Springe zum Inhalt

In Vorbereitung der TECHTIDE hat ein Expertenkreis 71 –­­ teils provokante – Thesen zur Digitalisierung aufgestellt. Daraus entstand die Konferenz-Agenda mit zehn Themenblöcken wie Automatisierung und Industrie, Zukunft der Arbeit, Bildung und Gesundheit, Nachhaltigkeit und Digitalisierung, Cybersicherheit und Datenschutz sowie Künstliche Intelligenz.

Nach der CeBit nun die TECHTIDE

TECHTIDE 2019 (3. und 4. Dezember, Hannover): Wirtschaftsministerium lädt zur Digitalkonferenz

Hannover. Am 3. Dezember 2019 ist es soweit: Dann findet erstmals die Digitalkonferenz TECHTIDE im Convention Center auf dem Messegelände in Hannover statt. Zwei Tage soll die Konferenz Treffpunkt für Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik sein, um die unternehmerischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung zu diskutieren und die handelnden Personen miteinander zu vernetzen. Angesprochen sind Unternehmen aller Branchen, insbesondere Startups und Mittelstand, Bildung, Wissenschaft und Forschung, Politik und Verwaltung sowie NGOs, Vereine, Stiftungen, Initiativen und Kirchen aus Niedersachsen, den angrenzenden Bundesländern sowie den nordeuropäischen Nachbarstaaten.

TECHTIDE (3. und 4. Dezember 2019, Hannover)
TECHTIDE (3. und 4. Dezember 2019, Hannover)

Der niedersächsische Wirtschafts- und Digitalisierungsminister Dr. Bernd Althusmann will die TECHTIDE zu einem Leit-Event der digitalen Transformation in Niedersachsen machen: „Die TECHTIDE soll der Ort sein, an dem Expertinnen und Experten alle Denkschubladen verlassen und einen konstruktiven und kreativen Blick auf die Herausforderungen der Digitalisierung werfen“, sagt Althusmann und ergänzt: „Den digitalen Wandel müssen wir wollen, aber auch können. Deshalb ist neben einer flächendeckenden digitalen Infrastruktur die digitale Kompetenz aller Menschen der Schlüsselfaktor für eine gute digitale Perspektive des ganzen Landes“. Das Land investiert mehr als eine Milliarde Euro für die Umsetzung des Masterplan Digitalstrategie.

In Vorbereitung der TECHTIDE hat ein Expertenkreis 71 –­­ teils provokante – Thesen zur Digitalisierung aufgestellt. Daraus entstand die Konferenz-Agenda mit zehn Themenblöcken wie Automatisierung und Industrie, Zukunft der Arbeit, Bildung und Gesundheit, Nachhaltigkeit und Digitalisierung, Cybersicherheit und Datenschutz sowie Künstliche Intelligenz.

„Wir freuen uns, als Mitveranstalter der TECHTIDE bei der Umsetzung der Digitalstrategie des Landes Niedersachsen aktiv mit unserem Netzwerk und unserer Veranstaltungsexpertise mitwirken zu können“, ergänzt Dr. Andreas Gruchow, Vorstand der Deutschen Messe AG. „Die neue Veranstaltung zeigt auf, wie sich unser Leben und Arbeiten in den nächsten Jahren verändern wird und wie Unternehmen, Hochschulen, aber auch Bürgerinnen und Bürger von der Digitalisierung profitieren können.“

Neben der Konferenz bietet die TECHTIDE auch eine begleitende Ausstellung. Dort präsentieren die „Digitalen Orte Niedersachsen“ beispielgebende digitale Lösungen aus ganz unterschiedlichen Anwendungsbereichen. Sprecher und Aussteller der TECHTIDE sind führende Köpfe aus Unternehmen der Digital Economy und Anwenderfirmen, aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie Startups unterschiedlicher Branchen.

Die TECHTIDE beginnt mit der TECHTIDE NIGHT am Dienstag, 3. Dezember von 18 bis 22 Uhr. Die TECHTIDE Konferenz findet am Mittwoch, 4. Dezember von 10 bis 18.30 Uhr statt.

Aktuelle Informationen rund um die TECHTIDE finden Sie unter www.techtide.de.

Auf Einladung des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums diskutieren zahlreiche Expertinnen und Experten mit Unternehmen, Forschungsinstitutionen, Landesinitiativen, Kommunen und Bürgern die Entwicklung der digitalen Transformation und wie sie gemeinsam gestaltet werden kann.

Der Weihnachtsbaum: Lichterglänzend und geschmückt verleiht er jedem Raum eine weihnachtliche Stimmung. Doch Weihnachtsbaum ist nicht gleich Weihnachtsbaum. So wirft die Besteuerung von Christbäumen umsatzsteuerliche Fragen auf, welche jedes Jahr aufs Neue für ein Schmunzeln sorgen. Warum dies so ist, wie die Umsatzsteuer der Weihnachtsbäume geregelt wird und welche Rolle die Herkunft dabei spielt, erklärt Prof. Dr. Matthias Hiller, Professor für Rechnungswesen an der SRH Fernhochschule – The Mobile University.

Der Weihnachtsbaum und seine vier Steuersätze ©SRH Fernhochschule
Der Weihnachtsbaum und seine vier Steuersätze ©SRH Fernhochschule

„Im Grunde gibt es vier unterschiedliche Steuersätze für Christbäume, dies hängt vor allem vom jeweiligen Verkäufer und der Aufzuchtform der Bäume ab,“ weiß Prof. Hiller. Werden Weihnachtsbäume von Gewerbetreibenden, wie zum Beispiel Baumärkten oder Lebensmittelgeschäften, verkauft, gilt der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent. Ebenfalls mit sieben Prozent sind Weihnachtsbäume zu versteuern, die von einem land- bzw. forstwirtschaftlichen Betrieb verkauft werden. Dies geht jedoch nur, wenn der Betrieb gegenüber dem Finanzamt eine wirksame Optionserklärung abgegeben hat. 

Bei land- bzw. forstwirtschaftlichen Betrieben, die nicht optiert haben, wird bei der Umsatzsteuer nach freigeschlagenen Bäumen aus dem Wald oder nach Bäumen aus einer Sonderkultur unterschieden. Bei Weihnachtsbäumen aus Sonderkulturen außerhalb des Waldes handelt es sich nicht um Umsätze aus forstwirtschaftlichen Erzeugnissen, sondern um eigenständige landwirtschaftliche Umsätze. Somit erfolgt die Besteuerung mit einem Steuersatz von 10,7 Prozent. Hingegen werden Christbäume als forstwirtschaftliche Erzeugnisse angesehen, welche frei im Wald gefällt wurden und nicht aus einer Sonderkultur stammen. In diesem Fall gilt ein Steuersatz von 5,5 Prozent. Umsatzsteuerfrei ist der Verkauf von Weihnachtsbäumen durch sogenannte Kleinunternehmer. 

„Künstlich hergestellte Weihnachtsbäume hingegen sind nicht nur praktisch und über viele Jahre hinweg verwendbar, sondern auch die Umsatzsteuerfrage ist leicht beantwortet. Bei Plastikweihnachtsbäumen wird ein Regelsteuersatz von 19 Prozent angesetzt,“ so Prof. Hiller. Ebenfalls 19 Prozent werden fällig, wenn der Baum von einem Unternehmen beschafft wird, welches den Baum auch schmückt. 

Die anstehenden drei Weihnachtsfeiertage geben ausreichend Gelegenheit, sich über die Umsatzbesteuerung Ihres Weihnachtsbaumes zu unterhalten. Prof. Hillers Tipp zum Christbaumkauf: „Ein Blick auf die Rechnung lässt spannende Rückschlüsse auf die Herkunft des Baumes zu und bietet ganz sicher Gesprächsstoff für die Feststage.“ 

Digitalstrategen - Innovationsmanager und Techies - diskutieren die Transformation Roadmaps 2027

Der am 21. November 2017 im Stuttgarter Carl-Zeiss-Planetarium stattfindende Kongress Enabling Transformation zeigt Führungskräften die Möglichkeiten für den Übergang aus der Theorie in die Praxis auf allen Ebenen des unternehmerischen Wandels auf. Deutschlands größtes Institut für Zukunftsforschung, der 2b AHEAD ThinkTank, führt CDOs, CTOs Innovationsmanager und Techies aus ganz Europa in den praxisorientierten Diskurs.

Leipzig, 10. August 2017. Wo andere Veranstaltungsformate nach theoretischen Abhandlungen einen Punkt setzen, eröffnet der Enabling Transformation Kongress am 21. November 2017 die Diskussionspanels: Mit Unterstützung der Hauptsponsoren Deutsche Bahn, Ernst & Young und der Stadt Stuttgart diskutieren im interstellaren Ambiente des Carl-Zeiss-Planetariums 200 Experten gängige Methoden und außergewöhnliche Hands-on-Lösungen für eine gelungene Transformation der Geschäftsprozesse in Unternehmen. Im Fokus stehen veränderte Kompetenzanforderungen oder auch Denk- und Arbeitsansätze, welche sich aus der rasant fortschreitenden Digitalisierung ergeben.

Der an Fahrt extrem aufnehmende Wandel von Anforderungen und Routinen vollzieht sich simultan auf verschiedenen Ebenen: Organisation, Kooperation, Produktion, Wertschöpfungsketten, Führung. Neues Denken und Handeln ist gefordert, um diese komplexen Herausforderungen zu bewältigen.

Die Referenten am Enabling Transformation Kongress – unter ihnen Dr. Elke Frank, Senior Vice President of HR Development Deutsche Telekom AG und Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung Flughafen Köln/Bonn GmbH – finden die Brücke vom «Was» zum «Wie». Sie berichten über gelungene Change-Strategien. Das Programm widmet sich thematisch ebenso den Herausforderungen, denen sich besonders Innovatoren großer Konzerne gegenübersehen: Wie verwandelt man einen massiven Frachter in ein agiles, schnelles Speed Boat gemäß dem Spirit junger Start-ups? Notwendige, disruptive Innovationen müssen industrialisiert und die Transformation in die DNA der Unternehmen einprogrammiert werden. Wie kann das praktisch aussehen bei kurz gesetzten Fristen?

Es werden neue HR-Strategien benötigt

Ohne geeignete Human Resources können die besten Transformationsmodelle nicht richtig greifen. Die neuen Anforderungen an Mitarbeiter und eine von Lernen und Handeln geprägte Unternehmenskultur wird u.a. Georg Lange, Global BPL HR and Organizational Management Syngenta Crop Protection AG thematisieren.  Unternehmen stehen vor der enormen Herausforderung, zugleich agil und stabil zu sein.

Sie müssen entscheiden, wie stark Innovationskraft und Veränderungsfähigkeit in den Nachhaltigkeitswert des Unternehmens einfließen sollen. Entsprechend der Ausrichtung sind Anreize zu geben, mit welchem der Wandel über das Engagement eines jeden einzelnen Mitarbeiters direkt gelingt.

Weitere Infos

Das Programm

Referenten  (Auszug):

Simone Hessel, Vice President Digital Transformation, GE Digital (D)Jèrôme Nadel, Senior Vice President and Chief Marketing Officer, Rambus (US)Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung, Flughafen Köln/Bonn GmbH (D)Dr. Elke Frank, Senior Vice President of HR Development, Deutsche Telekom AG (D)Markus Stelzmann, Geschäftsführer / Regisseur, TELE Haase Steuergeräte (D)Georg Lange, Global BPL HR and Organizational Management, Syngenta Crop Protection AG (CH)Felix Welling, Leiter Unternehmensentwicklung, Vfl Wolfsburg (D)Dr. Markus Hess, Chief Marketing and Sales Officer, PAL-V International B.V. (NL)

Forscher finden Zusammenhang zwischen der Ungleichheit von Einkommen und dem ökonomischen Wert der Natur - Je gerechter, desto grüner

In diesem Artikel geht es zwar um Forschungsergebnisse der Universitäten Freiburg, Kiel und Berlin , es könnte auch ein idealer Slogan für eine Grün-Rote-Bundesregierung (auch umgekehrt denkbar) sein., finden wir.

Forscher der Universitäten Freiburg, Kiel und Berlin haben herausgefunden, dass der ökonomische Wert der Natur für eine Gesellschaft unter anderem von der Einkommensungleichheit in der Gesellschaft bestimmt wird. „Soziale Gerechtigkeit und Naturschutz stehen nicht unbedingt in einem Konflikt zueinander, anders als häufig behauptet wird. Vielmehr können Maßnahmen für mehr soziale Gerechtigkeit in einer gesellschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Betrachtung auch den Naturschutz stärken“, betont Stefan Baumgärtner, Professor für Umweltökonomie und Ressourcenmanagement an der Universität Freiburg und Leiter der Studie. Die Wissenschaftler haben ihre Theorie im „Journal of Environmental Economics and Management“, der führenden Fachzeitschrift der Umweltökonomie, vorgestellt und anhand eines umfangreichen empirischen Datensatzes zu Naturbewertungen in 22 Ländern weltweit quantifiziert.

Natürliche Ökosysteme sind für Menschen aus vielen Gründen nützlich

Sie stellen Wasser, Nahrungsmittel, Baustoffe, Energie und Medikamente bereit; sie regulieren das Klima und die Ausbreitung von Krankheiten; und sie haben wichtige kulturelle Bedeutung. Aus all diesen Gründen hat Natur einen ökonomischen Wert für Menschen. „Auch wenn dieser Wert nicht offensichtlich ist, da die meisten und wichtigsten Leistungen der Natur nicht auf Märkten gehandelt werden, sollte er bei Entscheidungen über den Umgang mit Natur, zum Beispiel bei der Planung neuer Verkehrswege, Wohn- oder Gewerbegebiete, berücksichtigt werden“, betont Baumgärtner.
Dass der ökonomische Wert der Natur für eine Gesellschaft umso höher ist, je höher das durchschnittliche Einkommen in der Gesellschaft ist, war schon länger bekannt. Das liegt daran, dass bei der ökonomischen Naturbewertung die Leistungen der Natur mit dem Nutzen von Konsumgütern verglichen werden. Wer über ein höheres Einkommen verfügt, kann mehr konsumieren und wird damit normalerweise auch der Natur einen höheren Wert zusprechen.

Unklar war bislang, welchen Einfluss die Ungleichheit der Einkommensverteilung auf den ökonomischen Wert der Natur hat. Diese Frage ist nun beantwortet: Wenn die Leistungen der Natur für das menschliche Wohlbefinden gut durch von Menschen produzierte Güter und Dienstleistungen ersetzt werden können, ist der ökonomische Wert der Natur für eine Gesellschaft umso höher, je gleichmäßiger die Einkommen in dieser Gesellschaft verteilt sind. In diesem Fall gilt umgekehrt auch: Je ungleicher die Einkommen verteilt sind, desto geringer ist der ökonomische Wert der Natur für die Gesellschaft. Die empirischen Daten deuten darauf hin, dass die Bedingung der guten Ersetzbarkeit für viele Leistungen der Natur auf dem derzeitigen Konsumniveau erfüllt ist.

„Dieses Ergebnis ist wichtig, weil es einen klaren Zusammenhang zwischen sozialer Gerechtigkeit und Naturschutz herstellt“, sagt Baumgärtner. Einkommensungleichheit führe nach diesem Ergebnis nämlich zu einer Unterbewertung von Natur. Eine Verringerung von Einkommensungleichheit hätte demnach eine Höherbewertung von Natur zur Folge. Damit würde die Natur in Entscheidungen über wirtschaftliche Entwicklungsmaßnahmen auch einen höheren Stellenwert erhalten.

Originalveröffentlichung
S. Baumgärtner, M.A. Drupp, J.N. Meya, J.M. Munz and M.F. Quaas (2017), Income inequality and willingness to pay for environmental public goods, Journal of Environmental Economics and Management 85: 35–61.
http://doi.org/10.1016/j.jeem.2017.04.005

 

Trotz Tschernobyl und Fukushima wollen 17 neue Länder in die Atomkraft einsteigen

Es ist angesichts der immer neuen Terrorbedrohungen nicht verständlich, dass ausgerechnet die gefährlichste Energiegewinnung im Aufwind ist.

58,2 Prozent der Schweizer haben am Sonntag für ein neues Energiegesetz gestimmt, das neben einer stärkeren Förderung Erneuerbarer Energien auch den Ausstieg aus der Atomenergie vorsieht. Aktuell sind laut World Nuclear Association weltweit 59 Reaktoren im Bau und weitere 170 in Planung. Nur wenige der gegenwärtigen Atomnationen planen den Ausstieg. Dagegen arbeiten aktuell 17 Länder am Kernkraft-Einstieg. In Deutschland sollen die letzten Reaktoren spätestens im Dezember 2022 vom Netz gehen.

Infografik: Die AKW-Weltkarte | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Das cep hat in seinem jüngsten Default-Index die Kreditfähigkeit Großbritanniens untersucht und kommt zu ernüchternden Ergebnissen

Die Kreditfähigkeit Großbritanniens verfällt seit nunmehr vier Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt das cep in seinem Default-Index 2017. Ein Hauptgrund hierfür ist die hohe Konsumneigung der Bevölkerung: Seit 2012 werden mehr als 100% des verfügbaren Einkommens konsumiert. Für Prof. Lüder Gerken, Mitautor der Studie, hat dies Auswirkungen auf die bevorstehenden Brexitverhandlungen. „Die Erosion der Kreditfähigkeit schwächt die Verhandlungsposition der Briten gegenüber der EU, weil sie auf Kapital aus dem Ausland angewiesen sind. Sie benötigen Kredite aus dem Ausland, um ihren Konsum zu finanzieren. So etwas funktioniert nur eine bestimmte Zeit", so Gerken.

Für Mitautor Matthias Kullas ist darüber hinaus die abnehmende Wettbewerbsfähigkeit der britischen Wirtschaft ein weiteres unbewältigtes Problem. „Die Briten kommen um Maßnahmen zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit nicht herum“, erklärt er.

Der Default-Index für Großbritannien zeigt an, dass sowohl der BIP-Deflator als auch die Lohnstückkosten in den letzten Jahren schneller gestiegen sind als im EU-Durchschnitt. Die hohe Konsumneigung und die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit haben dazu geführt, dass der Nettobedarf an Krediten aus dem Ausland seit 2013 bei über vier Prozent des BIP liegt.

Methodik des cepDefault-Index

Der cepDefault-Index misst seit 2011, wie sich die Fähigkeit eines Landes zur Rückzahlung der Auslandskredite und damit die Kreditfähigkeit entwickelt. Er ist damit kein Bestands-, sondern ein Prozessmaß. Dies hängt nicht nur von der Verschuldung des Staates ab. Vielmehr ist die Solidität der gesamten Volkswirtschaft ausschlaggebend. Insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf den Weltmärkten beeinflusst die Kreditfähigkeit eines Landes. So führt eine Erosion der Wettbewerbsfähigkeit regelmäßig zu höheren Importen und geringeren Exporten und damit zu Leistungsbilanzdefiziten. Der cepDefault-Index berücksichtigt daher neben den Staatshaushalten auch das Kreditverhalten der Banken, Unternehmen und Konsumenten und misst entsprechend die Entwicklung der Kreditfähigkeit des Landes insgesamt.

Am 20. Februar hatte das cep den Default-Index 2017 allein für die Euro-Zone vorgelegt.

Die 10 wichtigsten Anforderungen eines sicheren virtuellen Datenraums

Die folgenden Kriterien stellen die wichtigsten Anforderungen an einen
sicheren Datenraum für den Einsatz bei Due-Diligence Prozessen dar:

Ein sicherer Datenraum muss technisch von unberechtigten Zugriffen
vollständig abgeschirmt sein – von IT-Mitarbeitern genauso wie von Hackern

1. Die Zugriffsberechtigungen sind klar abgegrenzt und vorgegeben

Ein Datenraum muss individuelle und konfigurierbare Nutzungs-
bedingungen pro Datenraum zulassen. In der Regel erhalten
verschiedene Personen Zugriff zu den vertraulichen und relevanten
Dokumenten. Hier müssen unterschiedliche Rechte wie Lese-,
Schreib-, Lösch-, Chat-, Journal-Berechtigungen vergeben werden
können. Für diese können unterschiedliche Zugriffsrechte in Form
von Sicht-, Druck- oder Speicherberechtigungen vergeben werden.

2. Der Datenraum-Besitzer braucht die Gewissheit, dass auchwirklich nur befugte Personen auf die Dokumente zugreifen können. (Sicherheitscheck!)

Ein sicherer Datenraum muss von unberechtigten Zugriffen
vollständig abgeschirmt sein – von IT-Mitarbeitern (Admins und
Operatoren) genauso wie von Hackern. Die Cloud-Infrastruktur
muss auf technische Weise verhindern, dass der Betreiber auf die
Daten seiner Kunden zugreifen kann.

3. Ein Datenraum muss zusätzlich Dokumente mit Wasserzeichen im View Only Modus vor unberechtigter Weitergabe oder Vervielfältigung schützen (dynamisch generiert)

Dynamische und personalisierte Wasserzeichen auf dem Dokument
– am Bildschirm und auf dem Ausdruck – zeigen an, welche Person
welches Dokument zu welchem Zeitpunkt betrachtet oder
ausgedruckt hat.

"Mit seinen revisionssicheren Datenräumen hat sich  als die einfachste
und sicherste Option erwiesen, Mandanten und Beratern mit den nötigen
Unterlagen zu versorgen. Ein Datenraum ist mit wenigen Klicks eingerichtet und steht
sofort zur Verfügung."

4. Ein Journal dokumentiert, wer wann welches Dokument herunterlädt, löscht, kopiert oder nur ansieht

Die vollständige Dokumentation aller Datenraumaktivitäten ist aus
Compliance Gründen zwingend notwendig. Sämtliche
Datenraumaktivitäten müssen in einem revisionssicheren Protokoll
vollständig dokumentiert und abrufbar sein.

5. Die Datenraum-Mitglieder erhalten eine Nachricht, wenn neue Dokumente hochgeladen werden

In Datenräumen werden gewöhnlich während der gesamten Zeit
Dokumente hinzugefügt und Nachrichten hinterlegt. Benutzer
sollten immer sofort eine Nachricht erhalten, wenn
Aktualisierungen oder Neuigkeiten vorliegen. Das kann über eine
Benachrichtigung (Notifications) erfolgen sowie über
kennzeichnende Symbole in den Datenraumboxen.

6. Upload und Ansicht großer Dokumente möglich

Datenräume enthalten oftmals große und umfangreiche
Dokumente wie Verträge, Prüfberichte, Pläne etc. Um ein
effizientes Arbeiten aller Beteiligten zu gewährleisten, müssen diese
Dokumente schnell und gebündelt hochgeladen werden können.
Dabei versteht es sich von selbst, dass große Dokumente auch in
Echtzeit schnell im Browser angesehen werden können.

7. Nutzer sollten jederzeit und durchaus auch von mobilen Geräten aus, den vollen Zugriff auf alle ihre Daten haben

Der weltweit mobile Datenzugriff ist ein Standard, den jeder
moderne Datenraum erfüllen sollte. Benutzer benötigen jederzeit
und überall Zugriff auf ihre Daten, egal ob über PC, Laptop, Tablet
oder Smartphone.

8. Die Kündigung des Dienstes muss klar geregelt sein
(Datenverbleib)

Die Nutzung eines Datenraums ist in vielen Fällen nur für einen
bestimmten oder einmaligen Zeitpunkt notwendig. Die Buchung
bzw. Kündigung des Dienstes sollte daher klar und flexibel geregelt
sein. Transparente und klare AGB`s sind Grundvoraussetzung. Die
Daten müssen nach der Beendigung des Dienstes rückstandslos und
vollständig gelöscht werden.

9. Einfache, intuitive Nutzung (ohne Schulungsaufwand) und flexibelerweiterbar

Ein moderner Datenraum zeichnet sich durch eine einfache
Handhabung (Usability) aus. Personen mit den unterschiedlichsten
Erfahrungen greifen auf Datenräume zu, die Handhabung und
Bedienung sollte dabei so einfach wie möglich gestaltet sein. Das
System sollte selbsterklärend sein und keine IT-Kenntnisse
erfordern.

10. Zeitlich definierbare Zugriffszeiten pro Datenraum

Für die verschiedenen Benutzergruppen müssen oft individuelle
Zugriffszeiten eingerichtet werden. Gerade bei Verhandlungen gibt
es feste Zeitfenster in denen bestimmte Personengruppen Zugriff
auf Dokumente erhalten müssen.

Und hier die neueste Meldung der Software AG

Software AG und Google Cloud kooperieren: Digital Business Platform wird auf Google-Cloud-Plattform bereitgestellt

webMethods Hybrid Integration Platform jetzt auf Google-Cloud verfügbar
​Software AG schließt sich Daten- und Analytics-Partnernetzwerk der Google-Cloud an
Unterstützung weiterer Funktionen der Google-Cloud geplant
Darmstadt, 31. Januar 2017 – Die Software AG (Frankfurt TecDAX: SOW) gab heute eine Zusammenarbeit mit Google bekannt: Die markführende webMethods Hybrid Integration Platform der Software AG ist ab sofort auf der Google-Cloud verfügbar. Im Verlauf des Jahres wird das Unternehmen auch seine Digital Business Platform auf der Google-Cloud-Platform bereitstellen.

Werner Rieche, Geschäftsführer der Software AG Deutschland, sagte: „Die Zusammenarbeit der Software AG mit der Google-Cloud-Plattform wird es Unternehmen erlauben, mithilfe der webMethods Hybrid Integration Platform ihre Legacy-Infrastrukturen in eine offene, sichere und zukunftsfähige Cloud zu überführen. Dank unserer einzigartigen Beziehung mit Google können wir Unternehmen beim Wechsel in die Cloud wirksam unterstützen.“

Die webMethods Hybrid Integration Platform wurde kürzlich vom unabhängigen Branchenanalysten Forrester Inc. in seiner Studie „The Forrester Wave™: Hybrid Integration for Enterprises, Q4 2016” als Leader unter den relevanten Anbietern („vendors that matter most”) positioniert.

Dazu Wolfram Jost, Chief Technology Officer der Software AG: „Hybride Integration wird dringend von Unternehmen benötigt, denn damit werden sowohl On-Premise- als auch Cloud-Modelle unterstützt. Eine eigene Infrastruktur nur für die Cloud-Integration wäre wieder ein Informationssilo und würde die Vorzüge der Cloud vermindern. Indem wir auch die Google-Cloud-Platform anbieten, erweitern wir das Spektrum der Möglichkeiten für unsere Kunden.“

Im Rahmen der Zusammenarbeit können die Kunden der Software AG nun ihre geschäftskritische Integrationsinfrastruktur auch auf der Google-Cloud-Plattform betreiben.

Jost weiter: „webMethods ist ab sofort auf der Google-Cloud-Plattform verfügbar. Auch unsere Digital Business Platform wird bald vollständig auf der Google-Cloud-Plattform bereitgestellt. Außerdem entwickeln und vermarkten wir spezielle Produkte dafür, die bei unseren Kunden einen hohen Wertbeitrag leisten werden.“

Bei diesen beiden Beiträgen handelt es sich jeweils um Pressemitteilungen. Die Qualität der Aussagen wurden von uns nicht überprüft oder bewertet. Allerdings sollten sich Unternehmen genau überlegen, ob sie eine geschäftskritische Integrationsinfrastruktur  auf der Google-Cloud-Plattform betreiben wollen.

Software AG übernimmt US-amerikanisches Unternehmen für Künstliche Intelligenz Zementis

Mit Software für Künstliche Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen baut die Software AG ihre IoT-Technologieführerschaft weiter aus

Darmstadt, 2. Dezember 2016 – Die Software AG (Frankfurt TecDAX: SOW) hat heute die Übernahme von Zementis Inc. bekanntgegeben. Das Unternehmen mit Sitz in San Diego, Kalifornien, entwickelt Software für Deep Learning, eine Kernfunktion des maschinellen Lernens und der Datenauswertung. Deep Learning ist eine Basistechnologie zur Weiterentwicklung von KI. Die Software AG sieht in den aktuellen Fortschritten auf diesen Gebieten die Grundlage für IoT (Internet of Things)-Anwendungen der nächsten Generation, hirzu gehören u.a. auch selbstfahrende Autos, persönliche digitale Assistenten, medizinische Diagnosen, vorausschauende Instandhaltung und Robotik.

Die ADAPA (Adaptive Decision and Predictive Analytics)-Technologie von Zementis ist bereits heute Bestandteil der Digital Business Platform der Software  AG, die damit Unternehmen umfassende Erkenntnisse für Echtzeit-Auswertungen bereitstellt. Die Kombination der Echtzeit-Streaming-Analytics-Technologie der Software AG in Kombination mit ADAPA liefert Unternehmen präzise betriebswirtschaftliche und technische Erkenntnisse zu Kundenverhalten, Marktdynamik, Sicherheitsrisiken und Sensorinformationen aus dem Internet der Dinge.

„Der Einfluss von IoT auf Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft stellt die Auswirkungen aller bisher bekannten Technologien in den Schatten. Darin ist sich die Branche heute genauso einig wie in der Einzigartigkeit der Erkenntnisse, die durch das Zusammenspiel von Predictive Analytics, maschinellem Lernen und Streaming-Analytics gewonnen werden können“, so Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG. „Diese Kombination spielt in allen strategischen IoT-Partnerschaften der Software AG eine wichtige Rolle“.

Die Software AG hat einige neue IoT- und Industrie 4.0-Partnerschaften geschlossen, darunter strategische Allianzen mit Bosch, Dell und Cumulocity, bei denen es um die Integration digitaler Sensoren und die Anforderungen an vorhersehbaren Instandhaltungszyklen (predictive maintenance) geht. Diese Funktionen werden nun mit der Übernahme von Zementis um automatisierte Entscheidungen erweitert, die auf maschinellem Lernen basieren. Einsatzmöglichkeiten finden sich in der Fertigungsindustrie, der Logistik oder jeder anderen datenintensiven Anwendung.

Als Kerntechnologien für die Entwicklung intelligenter IoT-Anwendungen der nächsten Generation tragen maschinelles Lernen und KI entscheidend dazu bei, dass sich innovative Unternehmen von ihren Mitbewerbern abheben können. Um die Bereitstellung von Erkenntnissen in Unternehmen zu beschleunigen, spezialisierte sich Zementis auf die schnelle Implementierung von Prognosemodellen im operativen Betrieb. Das Spektrum reicht hier von einfachen statistischen Algorithmen über komplexe Prognosemodelle bis zu Deep-Learning-Funktionen. Gebraucht werden solche Modelle für geschäftskritische Applikationen, zum Beispiel für die Risikobewertung, die Betrugserkennung und die Vorhersehbarkeit von Instandhaltungszyklen. Zementis wurde mit dem Ziel gegründet, echte Interoperabilität für KI zur Verfügung zu stellen, sodass maschinelles Lernen und Prognosemodelle nach der Entwicklung schnell in Betrieb genommen werden können. Damit erreichen wir, dass datenzentrische Unternehmen KI einfach in ihre Routine-Operationen einbinden können“, so Dr. Michael Zeller, CEO von Zementis. „Die Strategie der Software AG, auf offene Standards zu setzen, ermöglicht Kunden, ihre heterogenen IT-Architekturen zu verwalten und zu steuern und ist damit eine perfekte Ergänzung zu den herstellerunabhängigen KI-Funktionen, die unsere Lösungen bieten“.

Über Zementis

Das Unternehmen basiert auf dem Prinzip, dass Datenwissenschaftsteams und IT-Abteilungen nahtlos und effizient zusammenarbeiten können, sodass Vorhersagemodelle schnell von der Entwicklung in die Implementierung gebracht werden können und Unternehmen und andere datenzentrische Organisationen problemlos Vorhersageanalytik und maschinelles Lernen in ihre Systeme und Routine-Operationen integrieren. Der agile Einsatz prädiktiver Lösungen ist der Eckpfeiler der Zementis-Philosophie. Zu den Kernlösungen gehören ADAPA®, eine Entscheidungsmaschine für prädiktive Analytik, und UPPI™, ein universelles Plug-In-Programm für branchenführende Analytics- und Data-Warehouse-Plattformen. Zementis-Kunden können diese Lösungen in ihrer Unternehmensumgebung oder in der Cloud einsetzen, mit Zugriff über eine intuitive webbasierte Konsole, über eine von mehreren branchenführenden Analytics-Plattformen oder als vereinfachte Hadoop-Schnittstelle.

Weitre Informationen: www.zementis.com

Über Software AG

Die digitale Transformation verändert IT-Landschaften von Unternehmen: von unflexiblen Applikationssilos hin zu modernen softwarebasierten IT-Plattformen, die die notwendige Offenheit, Schnelligkeit und Agilität zulassen, um digitale Echtzeit-Unternehmen zu werden. Die Software AG bietet die erste Digitale Business Plattform für durchgängige Prozesse auf Basis offener Standards mit den Kernkomponenten Integration, Prozessmanagement, In-Memory-Datentechnologie, flexible Anwendungsentwicklung, Echtzeit-Analyse und IT-Architektur-Management. Dank dieser modularen Plattform können Anwender ihre Applikationssysteme von morgen entwickeln, um heute ihre digitale Zukunft zu gestalten. Seit über 45 Jahren steht die Software AG für Innovationen, die sich an den Bedürfnissen ihrer Kunden ausrichten. Das Unternehmen wird in zahlreichen Kategorien für Innovation und Digitalisierung als Marktführer eingestuft. Die Software AG beschäftigt über 4.300 Mitarbeiter, ist in 70 Ländern aktiv und erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 873 Millionen Euro.

Pressemitteilung der Software AG

Zeit zu handeln

Während Wissenschaft und Politik die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Rentenkassen bereits intensiv diskutieren, werden die Folgen für die Steuereinnahmen meist ausgeblendet. Das könnte fatal sein, warnt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und zeigt in einer Studie Gegenmaßnahmen auf.

05275338Noch ist in Deutschland kaum etwas vom demografischen Wandel zu merken: Die Bevölkerung wächst und die Zahl der Arbeitnehmer liegt auf Rekordniveau. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass gegenwärtig mehr Menschen nach Deutschland kommen, als das Land verlassen. Davon profitiert auch das deutsche Renten- und Steuersystem: Laut IW-Berechnungen fließen im Jahr 2024 real drei Milliarden Euro mehr in die Steuerkasse als heute.

05275806Doch das wird nicht so bleiben. Die Altersstruktur in der Bevölkerung verändert sich in den kommenden Jahrzehnten grundlegend; das Verhältnis von Rentnern zu Berufstätigen steigt von derzeit 1:3 auf 1:2 im Jahr 2035. In 20 Jahren müssen also zwei Berufstätige einen Rentner finanzieren. Das hat Folgen für den Fiskus: 2035 werden die Steuereinnahmen gemessen in heutigen Preisen um 18 Milliarden Euro geringer ausfallen als derzeit, rechnen die IW-Experten vor.

05288224 05275632Die Politik muss die aktuellen Haushaltsüberschüsse nutzen, um Rücklagen für die kommenden Jahre zu bilden, etwa in Form eines Demografie-Fonds, fordert IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt. Damit könnten die finanziellen Folgen des demografischen Wandels abgefangen werden. Zudem müsse die Frage beantwortet werden, welche öffentlichen Leistungen die Gesellschaft langfristig benötigt und wie diese finanziert werden können. „Die Zeit drängt“, erklärt Bardt. Die hohe Nettozuwanderung verschiebe die negativen Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Steuereinnahmen zwar um einige Jahre. „Die Politik hat aber nur noch zwei Legislaturperioden Zeit, die Weichen so zu stellen, dass die simulierten Ergebnisse nicht Realität werden.“

Studie zum Download iw-trends_2016-03-05_steuereinnahmen_demografie

Wirtschaftswachstum

Das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln meldet: Deutsche Firmen sind pessimistisch

Weltweit schwächelt die Wirtschaft, nur Deutschland trotzt dem Trend bislang. Wird sich das ändern? Fast zwei Drittel der vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) befragten Firmen befürchten genau das. Die Gründe dafür liegen aber weniger in der globalen Entwicklung, sondern sind größtenteils von der Politik hausgemacht.

Die hohen Arbeitskosten, die Arbeitsmarkt- und Produktmarktregulierungen sowie die Energiekosten werden dazu führen, dass die deutsche Wirtschaft eher langsam wachsen wird. Das geht aus einer Befragung von fast 3.000 Unternehmen im Rahmen der IW-Konjunkturumfrage hervor. Sorgen macht den Firmen außerdem die demografische Entwicklung, die den Fachkräfteengpass verstärkt. Fast die Hälfte aller Unternehmen, nämlich 48 Prozent, sieht darin einen Grund für die künftig schwache wirtschaftliche Entwicklung.

Insgesamt erwarten 62 Prozent der Firmen eine säkulare Stagnation in Deutschland, also eine lange Phase, in der es kein oder nur ein schwaches Wirtschaftswachstum gibt. Während verschiedene Branchen sich in dieser Einschätzung relativ einig sind, gibt es größere Unterschiede zwischen Unternehmen aus Ost- und Westdeutschland: Insgesamt erwarten 70 Prozent der befragten ostdeutschen Firmen eine säkulare Stagnation, bei den westdeutschen sind es nur 61 Prozent. Insbesondere in den Bereichen Bauwirtschaft und Industrie ist der Unterschied zwischen Ost und West groß. „Dies kann daran liegen, dass Ostdeutschland über eine geringere industrielle Basis verfügt“, sagt IW-Konjunkturforscher Michael Grömling. „Und die Bauwirtschaft erwartet vermutlich aufgrund der demografischen Entwicklung, die im Osten deutlich negativer sein wird als im Westen, weniger Aufträge.“

Die Unternehmen fordern von der Politik allerdings keine höheren Staatsausgaben, um das Wachstum anzukurbeln. Im Gegenteil: Sie sehen die hohen Kosten der Staatsverschuldung als weiteren Grund für die schwache Wirtschaftsentwicklung. „Die Politik sollte nicht mit höheren Ausgaben gegensteuern, sondern die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern“, erklärt Grömling.