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Auch mit gutem Gewissen sind gute Renditen mit nachhaltigen Geldanlagen möglich

Finanztest Titelbild Ausgabe 12/2018ETF liegen im Trend, doch mit diesen Fonds investiert man sein Geld auch in Rüstung, Atomkraft oder in die Tabakindustrie. Wer ethisch und ökologisch korrekt anlegen möchte, kann in nachhaltige ETF und bei nachhaltigen Banken investieren, empfiehlt Finanztest. Mit dem passenden Portfolio waren in den letzten fünf Jahren Renditen von mehr als sechs Prozent pro Jahr möglich.

Groß ist das Angebot ethischer ETF noch nicht. Nur zwei nachhaltige ETF, die den Weltaktienmarkt abbilden, sind älter als fünf Jahre.

In diesen fünf Jahren kostete das gute Gewissen ein wenig Rendite. So ergab ein nachhaltiges Portfolio, ein Mix aus einem nachhaltigen Welt-Aktien-ETF mit nachhaltigem Tagesgeld, eine Rendite von 6,4 Prozent pro Jahr. Zum Vergleich: Das konventionelle Welt-Aktien-Investment erbrachte gemischt mit Tagesgeld 6,7 Prozent pro Jahr. Doch das muss nicht immer so bleiben. In den letzten drei Jahren schnitt die nachhaltige Variante sogar etwas besser ab als die konventionelle.

Mit rund 400 bzw. 500 Werten streuen die nachhaltigen ETF ihre Anlagen nicht so breit wie der MSCI World mit gut 1600 Werten, aber die Streuung ist immer noch breit. Die beiden ETF folgen dem Best-In-Class-Prinzip: Nur die nachhaltigsten Unternehmen einer Branche sind darin vertreten. Bestimmte Firmen wie Waffenproduzenten werden komplett aussortiert.

Die vollständigen Berechnungen, eine Übersicht über die geeigneten ETF, deren ethische Ausschlusskriterien und wo man sie günstig kaufen kann, sowie Infos zu den ethischen Banken, die Tagesgelder mit positiver Rendite anbieten, all das findet sich in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter www.test.de/oeko-fonds.

Trotz Tschernobyl und Fukushima wollen 17 neue Länder in die Atomkraft einsteigen

Es ist angesichts der immer neuen Terrorbedrohungen nicht verständlich, dass ausgerechnet die gefährlichste Energiegewinnung im Aufwind ist.

58,2 Prozent der Schweizer haben am Sonntag für ein neues Energiegesetz gestimmt, das neben einer stärkeren Förderung Erneuerbarer Energien auch den Ausstieg aus der Atomenergie vorsieht. Aktuell sind laut World Nuclear Association weltweit 59 Reaktoren im Bau und weitere 170 in Planung. Nur wenige der gegenwärtigen Atomnationen planen den Ausstieg. Dagegen arbeiten aktuell 17 Länder am Kernkraft-Einstieg. In Deutschland sollen die letzten Reaktoren spätestens im Dezember 2022 vom Netz gehen.

Infografik: Die AKW-Weltkarte | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista