3. Dezember 2019 ist es soweit: Dann findet erstmals die Digitalkonferenz TECHTIDE im Convention Center auf dem Messegelände in Hannover statt. Zwei Tage soll die Konferenz Treffpunkt für Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik sein, um die unternehmerischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung zu diskutieren und die handelnden Personen miteinander zu vernetzen. Angesprochen sind Unternehmen aller Branchen, insbesondere Startups und Mittelstand, Bildung, Wissenschaft und Forschung, Politik und Verwaltung sowie NGOs, Vereine, Stiftungen, Initiativen und Kirchen aus Niedersachsen, den angrenzenden Bundesländern sowie den nordeuropäischen Nachbarstaaten.

TECHTIDE (3. und 4. Dezember 2019, Hannover)
TECHTIDE (3. und 4. Dezember 2019, Hannover)

Der niedersächsische Wirtschafts- und Digitalisierungsminister Dr. Bernd Althusmann will die TECHTIDE zu einem Leit-Event der digitalen Transformation in Niedersachsen machen: „Die TECHTIDE soll der Ort sein, an dem Expertinnen und Experten alle Denkschubladen verlassen und einen konstruktiven und kreativen Blick auf die Herausforderungen der Digitalisierung werfen“, sagt Althusmann und ergänzt: „Den digitalen Wandel müssen wir wollen, aber auch können. Deshalb ist neben einer flächendeckenden digitalen Infrastruktur die digitale Kompetenz aller Menschen der Schlüsselfaktor für eine gute digitale Perspektive des ganzen Landes“. Das Land investiert mehr als eine Milliarde Euro für die Umsetzung des Masterplan Digitalstrategie.

In Vorbereitung der TECHTIDE hat ein Expertenkreis 71 –­­ teils provokante – Thesen zur Digitalisierung aufgestellt. Daraus entstand die Konferenz-Agenda mit zehn Themenblöcken wie Automatisierung und Industrie, Zukunft der Arbeit, Bildung und Gesundheit, Nachhaltigkeit und Digitalisierung, Cybersicherheit und Datenschutz sowie Künstliche Intelligenz.

„Wir freuen uns, als Mitveranstalter der TECHTIDE bei der Umsetzung der Digitalstrategie des Landes Niedersachsen aktiv mit unserem Netzwerk und unserer Veranstaltungsexpertise mitwirken zu können“, ergänzt Dr. Andreas Gruchow, Vorstand der Deutschen Messe AG. „Die neue Veranstaltung zeigt auf, wie sich unser Leben und Arbeiten in den nächsten Jahren verändern wird und wie Unternehmen, Hochschulen, aber auch Bürgerinnen und Bürger von der Digitalisierung profitieren können.“

Neben der Konferenz bietet die TECHTIDE auch eine begleitende Ausstellung. Dort präsentieren die „Digitalen Orte Niedersachsen“ beispielgebende digitale Lösungen aus ganz unterschiedlichen Anwendungsbereichen. Sprecher und Aussteller der TECHTIDE sind führende Köpfe aus Unternehmen der Digital Economy und Anwenderfirmen, aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie Startups unterschiedlicher Branchen.

Die TECHTIDE beginnt mit der TECHTIDE NIGHT am Dienstag, 3. Dezember von 18 bis 22 Uhr. Die TECHTIDE Konferenz findet am Mittwoch, 4. Dezember von 10 bis 18.30 Uhr statt.

Aktuelle Informationen rund um die TECHTIDE finden Sie unter www.techtide.de.

Auf Einladung des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums diskutieren zahlreiche Expertinnen und Experten mit Unternehmen, Forschungsinstitutionen, Landesinitiativen, Kommunen und Bürgern die Entwicklung der digitalen Transformation und wie sie gemeinsam gestaltet werden kann.

Permanent Record – Das Buch von Edward Snowden

Ankündigung – eine Rezension folgt

Edward Snowden, Permanent Record,
Edward Snowden riskierte alles, um das System der Massenüberwachung durch die US-Regierung aufzudecken. Jetzt erzählt er seine Geschichte. »Mein Name ist Edward Snowden. Sie halten dieses Buch in Händen, weil ich etwas getan habe, das für einen Mann in meiner Position sehr gefährlich ist: Ich habe beschlossen, die Wahrheit zu sagen.« Mit 29 Jahren schockiert Edward Snowden die Welt: Als Datenspezialist und Geheimnisträger für NSA und CIA deckt er auf, dass die US-Regierung heimlich das Ziel verfolgt, jeden Anruf, jede SMS und jede E-Mail zu überwachen. Das Ergebnis wäre ein nie dagewesenes System der Massenüberwachung, mit dem das Privatleben jeder einzelnen Person auf der Welt durchleuchtet werden kann. Edward Snowden trifft eine folgenschwere Entscheidung: Er macht die geheimen Pläne öffentlich. Damit gibt er sein ganzes bisheriges Leben auf. Er weiß, dass er seine Familie, sein Heimatland und die Frau, die er liebt, vielleicht nie wiedersehen wird. Ein junger Mann, der im Netz aufgewachsen ist. Der zum Spion wird, zum Whistleblower und schließlich zum Gewissen des Internets. Jetzt erzählt Edward Snowden seine Geschichte selbst. Dieses Buch bringt den wichtigsten Konflikt unserer Zeit auf den Punkt: Was akzeptieren wir – und wo müssen wir anfangen Widerstand zu leisten?

Erschienen bei Fischer (ET 17-09-19), ISBN 978-3-10-491167-0

Gefahr übers Telefon

Forscher des Fraunhofer SIT finden gravierende Sicherheitslücken in VoIP-Telefonen

Hacker können auch über Telefongeräte an sensible Daten und Dienste gelangen: Die meisten Unternehmen nutzen VoIP-Telefone, die ins Firmennetzwerk eingebunden sind. Sicherheitsforscher des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt haben in diesen VoIP-Telefonen insgesamt 40 teils gravierende Schwachstellen gefunden. Angreifer können über diese Lücken Gespräche abhören, das Telefon außer Betrieb setzen oder sich über Schwachstellen im Gerät weiteren Zugriff auf das Firmennetzwerk verschaffen. Die Hersteller der VoIP-Telefone haben die Schwachstellen mittlerweile geschlossen. Nutzern wird dringend empfohlen, die entsprechenden Updates der Geräte-Firmware einzuspielen. Weitere technische Details zu den Schwachstellen finden sich unter www.sit.fraunhofer.de/cve. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen haben die Forscher auf der DEFCON vorgestellt, eine der weltweit größten Hackerkonferenzen.

Die Sicherheitsexperten des Fraunhofer SIT haben insgesamt 33 VoIP-Telefongeräte von 25 verschiedenen Herstellern auf Lücken und Schwachstellen geprüft. Dafür haben sie die webbasierten Benutzeroberflächen der Geräte untersucht, über die Administratoren die Telefone konfigurieren können. Von den Ergebnissen waren selbst die Sicherheitsexperten überrascht: „Wir hatten nicht erwartet, dass wir so viele derart kritische Lücken finden, da diese Geräte schon lange auf dem Markt sind und sie dementsprechend getestet und sicher sein müssten“, erklärt Stephan Huber, einer der an der Untersuchung beteiligten Forscher.

Eine Schwachstellenart war so schwerwiegend, dass es den Sicherheitsforschern gelungen ist, die komplette administrative Kontrolle über das VoIP-Telefon zu erlangen. „Das ist ein Sicherheitstotalausfall“, sagt Fraunhofer SIT-Wissenschaftler Philipp Roskosch, der ebenfalls an der Untersuchung beteiligt war. Hierüber könnten Angreifer auch andere Geräte manipulieren, die sich im selben Netzwerk befinden, wie weitere VoIP-Telefone, Rechner oder auch Produktionsmaschinen. Dieser Angriff war bei sieben Geräten möglich. Ein weiteres Angriffsszenario war eine Denial-of-Service-Attacke, die die VoIP-Telefone außer Gefecht setzt. Dies ist beispielsweise für Kundenhotlines, etwas von Banken oder Versicherungen, geschäftsschädigend.

Die Sicherheitsforscher haben alle Hersteller der untersuchten VoIP-Telefone über die gefundenen Schwachstellen informiert; diese haben alle reagiert und die Lücken geschlossen. Die Fraunhofer SIT-Experten raten deshalb allen Nutzern, die eigenen Geräte aktuell zu halten und auf Updates für die Geräte-Firmware zu achten. Weitere technische Details zu den untersuchten VoIP-Telefonen und den gefundenen Lücken finden sich im Internet auf www.sit.fraunhofer.de/cve .

Sicher vernetzt – mit 60plus am Donnerstag 26.9. | 19 Uhr | STUDIO FREIBURG | SCHLOSSBERGSAAL

#GenerationLochkarte trifft Digitalisierung

Welche Bilder kann ich gefahrlos über Whatsapp verschicken? Wie finde ich bei Facebook alte Schulfreunde? Warum ist ein Smart-Home vielleicht doch nicht nur praktisch? Und was passiert mit meinen Daten? 

©SWR

Die Freiburgerin Ria Hinken – 66 Jahre, Netzwerkerin, Social-Media-Expertin und Altersspezialistin – weiß es. Lange hat sie im IT-Bereich gearbeitet. Heute hält sie Vorträge über die Gefahren beim sorglosen Umgang mit Daten, gibt Seminare zu Themen wie „Hilfe! Mein Mann geht in Rente!“ und coacht Menschen bei ihrer Vorbereitung auf den Ruhestand.

In Freiburg leitet sie das Projekt Alterskompetenz.info. Da informiert sie zum Beispiel über anderes Wohnen im Alter oder Einkommen in späten Lebensphasen und sie hilft der „Generation Lochkarte“, sich im Dschungel der Digitalisierung zurechtzufinden.

An all ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und auch an kleinen Anekdoten zum Schmunzeln lässt sie uns teilhaben: Präzise, freundlich und humorvoll. Und: Fragen dürfen Sie alles!

SWR-Redakteurin Dinah Steinbrink im Gespräch mit Ria Hinken

Eintritt frei.

Anmeldung erbeten unter studio.freiburg@swr.de

Ausschnitte aus dem Gespräch werden gesendet am
SO, 29.09. in SWR4 Baden-Württemberg Radio Südbaden
SA, 05.10. von 14.05 – 15 Uhr in SWR Aktuell

SO, 06.10. von 10.03 – 11 Uhr in SWR Aktuell

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/SWR-Studio-Freiburg-Schossbergsaal-Sicher-vernetzt-mit-60-Generation-Lochkarte-trifft-Digitalisierung,veranstaltung-sicher-vernetzt-mit-60-plus-102.html

Transparenz-Café

Offene Daten
Offene Daten sind Daten, die von jedermann frei verwendet, nachgenutzt und verbreitet werden können. Eine wichtige Quelle sind die öffentlichen Verwaltungen. Mit „Open Government“ soll Verwaltung transparenter und nachvollziehbarer gemacht werden, die Bürgerschaft soll angehört und beteiligt werden. Ein wesentlicher Baustein zu diesem Ziel ist das Transparenzportal der Stadt Karlsruhe, die zentrale Anlaufstelle für von der Verwaltung veröffentlichte Daten und Dokumente.

Transparenz.Café
Das Transparenzportal richtet sich in erster Linie an interessierte Spezialisten, die mit den Daten Projekte verwirklichen wollen, welche dann auch für die Allgemeinheit interessant sein können. Mit dem Konzept »Transparenz Café« will das OK Lab Karlsruhe das Wissen über offene Daten und ihre Nutzung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Mit einer Reihe von Veranstaltungen wollen wir Anregungen geben, sich mit den Daten des Transparenzportals in zwangloser »Café«-Atmosphäre zu befassen.

OK Lab
Das OK Lab Karlsruhe ist Teil der »CodeFor« Initiative des
Open Knowledge Foundation Deutschland e.V (OKF). Schwerpunkt
der Aktivitäten im OK Lab Karlsruhe ist es, die Teilhabemöglichkeiten der BürgerInnen am Leben in ihrer Stadt zu verbessern
und damit die demokratischen Strukturen insgesamt zu stärken. Wesentliche Themen sind Information über und Nutzung von offenen Daten der öffentlichen Verwaltungen, sowie generell Aspekte digitalen Lebens wie Algorithmen, Daten und Elektronik.
Wir treffen uns regelmäßig ca. 14-tägig und freuen uns immer
über interessierte oder neugierige Menschen. Es ist keine
Mitgliedschaft notwendig.
https://www.meetup.com/de-DE/OK-Lab-Karlsruhe/

Veranstaltungen
Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir über die offenen
Daten informieren und interaktiv herausfinden, welche Fragestellungen
sich damit beantworten lassen. Stelle deine eigenen Fragen an die Daten!
Alle Termine und Anmeldemöglichkeiten zu Datenspiel & Stadtideen
Datenlabor: Einführung Datenlabor: Workshop
Daten&Codes: Workshop, Feinstaubsensoren: Workshop
Offene Daten aus dem All für Alle
finden sich hier: https://transparenz.cafe
Termine
SA 10.08. 11-14h Datenlabor: Workshop
DI 13.08. 17-18h Datenspiel & Stadtideen
DO 15.08. 16.30-18h Datenlabor: Einführung
SA 17.08. 11-14h Daten & Codes
DI 20.08. 17-18h Datenspiel & Stadtideen
DO 22.08. 16.30-18h Datenlabor: Einführung
SO 25.08. 14-16h, 16-18h Feinstaubsensor-Workshop
DI 27.08. 17-18h Datenspiel & Stadtideen
MI 28.08. 15-18h Offene Daten aus dem All für Alle
DO 29.08. 16.30-18h Datenlabor: Einführung
SA 31.08. 11-14h Datenlabor: Workshop
SA 31.08. 15-18h Offene Daten aus dem All für Alle
SO 01.09. 14-16h, 16-18h Feinstaubsensor-Workshop
DI 03.09. 17-18h Datenspiel & Stadtideen
DI 12.09. 16.30-18h Datenlabor: Einführung
Info
Alle Veranstaltungen finden kostenlos und im Rahmen der
„Seasons of Media Arts“ statt, die von der Stadt Karlsruhe
und dem ZKM organisiert werden: sma.zkm.de

Anfragen zu den Angeboten des OK Lab Karlsruhe richten Sie
bitte an seasons@transparenz.cafe
Weitere Informationen finden Sie auf
https://codefor.de/karlsruhe/
Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.
Singerstr. 109, 10179 Berlin

Onlinebanking

Sehr sicher – aber unbequem

Tausende Verbraucher bekommen in diesen Tagen Nachricht von ihren Banken. Denn spätestens ab dem 14. September verschwindet das iTan-Verfahren und die Bankkunden müssen sich beim Onlinebanking an neue Verfahren gewöhnen. Die Zeitschrift Finanztest hat die Verfahren von 22 Kreditinstituten unter die Lupe genommen und die Preise für die Kunden ermittelt. Ihr Fazit: Die neuen Verfahren sind tatsächlich sicherer, für viele Kunden werden die elektronischen Zahlungen aber weniger bequem. Außerdem können zusätzliche Kosten entstehen.

Das iTan-Verfahren für das Onlinebanking entspricht nicht mehr den Sicherheitsanforderungen der Europäischen Union. Auch das SMS-Tan-Verfahren wird von einigen Banken wie der Postbank abgeschafft. Das Verfahren hat nur eine mittlere Sicherheit.

Die meisten Banken bieten mehrere sichere Online-Banking-Verfahren an. Derzeit am sichersten sind laut Finanztest die Verfahren mit Chip-Tan, BestSign und PhotoTan – jeweils mit Lesegerät – sowie QR-Tan und App-Tan für die eine App auf einem Smartphone nötig ist. Ohne diese Zusatzgeräte bzw. Apps gibt es keine „Zwei-Faktoren-Authentifizierung“, die elektronische Zahlungen sicherer macht. Diese Sicherheit gibt es aber nicht immer kostenlos: Für die Lesegeräte sind einmalig zwischen 9 und 35 Euro fällig, alternative Geräte mit weiterem Funktionsumfang können bis zu 160 Euro kosten.

Die Untersuchung Onlinebanking findet sich in der August-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/tan-verfahren.