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WDR Programmschwerpunkt zu Sozialen Medien und Datenschutz: Fake News, Algorithmen und die Macht von Facebook

Das Netz ist ohne soziale Medien heute kaum vorstellbar. Milliarden Menschen nutzen Facebook und andere Plattformen, um sich mit Freunden zu verabreden, sich über aktuelle Themen zu informieren und darüber zu diskutieren. Doch der jüngste Facebook-Skandal und ein neues Datenschutzgesetz verunsichern viele Menschen. Der WDR blickt in einem Programmschwerpunkt im Fernsehen, im Radio und Online auf das komplexe Thema und erklärt das Wichtigste kompakt und verständlich.

Das Wissensmagazin „Quarks“ zeigt in der Sendung am 15. Mai (21.15 Uhr, WDR Fernsehen), wie Konzerne Nutzerdaten sammeln, was Algorithmen damit machen können und wie Facebook damit Geld verdient. Das Betriebsgeheimnis, das Facebook hütet, ist der sogenannte Newsfeed-Algorithmus: ein Programm, das bestimmt, welche Inhalte jeder Nutzer auf der Plattform sieht. Das Ziel des Algorithmus ist, dass Nutzer möglichst viel Zeit bei Facebook verbringen. WDR Netz-Reporter Dennis Horn lässt sich vom Chef-Entwickler des Facebook-Newsfeeds erklären, wie das genau funktioniert.

Moderator Ranga Yogeshwar blickt in der Sendung auch auf das Thema Fake News. Eine aktuelle Studie belegt: Falsche Nachrichten verbreiten sich sechsmal schneller als richtige, bei politischen Fake News sogar bis zu siebzigmal häufiger – und das liegt nicht nur an Trollen oder Bots. Richtigstellungen verbreiten sich hingegen kaum und finden zumeist eine andere Zielgruppe als die der Fake News. Quarks visualisiert diesen Mechanismus anhand eines prominenten Beispiels im Netz.

Unter dem Titel „Digitale Datensammlungen, werden wir gruselig gläsern oder praktisch vernetzt?“ beschäftigt sich am 16. Mai das WDR 5 Wissensmagazin Leonardo mit Datenschutz im Netz. Gemeinsam mit Experten von netzpolitik.org können Hörerinnen und Hörer zwischen 15.30 und 16.00 Uhr bei „Wissen im Gespräch“ diskutieren. Am 25. Mai ist WDR-Netzexperte Jörg Schieb zu Gast in der Sendung. Er spricht mit Anrufern über das Thema: „Endlich Datenschutz für Alle oder schon zu viel? – Was bedeutet die Entwicklung für mich als Nutzer?“

Umfassende Informationen zum neuen Datenschutzgesetz, das ab dem 25. Mai gilt, bietet eine Übersichtsseite auf wdr.de. Was ändert sich für Privatpersonen, was für Vereine und Ehrenämtler, und wie kann ich mein Facebook-Profil sicherer machen? Ausführliche FAQs zum Nachlesen gibt es ab dem 15.Mai auf wdr.de.

Das Programm im Überblick:

Fernsehen:
15. Mai, 21.15 Uhr, Quarks, Soziale Medien: Wie viel Macht Facebook wirklich hat

Radio:
16. Mai, 15.30 Uhr, WDR 5 Leonardo „Wissen im Gespräch“, „Digitale Datensammlungen, werden wir gruselig gläsern oder praktisch vernetzt?“ – Im Gespräch mit Netzpolitik.org
25. Mai, 15.30 Uhr, WDR 5 Leonardo „Wissen im Gespräch“, „Endlich Datenschutz für Alle oder schon zu viel? Was bedeutet die Entwicklung für mich als Nutzer?“ – Im Gespräch mit WDR-Netzexperte: Jörg Schieb

Online auf wdr.de: Ab dem 15. Mai, Infopaket zum neuen Datenschutzgesetz

ZDF.reportage-Zweiteiler: Abenteuer Hurtigruten

Die Schiffsreise auf den Hurtigruten, beginnend im Süden Norwegens und entlang der zerklüfteten Fjordlandschaft hoch in den Norden zum Polarkreis, ist für viele Passagiere ein besonderes Erlebnis. Die zweiteilige "ZDF.reportage: Abenteuer Hurtigruten" fängt am Sonntag, 7. Januar 2018, 18.00 Uhr, zunächst den "Winterzauber am Polarkreis" ein und schildert am Sonntag, 14. Januar 2018, 18.00 Uhr, "eine Reise ans Ende der Welt".

Vor 125 Jahren wurde die Hurtigruten-Strecke erstmals von einem Postschiff befahren. Die Verbindung zwischen den Handelszentren im Süden und den damals unerreichbaren Fischerdörfern im Norden Norwegens war als Transportroute notwendig geworden. Längst hat sie sich zu einem Touristenmagneten gewandelt – besonders im Winter, wenn Schnee und Eis die Küsten in eine faszinierende Landschaft verwandeln und Reisende vom Polarlicht verzaubert werden. Von Menschen, die sich mit dieser Reise einen Lebenstraum erfüllen, von Besatzungsmitgliedern, die das einzigartige Erlebnis möglich machen, und von Norwegern, die die "MS Nordkapp" für Behördengänge oder Arztbesuche nutzen, erzählt die zweiteilige "ZDF.reportage" von Meike Materne.

Teil eins der Reise beginnt in Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens. Umgeben von sieben Bergen wird sie das "Tor zu den Fjorden" genannt und ist zentraler Ausgangspunkt für Norwegen-Reisen. Das Hafenviertel Bryggen, das zum Weltkulturerbe zählt, und ein Besuch auf dem Fischmarkt stimmen die Passagiere auf die Tage an Bord des Schiffes ein. Die Reise führt durch den atemberaubenden Nordfjord auf das offene Meer. Erster Halt ist Ålesund. Am vierten Tag überquert das Schiff den Polarkreis. Dann tauchen schon bald die Lofoten auf, mit einer 1000 Meter hohen Eiswand am Horizont. Den Charme der Inselgruppe erleben die Passagiere auf dem Weg an den kleinen, malerischen Fischerdörfern vorbei zum Städtchen Bodø.

Im zweiten Teil von "Abenteuer Hurtigruten" geht es nördlich des Polarkreises weiter, das Schiff steuert Tromsø an, die "Hauptstadt der Arktis". Mit dem Gefühl, am Ende der Welt zu sein, geht die Schiffsreise weiter ins Kernland der Samen. Endstation ist Kirkenes im äußersten Nordosten Norwegens.

"dunja hayali" ab Sommer 2018 einmal im Monat mittwochs im ZDF

Nach drei erfolgreichen Sommerstaffeln folgt ein fester Termin am Mittwochabend: "dunja hayali" wird ab Juli 2018 einmal im Monat mittwochs um 22.45 Uhr im ZDF zu sehen sein. Das Talkmagazin mit Moderatorin Dunja Hayali geht damit in Serie – jeweils live aus dem ZDF-Studio in Berlin.

 ZDF-Chefredakteur Peter Frey erklärt: "Dunja Hayali hat in den Sommerstaffeln mit Emphase und Haltung gesellschaftspolitische Themen diskutiert, die nah bei den Zuschauerinnen und Zuschauern sind. Ich freue mich, dass wir für dieses besondere Talkmagazin jetzt einen festen Sendeplatz gefunden haben."

 Matthias Fornoff, ZDF-Hauptredaktionsleiter Politik und Zeitgeschehen, ergänzt: "Wir wollen die Stärken dieses Formats und seiner Moderatorin weiterentwickeln – mit starken, überraschenden Themen, die im Studio kontrovers und sachlich diskutiert werden."

 "dunja hayali" greift Themen in einer Kombination von Reportagen und anschließendem Studiotalk auf – immer getreu der Linie: raus zu den Menschen, rein ins Leben. Dunja Hayali führt die Zuschauer in die Konfliktzonen der Gesellschaft, macht sich in ihren Reportagen selbst ein Bild vor Ort und nimmt diese Erfahrungen mit in die Diskussion mit Betroffenen und Entscheidungsträgern im Studio.

 Das Talkmagazin "dunja hayali" war zuletzt vom 5. Juli bis 17. August 2017, jeweils mittwochs um 22.15 Uhr, im ZDF zu sehen. Die ersten beiden Staffeln im Juli/August 2015 und 2016 liefen unter dem Titel "ZDFdonnerstalk".

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WDR-Dokumentation über die 70er: „Das Jahr der Frau – 1975“

1975 war ein Jahr der starken Frauen – passend zum Internationalen Jahr der Frau. Der sechste Teil der WDR-Reihe über die 70er (Freitag, 15. September, 20.15 Uhr, WDR Fernsehen) erzählt von couragierten Frauen wie der Bonner Studentin Florence Hervé, die sich demonstrierend einmischte, weil sie nicht einsehen wollte, dass sich Familie und Beruf für Frauen in Deutschland ausschließen sollten. „Für mich war das ein großer Schock. Ich kam aus Frankreich, wo die Berufstätigkeit der Frau und der Mütter eine Selbstverständlichkeit war“, erinnert sich Hervé in der Dokumentation. Sie rief den erfolgreichen Kalender „Wir Frauen“ ins Leben.

Keith Jarrett in Köln

Mutig war auch Vera Brandes, die den weltberühmten Jazz-Pianisten Keith Jarrett zu einem Konzert in die Kölner Oper lockte und den Maestro schließlich überredete, zu spielen – obwohl der versprochene Konzertflügel nicht zur Verfügung stand und beim völlig verstimmten Ersatzklavier die Tasten klemmten. Daraus wurde eine der erfolgreichsten Jazzplatten aller Zeiten.

Fünf von vorerst fünfzig weiblichen Sanitätsoffizieren - im Range eines Stabsarztes - der Bundeswehr wurden Anfang Oktober 1975 von Bundesverteidigungsminister Leber auf der Hardthöhe in Bonn vorgestellt (l-r): Sigrid Fuchs, Eva Neuland, Doris von Rottkay, Angela von Porthan und Eva Seiffert. Sie sind ihren männlichen Kollegen gleichgestellt, bekommen jedoch vorerst keine Kampfausrüstung.
© WDR/dpa[/caption]Zahl des Jahres

„Ruf doch mal an!“ - Mit diesem Slogan landete die Post 1975 fast ein geflügeltes Wort, und nur 50 Prozent der Haushalte in NRW hatten damals das begehrte Kommunikationsmittel Telefon.

Gestrandet in NRW

Filmemacher Martin Herzog stellt auch Tu Phuong Le vor, deren Leben sich 1975 komplett veränderte. Als 14-Jährige wurde sie zur medizinischen Versorgung nach NRW eingeflogen und ins Friedensdorf in Oberhausen gebracht. Nach Anbruch des Vietnamkrieges verweigerte die neue Regierung ihr und 100 anderen vietnamesischen Kindern jedoch die Rückkehr in ihre Heimat. Zu Hause in Vietnam machte sich die Familie große Sorgen: „Meine Mutter ist verrückt geworden. Sie hat gedacht, sie wird mich nie wiedersehen.“ Tu Phuong Le war in NRW gestrandet – und fand hier schließlich eine neue Heimat.

Deutlich weniger dramatisch ging es bei den Landtagswahlen zu: drei Parteien und wie immer gewann die SPD. Ministerpräsident Kühn konnte mithilfe der Liberalen weiter regieren. Abenteuerlich wurde es hingegen in Warendorf im Münsterland. Dort fielen im September 1975 bei den ersten Weltmeisterschaften im Formationsspringen zahlreiche Fallschirmspringer vom Himmel - mit dabei natürlich die Weltklasse-Springer aus Remscheid in einer beeindruckenden 10er Formation.

Volljährig mit 18

Seit Anfang 1975 waren junge Leute schon mit 18 volljährig. Prompt schoss die Zahl der Trauungen unter den Jung-Erwachsenen nach oben: in NRW um ein Drittel und damit stärker als in den anderen Bundesländern.

Erzählt wird der Film über das Jahr der Frau natürlich von einem Mann: Comedian Lutz van der Horst kam 1975 in Köln zur Welt.

Ein Film von Martin Herzog

WDR-Redaktion: Barbara Schmitz

Produziert wurde die Filmreihe zu den 70ern von Broadview TV,

Einzigartige Musiksendung feiert Jubiläum: „WDR Rockpalast“

Schweiß, Adrenalin, Leidenschaft, Kult – U2, The Police, David Bowie, die Red Hot Chili Peppers und viele andere. In der Nacht vom 23. auf den 24. Juli 1977 fand die erste der berühmten europaweit ausgestrahlten „Rockpalast“-Nächte in der Essener Grugahalle statt. Auf der Bühne: Rory Gallagher, Little Feat und Roger McGuinn´s Thunderbyrd.

In diesem Sommer feiert der WDR den 40. Geburtstag seiner einzigartigen Musiksendung mit zwei Fernsehnächten.
In der Nacht vom 22. auf den 23. Juli 2017 sendet Das Erste ab 0.40 Uhr die 45-minütige WDR-Dokumentation „40 Jahre Rockpalast-Nacht – I've lost my mind in Essen“ und Konzerthighlights aus vier Jahrzehnten.
Das WDR Fernsehen widmet dem Rockpalast vom 28. auf den 29. Juli von 23.30 bis 7.20 Uhr ebenfalls eine Nacht mit einer 60-Minuten-Fassung der Dokumentation, einem „Best of“ aus 40 Jahren und der Wiederholung der ersten Rocknacht vom Juli 1977.
Auch ONE zeigt ab dem 24. Juli verschiedene „Rockpalast“-Konzerte. Darüber hinaus entstehen vier umfangreiche Online-Multimedia-Reportagen (www.rockpalast.de).

Das Erste

Samstag, 22.Juli 2017, 0.40 bis 5.20 Uhr
0.40 bis 1.25 Uhr Dokumentation „40 Jahre Rocknacht – I’ve lost my mind in Essen“
01.25 bis 5.20 Uhr „40 Jahre Rockpalast“ mit Konzerten:
U2 (Loreley 1983)
R.E.M. (Grünspan, Hamburg 1998 / Ausschnitte von Rock am Ring 2005)
Rage Against The Machine ( Philipshalle, Düsseldorf 2000)

WDR Fernsehen

Freitag, 28. Juli 2017, 23.30 bis 7.20 Uhr
23.30 bis 0.30 Uhr: Dokumentation „40 Jahre Rocknacht – I’ve lost my mind in Essen“
00.30 bis 3.20 Uhr: Best of 40 Jahre „Rockpalast“ – Ein Zusammenschnitt der besten Songs aus 40 Jahren
03.20 bis 7.20 Uhr: Die erste Rockpalast-Nacht (Essen, 23./24.7.1977 mit Rory Gallagher, Little Feat und Roger McGuinn ́s Thunderbyrd)

Zu Zeiten von Alan Bangs war der Rockpalast bei uns sehr beliebt

„Es ging um Unaustauschbares, das man etwas macht, was sich sonst keiner traut!“. BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken schwärmt in der WDR-Dokumentation noch heute von den Anfängen des „Rockpalasts“. Erste Gehversuche hatte es bereits 1974 gegeben. Seitdem brachte der WDR große Bands und Nachwuchstalente ins Fernsehen und später auch ins Netz. Rammstein, Die Toten Hosen, BAP, Metallica, R.E.M. und viele andere waren Gäste auf den Bühnen des „Rockpalasts“. Aus dem Befreiungsschlag der Rockfans wurde eine Institution mit festem wöchentlichen Sendeplatz und zusätzlichen Events und Sendungen. Das blieb auch so, als der heutige Redaktionsleiter Peter Sommer 2003 die Sendung von seinem Vorgänger Peter Rüchel übernahm. Rüchel hatte den „Rockpalast“ zusammen mit Regisseur Christian Wagner erfunden.

Die „Rockpalast“-Nächte wurden in den Eurovisionsländern zeitgleich in Radio und Fernsehen übertragen und waren schnell in ganz Europa Kult: Man feierte eine Party und nahm das Konzert auf Tonband auf, um es sich später wieder anzuhören. Das Archiv des „Rockpalasts“ ist eine wahre Fundgrube: Hunderte Konzerte dokumentieren die Entwicklung der internationalen Populärmusik seit den Siebzigerjahren: von The Who zu Kraftklub und von ZZ TOP zu den Foo Fighters.

Die Übertragungen der Sommerfestivals gehören heute genauso zum Programm wie die Aufzeichnungen ausgewählter Einzelkonzerte oder das Klubfestival „Crossroads“. Abseits der Bühne spielt die Reihe „Rockpalast-Backstage“, in der Gastgeber Ingo Schmoll nationale Musikgrößen zum Gespräch trifft.

Der „Rockpalast“ läuft regelmäßig in der Nacht von Sonntag auf Montag im WDR Fernsehen. Zusätzliche Sendetermine gibt es im MDR und bei ONE. Auch 3sat und die Radioprogramme 1LIVE, COSMO, WDR 2 und WDR 4 spielen „Rockpalast“-Aufzeichnungen. In Zusammenarbeit mit ARTE entstehen zudem Musik-Dokumentationen.

ARD-DeutschlandTrend

Sonntagsfrage: Regierungsparteien legen zu, AfD verliert

 © WDR Quellenangabe „ARD /Infratest dimap“

© WDR
Quellenangabe „ARD /Infratest dimap“

In der Sonntagsfrage kommt die Union auf 34 Prozent (+2 im Vergleich zum Vormonat). Die SPD legt um einen Punkt zu und erreicht 22 Prozent. Die Linke erreicht 9 Prozent (+/-0), die Grünen 13 Prozent (+/-0). Die FDP kommt auf 6 Prozent (+/-0) und die AfD auf 12 Prozent (-3). Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.504 Wahlberechtigte bundesweit befragt. Die Streitigkeiten um die AfD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg finden in der bis Mittwochabend durchgeführten Erhebung keinen erkennbaren Niederschlag.

Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung steigt in diesem Monat wieder an. Mit der Arbeit der Bundesregierung sind 48 Prozent der Befragten zufrieden bzw. sehr zufrieden (+6). 52 Prozent sind weniger bzw. gar nicht zufrieden (-5).

Auf Platz eins der Liste der beliebtesten Politiker liegt Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit 74 Prozent Zustimmung (+3 im Vergleich zum Vormonat). Ihm folgt Finanzminister Wolfgang Schäuble mit 64 Prozent Zustimmung (+4). Es folgt Bundeskanzlerin Angela Merkel mit 59 Prozent Zustimmung (+9). Dies ist ihr bester Wert seit September 2015 (damals: 63 Prozent Zustimmung). Mit der Politik des Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir sind 50 Prozent der Befragten zufrieden bzw. sehr zufrieden (+3), Innenminister Thomas de Maizière kommt auf 46 Prozent Zustimmung (-3). Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kommt auf 45 Prozent Zustimmung (+/-0) und der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel auf 41 Prozent Zustimmung (-2).

Befragungsdaten

  • Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
  • Fallzahl: 1.004 Befragte, Sonntagsfrage: 1.504 Befragte
  • Erhebungszeitraum: 4.7.2016 bis 5.7.2016, Sonntagsfrage: 4.7.-6.7.2016
  • Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
  • Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe/Dual Frame
  • Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte

* bei einem Anteilswert von 5%;
** bei einem Anteilswert von 50%

Stand: 07.07.2016, 23.45 Uhr

"Tschüss, Schimmi!“ Der große Götz-George-Abend im WDR Fernsehen

 Schimanski (Götz George) © WDR/Uwe Stratmann

Schimanski (Götz George)
© WDR/Uwe Stratmann

Anlässlich des Todes von Götz George ändert der WDR heute in der Primetime sein Programm und erinnert mit drei Filmen an den verstorbenen Schauspieler.

20.15 Uhr: Schimanski – Tod in der Siedlung
Fernsehfilm Deutschland 2010

Unweit von Schimanskis Wohnung wird der Mitarbeiter einer Arbeitsagentur in einem brennenden Auto gefunden. Er stirbt und Horst Schimanski kann seine Neugier nicht zügeln. Sehr bald stellt sich heraus, dass der Tote ermordet wurde. Im Laufe seiner Ermittlungen wird Schimanski mit einem dichten Netz aus Arbeitslosigkeit, Hartz-IV-Problematik, illegalem Glücksspiel, Prostitution und Zukunftsängsten konfrontiert. Wie immer recherchiert der Ex-Kommissar mehr oder weniger auf eigene Faust - die Kollegen Hunger und Hänschen sind aber ebenfalls an dem brisanten Fall dran.

Neben diesem bewährten Team und Denise Virieux als Schimanskis Partnerin Marie-Claire ist "Tod in der Siedlung" in der Regie von Torsten C. Fischer auch in den weiteren Rollen hochkarätig besetzt: Matthias Brandt spielt den arbeitslosen, spielsüchtigen Martin Krawe, der mit seinen beiden Kindern ausgerechnet in Schimanskis Haus wohnt, und Katharina Schüttler die verzweifelte Mutter Alice Keller. Julia Jäger ist in der Rolle der Ärztin Dr. Karla Zimmermann zu sehen, der dubiosen hoch verschuldeten Frau des Toten.

22.10 Uhr: Civilcourage
Fernsehfilm Deutschland 2009

Peter Jordan (Götz George) lebt seit fast 30 Jahren im Berliner Problemviertel Neukölln. Er betreibt ein Antiquariat, in dem er Jessica kennenlernt, die bei ihm ein Schülerpraktikum machen will, aber kaum lesen und schreiben kann. Zwei Welten prallen aufeinander. Jordans wird durch einen Vorfall gezwungen, sich zu entscheiden. Er zeigt Zivilcourage, die bei Freunden und Familie nicht nur Verständnis auslöst.

23.40 Uhr: Tatort – Duisburg Ruhrort
Fernsehfilm Deutschland 1981

Im Duisburger Hafen wird ein Toter gefunden. Es ist der Binnenschiffer Heinz Petschek. Er wurde erstochen. Dringend der Tat verdächtig erweist sich der Schiffer Jan Poppinga; Petschek hatte mit seiner Frau ein Verhältnis. Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski glaubt an Poppingas Unschuld. Es stellt sich heraus, dass Petschek kurz vor seinem Tod seinen langjährigen Arbeitsplatz verlassen und auf dem Schiff des Partikuliers Wittinger angeheuert hatte. Die Gründe für diesen Wechsel liegen im Dunkeln, selbst seinen Freunden hat Petschek nichts gesagt. Sicher ist nur, dass Petschek Rauschgift geschmuggelt hat. Da wird ein zweiter Toter entdeckt. Es ist der türkische Gewerkschaftler Celik. Petschek und Celik haben sich gekannt. Die beiden waren einem Waffenschmuggel auf der Spur. Ist Wittinger der Mörder?

Einsfestival sendet um 21.45 Uhr Tatort Duisburg Ruhrort.

Stand: 27.06.2016,

Prix Pantheon 2016 Ehrenpreis „Reif & Bekloppt“ an Gerburg Jahnke

Die Gewinner des Prix Pantheon 2016 stehen fest. Mit dem Ehrenpreis in der Kategorie “Reif & Bekloppt“ ist die WDR-Kabarettistin Gerburg Jahnke bei der Verleihung in Bonn für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. Der Jurypreis „Frühreif & Verdorben“ ging an den Autor und Poetry-Slammer Jan Philipp Zymny, der Publikumspreis „Beklatscht & Ausgebuht“ an das junge Musik-Comedy-Duo „Das Lumpenpack“.


v.l. Jan Philipp Zymny (Jurypreis), Gerburg Jahnke (Ehrenpreis), Moderator Fatih Cevikkkollu, Das Lumpenpack (Publikumspreis)© WDR/Melanie Grande
v.l. Jan Philipp Zymny (Jurypreis), Gerburg Jahnke (Ehrenpreis), Moderator Fatih Cevikkkollu, Das Lumpenpack (Publikumspreis)© WDR/Melanie Grande

Das WDR Fernsehen zeigt das Finale des Prix Pantheon am Samstag, 23. April 2016 um 20.15 Uhr. WDR 5 sendet das Halbfinale am 1. Mai um 20.05 Uhr und das Finale am 5. Mai um 20.05 Uhr. Das Halbfinale ist außerdem online unter comedy.wdr.de zu sehen.

Reif und bekloppt: Gerburg Jahnke© WDR/Melanie Grande
Reif und bekloppt: Gerburg Jahnke© WDR/Melanie Grande

„Für sie gibt es immer irgendetwas zu tun: Frau Jahnke muss das deutsche Kabarett feminisieren, muss Theaterstücke inszenieren, muss Fernsehsendungen moderieren, muss reüssieren, produzieren und redigieren“, so Kabarettkollege Wilfried Schmickler in der Laudatio auf die Ehrenpreisträgerin. „Die wunderbare Welt der zauberhaften Frau Jahnke: gleichberechtigt, tolerant, solidarisch und immer in Bewegung.“

Die Gastgeberin der WDR-Show „Ladies Night“ ist regelmäßig im Ersten zu sehen: Die nächste Ausgabe ihrer „rein weiblichen“ Kabarett- und Comedyshow wird am 26. Mai 2016 ausgestrahlt.

Im Wettbewerb der Kabarett-Talente und Nachwuchs-Comedians waren am 19. April im Bonner Pantheon Theater im Halbfinale insgesamt zehn Künstlerinnen und Künstler gegeneinander angetreten. Das Publikum im Saal und eine unabhängige Fachjury kürten fünf Finalisten, die in der Gala am gestrigen Abend noch einmal auf der Bühne um den Publikumspreis „Beklatscht & Ausgebuht“ und den Jurypreis „Frühreif & Verdorben“ kämpften.

Jan Philipp Zymny© WDR/Melanie Grande
Jan Philipp Zymny© WDR/Melanie Grande

Mit dem Jurypreis „Frühreif & Verdorben wurde der Wuppertaler Poetry- Slammer und Autor Jan Philipp Zymnyausgezeichnet. In der Begründung der sechsköpfigen Jury heißt es u. a.: "Jan Philipp Zymny kann mit Worten zaubern und mit Sätzen jonglieren. Er imaginiert uns allen bekannte Situationen, die er mit kleinen Hinzufügungen oder Weglassungen witzig ins Absurde oder Surreale überführt. (...) Jan Philipp Zymny erschafft kleine Sprachkunstwerke."

Das Lumpenpack (Publikumspreis)© WDR/Melanie Grande
Das Lumpenpack (Publikumspreis)© WDR/Melanie Grande

Der in geheimer Wahl ermittelte Publikumspreis in der Kategorie „Beklatscht & Ausgebuht“ ging an das junge Musik-Comedy-Duo „Das Lumpenpack“. Das Duo besteht aus dem gebürtigen Augsburger Max Kennel und dem in Kassel geborenen Jonas Meyer. Mit ihren ebenso humorvollen wie scharfsinnigen Songs konnten sie das Pantheon-Publikum an beiden Abenden des Wettbewerbs begeistern.

In der Gala präsentierte Moderator Fatih Çevikkollunebenden fünfNachwuchskünstlern folgende Kabarettisten, die die Finalisten wortgewaltig und musikalisch unterstützten: Markus Krebs, Sebastian Pufpaff, Hennes Bender und Barbara Ruscher.

WDR Fernsehen, Samstag, 23. April 2016, 20.15 Uhr

WDR 5, Sonntag, 1. Mai 2016, 20.05 Uhr (Halbfinale) und Donnerstag, 5. Mai 2016, 20:05 Uhr (Finale)

Das Halbfinale ist außerdem online unter comedy.wdr.de zu sehen.

 

WDRforyou streamt Kochshow und Rechtsberatung

Am 20. April 2016 streamt WDRforyou, das WDR Onlineangebot für Flüchtlinge und Interessierte, von 18 bis 19 Uhr erstmals eine Kochshow auf Arabisch und Deutsch: KOCHENforyou kommt live aus einem Asylbewerberheim in Köln-Brück. Dort erklärt der syrische Starkoch Fadi Alauwad, der neu in Deutschland angekommen ist, seine Rezepte. Moderatorin Marwa Eldessouky  (Mittwoch, 18-19.00, www.wdrforyou.de, www.facebook.com/WDRforyou )

© WDR
© WDR

Außerdem wird WDRforyou am 29. April 2016 von 18 bis 20 Uhr live aus dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge streamen. Dann können die Schutzsuchenden ihre Fragen direkt an die Behörde stellen, die über ihre Fälle entscheidet.

Das Online-Angebot WDRforyou für Flüchtlinge und alle Interessierten findet großen Zuspruch. 60.000 Likes auf Facebook innerhalb von 10 Wochen, Reichweiten von über einer halben Million. Die Macher freuen sich sehr über diese Erfolg und die große Akzeptanz. Es zeigt sich, dass der Bedarf nach Informationen bei den Flüchtlingen enorm ist. Im viersprachigen Online-Programm von WDRforyou geht es nicht nur um Fragen wie, wie macht man einen Führerschein oder eröffnet ein Bankkonto. Auch aktuelle Politik wird erklärt und Politik, die die Geflohnen direkt betrifft, wie der Türkei-Deal. Die Reaktionen der User sind so zahlreich wie bewegend. Viele Flüchtlinge in Deutschland haben Angehörige, meist Frauen und Kinder, die nun in Griechenland festsitzen. Ihre Sorgen, Ängste und Fragen schreiben sie WDRforyou. l

Außerdem streamt WDRforyou Fußball, wie z.B. das Länderspiel Deutschland-Italien live und kommentiert auf Arabisch. Besonders beliebt sind die Live-Streams auf Facebook, wo Rechtsexperten Fragen der Flüchtlinge zu Asyl und Aufenthalt beantworten.

ZDF gewinnt sieben Preise beim Deutschen Fernsehpreis

In sieben Kategorien räumte das ZDF am Donnerstagabend beim Deutschen Fernsehpreis ab. "Die Anstalt" wurde von der Jury in Düsseldorf als "Beste Comedy" geehrt. Das "NEO MAGAZIN ROYALE mit Jan Böhmermann" erhielt in der Kategorie "Beste Unterhaltung Late Night" die Auszeichnung. Auch im Fiktionalen hat das ZDF mit den Produktionen "Ein großer Aufbruch", "Tannbach – Schicksal eines Dorfes", "Das Zeugenhaus" und "Zum Sterben zu früh" die Nase vorn.

"Ich freue mich über die Auszeichnungen in den Bereichen Fiktion und Satire", sagt ZDF-Programmdirektor Dr. Norbert Himmler. "Die Qualität unserer Programme entsteht aus dem Zusammenspiel unserer Redaktionen mit den Kreativen auf dem deutschen Fernsehmarkt. Ein Sender muss wissen, was er will, und gleichzeitig allen Beteiligten genug Freiraum lassen, damit gutes Fernsehen entstehen kann."

Als "Beste Schauspielerin" wurde Ina Weisse unter anderem für ihre Rolle als Tochter Marie in "Ein großer Aufbruch" (Sendedatum: 16. November 2015) ausgezeichnet. Jonas Nay erhielt für seine Leistung als Friedrich Erler in dem ZDF-Dreiteiler "Tannbach – Schicksal eines Dorfes" den Deutschen Fernsehpreis als "Bester Schauspieler".

In der Produktion "Zum Sterben zu früh" (Sendedatum: 9. November 2015) erzählt Krimispezialist Lars Becker die Vorgeschichte zu dem erfolgreichen Polizeifilm "Unter Feinden", inspiriert durch den Roman von Georg M. Oswald. Dafür ehrte die Jury den Ausnahmeregisseur in der Kategorie "Beste Regie". Und für seine "kongeniale Bildgestaltung" wurde Ngo The Chau in der Kategorie "Beste Kamera" belohnt.

Für das Drama "Das Zeugenhaus" (Sendedatum: 24. November 2014), das im Umfeld der Nürnberger Prozesse spielt, sowie für den Film "Ein großer Aufbruch" ist Drehbuchautor Magnus Vattrodt als bester Drehbuchautor ausgezeichnet word