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KunstZeit Führungen für Menschen mit Demenz in Münchner Museen und Kunsträumen. Wie kann Menschen mit Demenz ein barrierefreier Zugang zu Kunst ermöglicht werden? Wie können Besuche in Museen und Ausstellungsräumen und die Teilnahme an Führungen für Betroffene gestaltet werden?

Führungen für Menschen mit Demenz in Münchner Museen und Kunsträumen.

Plkakat KunstZeit

Wie kann Menschen mit Demenz ein barrierefreier Zugang zu Kunst ermöglicht werden? Wie können Besuche in Museen und Ausstellungsräumen und die Teilnahme an Führungen für Betroffene gestaltet werden?

Seit 2016 geht das Projekt KunstZeit diesen Fragen in der Praxis nach und bietet Menschen mit Demenz, ihren Angehörigen und Begleiterinnen wie Begleitern ein vielfältiges Führungsprogramm in den Münchner Museen und Ausstellungsorten Artothek, Bayerisches Nationalmuseum, Lenbachhaus, Museum Villa Stuck, Pinakothek der Moderne und Staatliches Museum Ägyptischer Kunst.

Auch dieses Jahr finden in den Wochen vor und nach dem Welt-Alzheimer-Tag am 21.September 2019 wieder Führungen und Fachveranstaltungen statt.

Die Führungen ermöglichen lebendige, sinnliche Zugänge zu ausgewählten Werken und Objekten. Annäherungen an Kunst erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei auf ganz unterschiedliche Weise: durch intuitives Entdecken oder Tasten, im gemeinsamen Gespräch oder in Rundgängen mit musikalischen wie künstlerisch-praktischen Akzenten. Die auf den jeweiligen Austragungsort abgestimmten Konzepte schaffen dabei den Rahmen für ein gemeinsames Kunsterleben der Betroffenen mit ihren Angehörigen und Begleitpersonen.

KunstZeit beruht auf einem gemeinsamen Konzept der Artothek, des Lenbachhauses, der Pinakothek der Moderne und des Museums Villa Stuck. Seit 2016 werden die KunstZeit-Veranstaltungen auch im Bayerischen Nationalmuseum und im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst München angeboten.

Programm

von KunstZeit – Führungen für Menschen mit Demenz, ihren Angehörigen und Begleitpersonen – im Zeitraum vom 17. - 27. September 2019

Die Führungen dauern inklusive eines kleinen Umtrunks ca. 90 Minuten und sind kostenfrei. Es fällt lediglich der Eintritt in das jeweilige Museum an, bzw. ist der Besuch in einigen Häusern kostenfrei.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich und erfolgt beim jeweiligen Ausstellungsort.

Dienstag, 17. September 2019, 10.30 Uhr

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München

KunstZeit – Führung für Menschen mit Demenz

Menschen, Tiere und ihre Umgebung in der Kunst des Blauen Reiter

Die Bilder des Blauen Reiter sind mit ihren kräftigen Farben und ihrer klaren Bildsprache sinnliche Werke, die zu einer Reise durch fantastische Welten von Tier und Mensch einladen.

Anmeldung: Martina Oberprantacher (Kunstvermittlung) Telefon: 089 233 320-28 Email: kunstvermittlung-lenbachhaus@muenchen.de

Samstag, 21.September 2019, 11.00 Uhr

Pinakothek der Moderne

KunstZeit – Führungen für Menschen mit Demenz

Die Kraft der Farbe

Zu diesem Rundgang durch die Pinakothek der Moderne laden wir nicht nur Betroffene, Familienmitglieder und Betreuende von Pflegeeinrichtungen ein, sondern alle Interessierten. Gemeinsam nehmen wir uns Zeit, den kräftigen Farben in den Bildern nachzuspüren. Kurze Geschichten und Assoziationen, aber auch Raum für stille Betrachtungen bringen uns die Werke näher.

Im Anschluss sprechen wir in einer Kaffee- und Teerunde über Methoden der Vermittlung im Umgang mit demenziellen Erkrankungen und lassen das Gesehene wirken.

Anmeldung: Christopher Förch (Kunstvermittlung), Telefon: 089 23805-198 Email: buchung@pinakothek.de

Samstag, 21. September 2019, 14 Uhr

Museum Villa Stuck

KunstZeit – Führung für Menschen mit Demenz

Ein außergewöhnliches Gesamtkunstwerk

„Wenn Orpheus sang, dann kamen die Tiere der Erde, die Vögel der Luft, die Fische im Wasser und lauschten“.

Der Künstler Franz von Stuck errichtete 1897/98 als junger Maler, Graphiker und Bildhauer seine beeindruckende Künstlervilla in München. Ein Rundgang mit musikalischen Akzenten durch die repräsentativen Wohnräume und das Künstleratelier ermöglicht einen lebendigen, sinnlichen Zugang.

Anmeldung: Johanna Berüter (Kunstvermittlung), Telefon: 089 544 441-29

Email: johanna.berueter@muenchen.de

Sonntag, 22. September 2019, 14.00 Uhr

Bayerisches Nationalmuseum

KunstZeit – Führung für Menschen mit Demenz

Ein Potpourri aus Blüten und Musik

Im Garten von Schloss Ismaning vergnügt sich eine fröhliche Gesellschaft und lauscht der Nachtigall des Zaren. Eine mit Blüten besetzte prunkvolle Porzellanvase führt den Sommer in seiner schönsten Pracht vor Augen. Mit begleitenden Materialien zum Tasten, Hören und Riechen können die Kunstwerke auf ganz individuelle Art erlebt werden.

Anmeldung: Dorothea Band (Kunstvermittlung)

Telefon: 089 211 24-216

Email: bay.nationalmuseum@bnm.mwn.de

Dienstag, 24. September, 2019, 11 Uhr

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst

KunstZeit – Führung für Menschen mit Demenz

Kunst und Zeit

Formen und Farben, Menschen und Götter, beeindruckende Kunstwerke aus 5000 Jahren Altägypten entdecken wir gemeinsam und nähern uns haptisch und sinnlich den Statuen an, die bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt haben.

Anmeldung: Roxane Bicker (Kulturvermittlung)

Telefon: 089 289 27-634

Email: buchungen@smaek.de

Freitag, 27.09.2019, 10.30 bis 12 Uhr

Artothek – städtischer Kunstverleih

Fachveranstaltung

ArtDay! Rot & Gelb & Blau = BUNT

Impulsvortrag und Praxiseinblick

Der Impulsvortrag gibt Einblicke in das Konzept und die Praxis des Programms „ArtDay! Rot & Gelb & Blau." Dieses bietet besondere Kunsterfahrungen für alte und hochaltrige Menschen mit kognitiven und mobilen Einschränkungen. Vor ausgewählten Originalen aus dem Kunstverleih ist ausreichend Zeit, eigene Gedanken, Gefühle und Erinnerungen einzubringen. Biografisches Erzählen und sinnenhafte Zugänge verbinden sich. Die Themen orientieren sich am Lauf der Jahreszeiten, musikalische Untermalung oder künstlerisch-praktische Akzente ergänzen das intuitive Entdecken.

Eine Veranstaltung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Museen, der inklusiven Kulturarbeit und Vermittlung sowie aus Einrichtungen und Initiativen für Betroffene. 

Referentinnen: Dagmar Bosch und Ruth Lobenhofer,

Einritt frei. Anmeldung bis 21.9.2019: Stephanie Lyakine-Schönweitz (Kunstvermittlung Artothek) Telefon: 089 233 216-84

Email: kunstvermittlung@muenchen.de

Darüber hinaus können bei allen beteiligten Museen und Ausstellungsorten während des ganzen Jahres Termine für Gruppen gebucht werden. Eine Anmeldung ist über die genannten Buchungsstellen möglich.

Kunst Kultur Wissen - Erlebnis Kunstareal München

www.kunstareal.de als die Landing-Page von BayernWLAN im Kunstareal.

Als Schulterschluss in und um die Pinakotheken bietet BayernWLAN seit dem 16. April die Kunstareal Website www.kunstareal.de als umfassende und die Institutionen verbindende direkte Landing-Page. Diese empfängt, informiert und begleitet Besucherinnen und Besucher im und durch das Kunstareal.

Von hier aus kann sich jeder über alle Institutionen im Kunstareal und das jeweilige aktuelle Programm informieren und den Besuch direkt vor Ort planen und gestalten.

BayernWLAN erweitert kontinuierlich die Anzahl der Indoor- und Outdoor-Access-Points im gesamten Kunstareal.

Weiterhin wurde im November 2017 durch den Stadtrat der Landeshauptstadt München beschlossen, den städtischen Service M-WLAN um 20 weitere Outdoor Standorte im Stadtgebiet auszubauen. Vor diesem Hintergrund wird aktuell geprüft, welche Standorte auch im Kunstareal mit M-WLAN erschlossen werden können.

Die Geschäftsstelle Kunstareal München ist regelmäßig im Gespräch mit allen Beteiligten, die im Kunstareal freies WLAN zur Verfügung stellen, um schnellstmöglich eine umfassende und flächendeckende WLAN-Nutzung zur besseren Orientierung der Besucher im Kunstareal zu ermöglichen.

Paul Klee - Konstruktion des Geheimnisses

Erstmals widmen die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen dem Werk Paul Klees mit „Konstruktion des Geheimnisses“ eine große Sonderausstellung, die rund 150 Werke umfasst. Im Mittelpunkt stehen Klees produktive Bauhaus-Zeit sowie die Konflikte der Moderne in den 1920er-Jahren. Die Ausstellung zeigt Klee als „denkenden Künstler“, der in seinen Bildern systematisch die Grenzen des Rationalen auslotet und hin zum Geheimnisvollen und Rätselhaften überschreitet.

Aus bedeutenden öffentlichen und privaten Klee-Sammlungen in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan konnten 130 Leihgaben für diese ausschließlich in München präsentierte Ausstellung gewonnen werden. Dazu zählen selten oder seit Jahrzehnten nicht in Deutschland gezeigte Werke Klees. Der umfangreiche Münchner Bestand, zu dem Meisterwerke wie „Der Vollmond“ (1919), „Wachstum der Nachtpflanzen“ (1922), „Abenteurer-Schiff“ (1927) und „Das Licht und Etliches“ (1931) gehören, ist der Ausgangspunkt von „Konstruktion des Geheimnisses“.

Im Zentrum der Ausstellung stehen die 1920er-Jahre, in denen Klee einer der prägenden Meister am Staatlichen Bauhaus ist. „Konstruktion des Geheimnisses“ zeichnet nach, wie Klee sich in Weimar und Dessau produktiv mit den neuen Herausforderungen einer technisierten, rationalisierten Welt und deren Auswirkungen auf das künstlerische Schaffen auseinandersetzt. Statt der von den Direktoren Walter Gropius und Hannes Meyer geforderten engen Verbindung zwischen Kunst und Technik betont Klee die Bedeutung von Spiel, Intuition und Genie, und fordert in einem Text mit dem Titel „exakte versuche im bereich der kunst“ sogar zur „konstruktion des geheimnisses“ auf. Die Ausstellung führt vor Augen, wie Klee sich in seinem eigenen Werk dieser paradoxen Verknüpfung von Verstand und Mysterium widmet.

Auch am Bauhaus greift Klee dazu immer wieder auf Motive wie Berge, Gestirne, Leitern und Architekturen oder Konzepte wie den Aufstieg und das Schweben zurück. Ausgehend von Klees Selbstbildnissen verfolgt die Ausstellung diese Leitmotive und -ideen durch das gesamte Œuvre hinweg. Die stetigen Variationen und Entwicklungen von Klees Bildwelt zeigen die formale Konsequenz und Kontinuität seines künstlerischen Schaffens auf.

Die Ausstellung präsentiert Leihgaben aus dem Museum of Modern Art, New York, dem Centre Pompidou, Paris, dem National Museum of Modern Art, Tokyo, dem Norton Simon Museum, Pasadena (Kalifornien), dem Zentrum Paul Klee und der Klee-Nachlassverwaltung, Bern, dem Kunstmuseum Basel, dem Museum Berggruen, Berlin, der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, sowie zahlreichen weiteren Sammlungen. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine besondere, an die Architektur des Dessauer Meisterhauses angelehnte Ausstellungsszenografie.

Kurator: Dr. Oliver Kase

KATALOG

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein umfangreich bebilderter Katalog, der in einer deutschen und einer englischen Ausgabe erhältlich ist. Darin werfen Essays von Régine Bonnefoit, Christine Hopfengart, Wolfgang Kersten, Oliver Kase, Cathrin Klingsöhr-Leroy, Christoph Wagner, Stephen Watson und Gregor Wedekind einen neuen Blick auf Klees Schaffen.

Hirmer Verlag, 39,90 €, ca. 456 Seiten und 385 Abbildungen, hrsg. von Oliver Kase für die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.

KUNSTVERMITTLUNG

Neue Wege der digitalen Kunstvermittlung geht die App #ConstructKlee: sie ermöglicht, mit dem Smartphone über diverse „Klee-Filter“ und den Zugriff auf die Kamera den künstlerischen Prozess von Paul Klee nachzuerleben und eine eigene Bildwelt zu erschaffen. Über den Hashtag #ConstructKlee werden die gespeicherten Bilder mit einem Klick in den sozialen Netzwerken geteilt.

Ein Audioguide führt in einem Rundgang von 40 ausgewählten Werken durch die Ausstellung und erlaubt mit Originaltönen und Hintergrundinformationen der Ausstellungsmacher Blicke hinter die Kulissen (erhältlich am Informationstresen in der Pinakothek der Moderne, 4,50 €).

Kinder begeben sich mit der sogenannten „Zauberreise“ auf die Spuren von Paul Klee – einem liebevoll und aufwendig gestalteten Heft, das kostenlos erhältlich ist.

KOOPERATION UND SYMPOSIUM

„Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses“ findet in Kooperation mit dem Franz Marc Museum, Kochel am See statt. Dort werden parallel „Paul Klee. Landschaften“ (25. Februar–10. Juni 2018) ausgestellt. Im Dialog der beiden Ausstellungen wird die Spannweite von Klees Werk zwischen Abstraktion und Figuration, zwischen „Bildarchitektur“ und Landschaft greifbar: Während in München Klees Zeit als Bauhaus-Meister in den 1920er-Jahren und die urbanen Herausforderungen der Moderne im Mittelpunkt stehen, führen den Besucher in Kochel Klees Landschaften und Naturdarstellungen auf imaginäre Reisen.

Im Rahmen der Kooperation veranstalten die Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne und das Franz Marc Museum am 19. und 20. April 2018 ein zweitägiges internationales Symposium in München und Kochel am See. Klee-Experten, Kuratoren und Kunsthändler werden Aspekte von Stadt und Land thematisieren und die internationale Popularität von Klees Œuvre bei Publikum und Sammlern – von Europa über die USA bis nach Asien – diskutieren.

Zusätzlich finden unter Paul Klees Motto „Eine kleine Reise ins Land der besseren Erkenntnis“ an drei Sonntagen während der Ausstellungsdauer Tagesausflüge zwischen München und Kochel am See statt.

GESPRÄCH

Mayen Beckmann und Alexander Klee werfen einen persönlichen Blick auf das Schaffen ihrer Großväter Max Beckmann und Paul Klee sowie ihr künstlerisches Erbe.

BEGLEITPROGRAMM

Neben einem umfassenden Führungsangebot und Filmmatineen stehen in München

ein Kochevent mit einem Fernsehkoch,

ein Sternwartenbesuch mit Apéro,

eine Party mit dem Blitz-Club,

ein Ballett in der Rotunde der Pinakothek der Moderne sowie

ein Konzert in der Hochschule für Musik und Theater auf dem Programm.

Weitere Informationen zum Programm: www.pinakothek.de/klee

 

Tender Roundelay – Pipilotti Rist’s Installation für das Sommernachtsfest am Sonntag, 17.9. in der Fondation Beyeler von 12.00 – 18.00 Uhr öffentlich

Für das diesjährige Sommernachtsfest hat die Fondation Beyeler die international bekannte Schweizer Künstlerin Pipilotti Rist eingeladen, ein Projekt zu realisieren. Tender Roundelay, eine monumentale Video- und Lichtinstallation, ist ein Fest der Sinne und wird am Sonntag, 17.9.2017 in Teilen auch öffentlich präsentiert. Das künstlerische Konzept von Pipilotti Rist für das Sommernachtsfest 2017 der Fondation Beyeler werden vom Rolls-Royce Art Programme unterstützt.

Die Fondation Beyeler verbindet mit der Schweizer Künstlerin Pipilotti Rist eine langjährige Freundschaft. Pipilotti Rist war mehrfach in thematischen Ausstellungen des Museums zu sehen, zuletzt 2007 in der viel beachteten Ausstellung „EROS in der Kunst der Moderne“. Mitte der 1980er und Anfang der 1990er Jahren erlang sie internationale Aufmerksamkeit mit den bekannten Einkanalvideos I’m Not The Girl Who Misses Much (1986) und Pickelporno (1992). Rist hat an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen, darunter zweimal an der Biennale von Venedig und ist heute eine der herausragenden Videokünstlerinnen weltweit. Derzeit arbeitet sie an ihrer grossen Einzelausstellung im Museum of Contemporary Art Australia, die am 1. November 2017 in Sydney eröffnet.

Pipilotti Rists künstlerisches Projekt für die diesjährige Sommernachtsgala wird ein wahres Fest der Sinne. Kaleidoskopartige Videoprojektionen lassen die Gäste und mit ihnen Tische, Teller, Stühle, Betten, Essen und Getränke mit Präzision in eine phantasievolle, sich ständig verändernde monumentale Lichtinstallation eintauchen. Aus ihrem unerschöpflichen Bildarchiv hat die Künstlerin eine vier Stunden dauernde Videocollage aus Motiven entwickelt, die Nahaufnahmen von Natur, des menschlichen Körpers und historischen Esssälen darstellen. Feinsinnig und sanft choreographiert Pipilotti Rist mit ihrer Arbeit Tender Roundelay den Abend. Eingeladen zum Sitzen, Essen, Konversieren, Stehen und Liegen werden die Gäste vom Licht in seinem ganzen möglichen Intensitäts- und Temperaturspektrum gestreichelt.

Seit 2011 findet das Sommernachtsfest der Fondation Beyeler im September statt. Jedes Jahr wird ein Künstler eingeladen, für diese Benefizgala ein künstlerisches Konzept zu entwickeln. Beginnend mit der Einladung, über die Inszenierung und Dramaturgie des Abends mit der Wahl des Dresscodes, dem Essen und der Musik, ist es für den Künstler eine ungewöhnliche Herausforderung. Nur selten sind Künstler aufgefordert, ein künstlerisches Konzept zu entwickeln, in dem Gäste essen, trinken und geniessen. Andersherum sind die Gäste selten Teil eines Kunstprojektes so wie am Abend der Sommernachtsgala.

Einzigartig in Europa ist das Sommernachtsfest ein einzigartiges Erlebnis für die Künstler und Gäste gleichermassen, es ist ein Hybrid aus Ausstellung und Event nur für die Dauer einer Nacht und eines Tages. Künstler wie Jennifer Rubell, Ernesto Neto, Tobias Rehberger, Marina Abramovic, Olafur Eliasson, und Maurizio Cattelan haben sich in den vergangenen Jahren mit dieser Aufgabe beschäftigt. Nach Marina Abramovic und Maurizio Cattelan ist die Installation nun zum dritten Mal öffentlich zugänglich.

Am Sonntag, 17.9.2017 ist die Installation Tender Roundelay von Pipilotti Rist für alle Museumsbesucher von 12.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Nur an diesem Tag besteht die Möglichkeit, diese Installation zu erleben. Dank der Partnerschaft mit Rolls-Royce ist es möglich, diese sehr aufwendige Installation von Pipilotti Rist nicht nur den Gästen des Sommernachtsfests sondern allen Museumsbesuchern mit einem „Public Picnic“ am Sonntag zugänglich zu machen.

Hauptpartner des Sommernachtsfests sind die UBS, Bayer, Rolls-Royce und accurART

Die Künstlerin umschreibt ihr Projekt mit diesen Worten: „Meine Arbeit Tender Roundelay – „Roundelay“ ist ein altes englisches Wort für Reigen – ist eine Forschungsreise und ein Experiment, wie und ob das bewegte elektronische Bild Menschen auch physisch verbinden kann, während es uns heutzutage oft vereinzelt oder eine Gruppe zwingt in dieselbe Richtung zu schauen. Diese Frage beschäftigt mich seit langer Zeit, während die Sonne unser grösster Projektor ist und unsere Augen blutbetriebene Kameras.”

Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler ist begeistert: „Die Arbeiten von Pipilotti Rist entführen in eine Wunderwelt Wunderbar ist auch die Zusammenarbeit mit ihr. Ich freue mich besonders, dass die wohl bekannteste Schweizer Künstlerin eine einzigartige und einmalige Installation geschaffen hat. Wir hoffen, dass diese Public Picknick mit Pipilotti viele Besucherinnen und Besucher verzaubert.“

Der Angstgegner sind wir!
Das Media Tech Start-up Juptr hat für Deutschland die größten Siegchancen zur EM errechnet

© Juptr GmbH
© Juptr GmbH

Düsseldorf, 1. Juli 2016 – In der heißen Phase der Europameisterschaft trifft das deutsche Team am Samstag auf den Angstgegner Italien. Dabei ist die Bilanz auf Seiten der Italiener: Noch nie wurde ein italienisches Team in einer Welt- oder Europameisterschaft von Deutschland besiegt. Die Statistik hingegen favorisiert Deutschland – wie das Prognose-Tool von Juptr mit einer Sentimentanalyse ermittelt hat.

Das Start-up Juptr bietet seinen Nutzern auf Juptr.io ein neuartiges Medienerlebnis: Die Plattform ermöglicht es seinen Usern, sich interessensbasiert Themen-Channel zusammenzustellen: Von Musik und Auto/Motorrad über Kunst und Kultur bis hin zu Politik und Wirtschaft stehen zahlreiche Channels zur Auswahl. User können diese Feeds weiter personalisieren – oder sich ganz nach ihren Interessen eigene Channels anlegen.

Der EM-Channel: der Newsfeed für alle Fußballfans

Pünktlich zur EM hat Juptr einen Themen-Channel zur Europameisterschaft 2016 gelauncht. Unter www.juptr.io/#home/@EM2016 finden Fußballs-Fans alles Wissenswerte rund um das Fußballgroßereignis. Doch nicht nur das: Im Channel erwartet die Fans außerdem der offizielle Juptr EM-Prognoserechner. Auf Grundlage einer ausgefeilten Media- und Internetsentimentanalyse analysiert das Tool die Siegwahrscheinlichkeit für alle verbleibenden Teams der Europameisterschaft. Dazu durchforstet es fortlaufend das Internet nach der Berichterstattung zur Fußball-EM.
Aktuell sieht das Prognose-Tool in Deutschland den heißesten Anwärter auf den begehrten Europapokal: Mit 24 Prozent liegt das deutsche Team bei der Siegprognose vorne. Auf Platz zwei: Frankreich (23,2 Prozent). Belgien und Portugal teilen sich den dritten Platz, beide mit einer Siegwahrscheinlichkeit von 17,4 Prozent. Abgeschlagen auf Platz fünf: Italien mit einer Siegprognose von nur 12,5 Prozent.
Doch die Siegwahrscheinlichkeit kann sich schnell ändern:  Werden neue Prognosen zu den Spielen veröffentlicht – also einem Team beispielsweise gute oder schlechte Siegchancen eingeräumt – dann hat diese Meldung Einfluss auf die statistische Siegwahrscheinlichkeit des Prognose-Rechners. Es gilt also: Verändern sich die Meldungen, verändert sich auch die Prognose – und nach jedem Tor werden die Siegchancen angepasst.

Neben dem EM-Channel gibt es übrigens auch einen spannenden Channel zu den  deutschen Spielerfrauen – mit den schönsten Nebengeschichten rund um die Europameisterschaft 2016 (online unter: http://www.juptr.io/#home/@Spielerfrauen).

Offizieller Launch im September 2016
Juptr ist im Mai 2016 in die Friendly-User-Phase gestartet. Bereits jetzt erwarten die Nutzer zahlreiche Themen-Channel. Fortlaufend werden neue Content-Quellen kuratiert oder von Usern selbst eingestellt.
Im September 2016 endet die Beta-Testphase mit dem offiziellen Launch von Juptr.io auf der DMEXCO 2016 in Köln.

Testen können Sie Juptr.io vorab unter www.juptr.io

Alles ist Landschaft! Das Werk von Jean Dubuffet ist Anfang 2016 in einer umfassenden Retrospektive in der Fondation Beyeler zu sehen

 Jean Dubuffet Mêle moments, 1976 Acryl auf Papier auf Leinwand aufgezogen, 248,9 x 360,7 cm Private Collection © 2015, ProLitteris, Zürich Foto: Courtesy Pace Gallery Druckbare Bildgrösse ca.: 20 x 30 cm

Jean Dubuffet
Mêle moments, 1976
Acryl auf Papier auf Leinwand aufgezogen, 248,9 x 360,7 cm
Private Collection
© 2015, ProLitteris, Zürich
Foto: Courtesy Pace Gallery
Druckbare Bildgrösse ca.:
20 x 30 cm

Riehen/Basel. Die Fondation Beyeler eröffnet das Jahr 2016 mit der ersten Retrospektive in der Schweiz im 21. Jahrhundert, die dem vielseitigen, fantasievollen und farbenfrohen Werk von Jean Dubuffet gewidmet ist. Die Ausstellung „Jean Dubuffet – Metamorphosen der Landschaft“ läuft vom 31. Januar bis zum 8. Mai 2016 und präsentiert über 100 Werke des französischen Malers und Bildhauers, der als Meister der Experimente in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Kunstszene neue Impulse verlieh. Unter den gezeigten Werken wird das spektakuläre Gesamtkunstwerk Coucou Bazar zu sehen sein, eine raumgreifende Installation mit teils animierten Kostümen.

Jean Dubuffet (1901–1985) gehört zu den prägenden Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Inspiriert von den Werken künstlerischer Aussenseiter, gelang es ihm, sich von überkommenen Traditionen zu befreien und die Kunst neu zu erfinden. Dubuffets Einfluss ist in der zeitgenössischen Kunst und Street Art noch zu spüren, beispielsweise bei David Hockney, Jean-Michel Basquiat oder Keith Haring.

Anhand von rund 100 Werken des überaus facettenreichen und vielschichtigen Schaffens präsentiert die Fondation Beyeler die erste grosse Retrospektive des Künstlers in der Schweiz im 21. Jahrhundert.

Dabei geht die Ausstellung von Dubuffets faszinierender Deutung von Landschaft aus, die sich bei ihm auch in Körper, Gesicht und Objekt verwandeln kann. In seinem Werk experimentiert der Künstler mit neuen Techniken und Materialien wie Sand, Schmetterlingsflügeln, Schwämmen und Schlacke, um daraus ein ganz eigenes und einzigartiges Bilduniversum zu schaffen.

Neben bedeutenden Gemälden und Skulpturen aus allen wichtigen Schaffensphasen des Künstlers zeigt die Ausstellung Dubuffets spektakuläres Gesamtkunstwerk Coucou Bazar, in dem Malerei, Skulptur, Theater, Tanz und Musik zusammenfinden.

Die Ausstellung zeigt Leihgaben aus wichtigen internationalen Museen und bedeutenden Privatsammlungen. Sie wird von der Fondation Dubuffet in Paris grosszügig unterstützt. Leihgeber sind  u.a. das MoMA und das Guggenheim in New York; das Centre Pompidou, die Fondation Louis Vuitton und das Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris in Paris; die National Gallery und das Hirshhorn Museum and Sculpture Garden in Washington; das Detroit Institute of Arts; das Moderna Museet in Stockholm; das Museum Ludwig in Köln; die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe; das Kunsthaus Zürich u.v.a.

Die Ausstellung „Jean Dubuffet – Metamorphosen der Landschaft” wird unterstützt durch:
Dr. Christoph M. und Sibylla M. Müller

SA 27.06. | 19.00 Uhr | Museum Brandhorst
ERÖFFNUNG. Yes!Yes!Yes! Warholmania in Munich

 

Andy Warhol (1928-1987), Cindy Johnson, 1984 © 2015 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc./ Artists Rights Society (ARS), New York
Andy Warhol (1928-1987), Cindy Johnson, 1984
© 2015 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc./
Artists Rights Society (ARS), New York

Präsentiert von Glenn O’Brien und Katja Eichinger
Eine Kooperation zwischen dem Museum Brandhorst und dem Filmfest München
Mit über 100 Werken bewahrt das Museum Brandhorst eine der weltweit bedeutendsten Warhol-Sammlungen, die im Rahmen von „Yes!Yes!Yes! Warholmania in Munich“ nun erstmalig im Ganzen gezeigt wird. Neben der umfangreichen Präsentation des malerischen Werks betont die Ausstellung mit Buchillustrationen, einer Filminstallation und Fernsehsendungen die überbordende Produktivität Warhols.
Das ehemalige „Factory“ Mitglied und erster „Interview“ Chefredakteur Glenn O’Brien und die Autorin Katja Eichinger präsentieren gemeinsam mit dem Filmfest München (25. Juni – 04. Juli 2015) in Zusammenarbeit mit dem Andy Warhol Museum Pittsburgh, USA eine weitreichende Hommage an Warhols filmisches Schaffen. Neben Regiearbeiten des Künstlers selbst wird in einer gesonderten Filmreihe Warhols Einfluss auf Filmemacher wie Sofia Coppola und Harmony Korine verdeutlicht. Die Hommage wird von Filmgesprächen begleitet.

Begleitprogramm zur Ausstellung

SO 28.06. | 15.30 Uhr | Pinakothek der Moderne
GLENN O’BRIEN MEETS… Warhol Superstars Jane Holzer, John Cale und John Giorno
„Lights! Camera! Nothing!" beschreibt für Glenn O'Brien das Reality Cinema von Andy Warhol. Im Gespräch mit damaligen Superstars erforscht er Warhols radikale Dekonstruktion des traditionellen Kinos und seine visionäre Schaffenskraft als Filmemacher in der New Yorker Underground Szene der 60er und 70er Jahre.
 
SO 28.06. | 18.00 und 20.00 Uhr | Museum Brandhorst
A NO MAN SHOW. An Evening with Andy Warhol
Theaterperformance von United Puppets
Kein Künstler hat auf der Schnittstelle von Kunst, Selbstdarstellung, Medialisierung und Konsum so viele gesellschaftliche Entwicklungen antizipiert, mitgeprägt und genutzt wie Andy Warhol. In ihrem Theaterprojekt „A NO MAN SHOW. An Evening with Andy Warhol" blickt die Theatertruppe United Puppets aus heutiger Perspektive zurück auf das „Prinzip“ Andy Warhol. Ausgangspunkt des Theaterabends ist ein unrealisiertes Broadway-Theaterstück Warhols, in dem er von einem hyperrealistisch animierten Roboter vertreten werden sollte: die Reproduktion der eigenen Person als Transzendenz seines seriellen Konzepts - gemäß seinem Motto „I want to be a machine".

DI 07.07. | 18.30 Uhr | Museum Brandhorst
FACE VALUE. Vortrag von Douglas Crimp
Der Kunsthistoriker, Kurator und Aktivist Douglas Crimp gilt als einer der einflussreichsten Intellektuellen der Gegenwart. Mit seiner legendären „Pictures“-Ausstellung im Artists Space in New York 1977 definierte er das Schaffen einer ganzen Künstlergeneration. Er ist der Autor von „Our Kind of Movie. The Films of Andy Warhol“, ein Standardwerk zu den Filmen Warhols. In seinem Vortrag spricht er über die 1963-64 entstandenen Stummfilme „Haircut“, „Blow Job“ und „Maria Banana“.

Die Kunst des Wanderns

Auch das gab es beim Photowalk zu sehen ©Ria Hinken
Auch das gab es beim Photowalk zu sehen ©Ria Hinken

Eines der Highlights beim 1. Bad Reichenhaller Kreativ-Wochenende im Oktober war der Photowalk mit Fotokünstlerin Kirsten Johannsen, Dozentin der Kunstakademie. Nach der Gondelfahrt auf den Predigtstuhl und einem Mittagessen im Restaurant der Bergstation ermutigte Johannsen die Teilnehmer zu einer Entdeckungsreise mit der Digital-Kamera. Langsam und
bewusst wandernd, erlebten die Teilnehmer das räumliche Wechselspiel von
Höhe und Tiefe, Nähe und Ferne. Dabei schärften sie ihre Wahrnehmung für
das Romantisch-Schöne und das Bedrohlich-Erhabene in der Natur.

Musik auf dem 1614 m hohen Predigtstuhl  ©Ria Hinken
Musik auf dem 1614 m hohen Predigtstuhl ©Ria Hinken

Dabei stattete sie die Frauen und Männer mit einem Notizblock und einem postkartengroßen „Bilderrahmen“ aus Pappe aus. Dieser half bei der kurzen Wanderung zur Alm Schlegelmulde mit verschiedenen Bildausschnitten aus der alpinen Landschaft zu spielen. Während manche Teilnehmer auf Details wie Bäume oder Baumrinde achteten, nahmen andere markante Felsen und Berggipfel in den
Fokus, der sich im Gehen natürlich ständig verschob. Auf dem Block wurden die Erfahrungen unmittelbar in Worten notiert. Die gefundenen Bildausschnitte wurden mit der Kamera festgehalten und konnten mit der Künstlerin besprochen werden.
Kirsten Johannsen wird 2015 zwei Kurse an der Kunstakademie Bad Reichenhall
anbieten: Der erste beschäftigt sich vom 4. bis 9. Mai 2015 mit der Kunst des
Wanderns und fotografischen Strategien im Raum. Der zweite hat vom 31. August
bis 5. September den Fotofilm zum Thema. Hierbei entwickeln die Teilnehmer
künstlerische Ideen und verwerten als Ausgangsmaterial vorhandene und neu
hergestellte Fotografien.
Kirsten Johannsen (Jahrgang 1957) promovierte an der Universität Plymouth über
künstlerische Praktiken in extremen Umgebungen, lehrt an verschiedenen
Universitäten und arbeitet als bildende Künstlerin in Berlin.
Dieser Kurs ist natürlich nicht nur für Menschen über 60 zu empfehlen. Viel Spaß hatten auch die jungen Leute beim Photowalk im Oktober 2014 in Bad Reichenhall.