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Demokratie steht an erster Stelle

Bundestagswahl 2017 – Demokratie steht an erster Stelle

Damit dies auch so bleibt, müssen wir uns dafür auch engagieren. Demokratie ist kein Selbstläufer und schon gar keine Zuschauerveranstaltung. Bildungschancen dürfen daher nicht vernachlässigt werden. 

In vielen Ländern Europas erstarken zurzeit die Rechtspopulisten und die Türkei verwandelt sich langsam in eine Diktatur. In Zeiten wie diesen scheint vielen noch einmal mehr bewusst zu werden, welche Vorzüge es hat, in einer funktionierenden Demokratie zu leben. In einer aktuellen Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ist die Erhaltung der Demokratie das wichtigste politische Thema für die Deutschen.

Die Befragten sollten für verschiedene Politikbereiche auf einer Skala von 0 (gar nicht wichtig) bis 10 (sehr wichtig) angeben, welche Bedeutung sie diesen beimessen. Mit einer Gewichtung von 9,4 Punkten landete die Demokratieerhaltung auf dem ersten Platz. Fast genauso wichtig ist den Deutschen, dass die Politiker genügend Arbeitsplätze schaffen. Überraschend angesichts sinkender Umfragewerte der Grünen: Die Bekämpfung des Klimawandels durch eine Reduzierung der Treibhausgase ist ebenfalls ein sehr wichtiges Thema für die Befragten. Im Jahr 2017 wurden mit „Verbesserung der Pflegequalität“ und „Bekämpfung der Kriminalität“ noch weitere Themen abgefragt, denen ebenfalls eine hohe Bedeutung beigemessen wurde.

Das DIW hatte eine ähnliche Umfrage bereits im Jahr 2013 durchgeführt. Seitdem hat sich bei den Prioritäten der Deutschen nicht viel verändert, wie die Grafik von Statista zeigt. Lediglich die Verringerung der Staatsverschuldung und die Schaffung gleicher Bildungschancen für alle haben laut der Umfrage seit 2013 für die Mehrheit leicht an Wichtigkeit verloren.

Infografik: Demokratie steht an erster Stelle | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Sonntagsfrage: Regierungsparteien legen zu, AfD verliert

ARD-DeutschlandTrend

Sonntagsfrage: Regierungsparteien legen zu, AfD verliert

 © WDR Quellenangabe „ARD /Infratest dimap“


© WDR
Quellenangabe „ARD /Infratest dimap“

In der Sonntagsfrage kommt die Union auf 34 Prozent (+2 im Vergleich zum Vormonat). Die SPD legt um einen Punkt zu und erreicht 22 Prozent. Die Linke erreicht 9 Prozent (+/-0), die Grünen 13 Prozent (+/-0). Die FDP kommt auf 6 Prozent (+/-0) und die AfD auf 12 Prozent (-3). Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.504 Wahlberechtigte bundesweit befragt. Die Streitigkeiten um die AfD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg finden in der bis Mittwochabend durchgeführten Erhebung keinen erkennbaren Niederschlag.

Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung steigt in diesem Monat wieder an. Mit der Arbeit der Bundesregierung sind 48 Prozent der Befragten zufrieden bzw. sehr zufrieden (+6). 52 Prozent sind weniger bzw. gar nicht zufrieden (-5).

Auf Platz eins der Liste der beliebtesten Politiker liegt Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit 74 Prozent Zustimmung (+3 im Vergleich zum Vormonat). Ihm folgt Finanzminister Wolfgang Schäuble mit 64 Prozent Zustimmung (+4). Es folgt Bundeskanzlerin Angela Merkel mit 59 Prozent Zustimmung (+9). Dies ist ihr bester Wert seit September 2015 (damals: 63 Prozent Zustimmung). Mit der Politik des Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir sind 50 Prozent der Befragten zufrieden bzw. sehr zufrieden (+3), Innenminister Thomas de Maizière kommt auf 46 Prozent Zustimmung (-3). Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kommt auf 45 Prozent Zustimmung (+/-0) und der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel auf 41 Prozent Zustimmung (-2).

Befragungsdaten

  • Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
  • Fallzahl: 1.004 Befragte, Sonntagsfrage: 1.504 Befragte
  • Erhebungszeitraum: 4.7.2016 bis 5.7.2016, Sonntagsfrage: 4.7.-6.7.2016
  • Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
  • Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe/Dual Frame
  • Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte

* bei einem Anteilswert von 5%;
** bei einem Anteilswert von 50%

Stand: 07.07.2016, 23.45 Uhr