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Bei Generationen im Gespräch tauschen sich Jung und Alt über die großen Herausforderungen unserer Zeit aus, wie zum Beispiel: Klimakrise, Digitalisierung, Mobilität oder Migration. Gemeinsam entwickeln sie Ideen für ein zukunftsfähiges Miteinander in Freiburg.

Wir müssen reden!

Wer: 30 Menschen zwischen 16 und 24 Jahren und 30 Menschen ab 65 Jahren.
Wann: Freitag, den 18. Oktober 2019 von 09.30 bis 17.30 Uhr
Wo: Bürgerhaus Zähringen, Lameystraße 2, 79108 Freiburg

Postkarte zu Generationen im Gespräch
Lesung mit Gottfried Haufe bei Generationen im Gespräch
https://gottfried-haufe.com/


Bei Generationen im Gespräch tauschen sich Jung und Alt über die großen Herausforderungen unserer Zeit aus, wie zum Beispiel: Klimakrise, Digitalisierung, Mobilität oder Migration. Gemeinsam entwickeln sie Ideen für ein zukunftsfähiges Miteinander in Freiburg.

Worum geht es?
Generationen verbinden: Wissen ältere Menschen, was die junge Generation beschäftigt? Und haben Jugendliche Verständnis für Themen der Generation 65 plus? Wenn es um Entscheidungen geht, werden zukünftig viel mehr Ältere als Jüngere mit ihrer Stimme die Richtung vorgeben. Deshalb wollen wir ins Gespräch kommen.
Unterschiede entdecken: Klimakrise, Digitalisierung, Mobilität oder Migration. Es gibt viele relevante Themen, die unser Leben betreffen! Wo liegen die Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Streitpunkte der Generationen?
Gemeinsam Zukunft gestalten: Die junge Generation hat die Zukunft vor sich – die Älteren können ihre Erfahrungen teilen. Wir wollen Gemeinsames entdecken und Ideen und Projekte für die Gestaltung einer Zukunft in Freiburg für alle finden.
Öffentlichkeit erreichen – Wirkung erzielen: Wir wollen Gespräche gestalten und Wirkung vor Ort erzeugen – bei unseren Veranstaltungen, in der Öffentlichkeit, in Politik und Gesellschaft. Wir wollen einen neuen Dialog der Generationen anstoßen und aktiv werden

Noch Fragen?
Weitere Infos und das Anmeldeformular sind unter www.wirmuessenreden.net/freiburg zu finden. Eine Anmeldung ist bis zum 10. Oktober 2019 möglich. Weitere Fragen beantworten wir gerne unter 030 610 81 44 68 oder generationen@bildungscent.de.
Wir freuen uns auf Ihre/Eure Anmeldungen!

Zu jung für alt - Vom Aufbruch in die Freiheit nach dem Arbeitsleben

Dieter Bednarz spricht mir aus der Seele, wenn er schreibt:

Buchcover "Zu jung für alt"„Sie denken eher an Rente als an Revolution? Macht nichts. Unsere Revolution beginnt damit, dass wir mit dem Klischee aufräumen, es sei das Vorrecht der Jungen und Wilden, Barrikaden zu stürmen und gegen gesellschaftliche Missstände aufzubegehren.“

Zu Hause rumsitzen, den Garten umgraben oder ständig auf Kreuzfahrt gehen, das sind nicht die Perspektiven, die der neuen Generation #Rente gut zu Gesicht stehen. Zu dieser Erkenntnis kommt man spätestens, wenn man das Buch von Dieter Bednarz mit Freude gelesen hat.

Alt sind immer nur die anderen, dacht auch er. Nach über dreißig Jahren beim Spiegel kommt er schwer ins Grübeln, als sein Chef ihn auf den Vorruhestand anspricht. Und es wird nicht besser, als seine Frau ihm ein Rentnerticket kauft…. Aber Gange machen gilt nicht, findet er, und beschließt, sich dem Abenteuer Alter zu stellen.

Dieter Bednarz nimmt die Leser mit auf seine Reise zu Experten und Betroffenen: Er begegnet Menschen, die ihn ermutigen, sich den neuen Herausforderungen zu stellen.

Obwohl ich gerade ein paar andere tolle Bücher lese, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, dieses Buch im Eiltempo zu verschlingen. Die 272 Seiten sind hoch spannend und sehr informativ.

Weder am Buch selbst noch am Autor gibt es für mich etwas zu kritisieren. Allerdings ist mir beim Stöbern im Netz aufgefallen, dass es fast nur Männer sind, die über die Zeit nach dem Berufsleben schreiben. Warum eigentlich? Gehen Frauen viel lockerer in Rente? Oder glauben sie, dass das andere Menschen nicht interessieren könnte, wie sie die Zeit kurz vor und in der Rente erleben?

Wenn es um Frauen geht, die älter werden, dann geht es um Schönheit im Alter und ähnliche Dinge. Männer machen sich da keine Gedanken. Warum auch? Frauen werden alt, Männer interessant. Man denke nur an den Mann mit den grauen Schläfen, der sich scheinbar einem regen Interesse von jungen Frauen erfreuen darf.

Deshalb ist es dringend nötig, die stereotypischen Altersbilder zu verändern. Und dabei geht es nicht nur um ältere Menschen an sich, sondern auch um ein neues Frauenbild. Die fitten Alten sind oft gar nicht männlich. Das zeigen letztendlich auch die Statistiken. Frauen werden immer noch älter als Männer.

Zurück zum Buch von Dieter Bednarz. Meine Leseempfehlung gilt auch für Frauen.

Über den Autor:

Dieter Bednarz ist Jahrgang 1956, ist Autor, Dozent und Vortragsreisender. Als politischer Korrespondent des Spiegel berichtet er vor allem über den Nahen und Mittleren Osten. Als Autor machte er sich vor allem durch seine persönlich gefärbten Sachbücher, von denen zwei verfilmt wurden einen Namen.

Zu jung für alt – Vom Aufbruch in die Freiheit nach dem Arbeitsleben

272 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-89684-265-7, € 19,00

Erscheinungstermin: 24. September 2018 – auch als E-Book erhältlich

Menschen hautnah, WDR Fernsehen

 Klaus S. mit seiner Freundin Ursula. Foto: WDR

Klaus S. mit seiner Freundin Ursula. Foto: WDR

Klaus S. ist ein Mann, der niemals aufgibt. Und er und seine Freundin Ursula M. sind ein Liebespaar ganz besonderer Art. Er war, als sie sich kennen lernten, 70 Jahre alt und steckte mit seiner Batteriefirma in großen finanziellen Schwierigkeiten. Die drei Jahre jüngere Ursula wurde sein rettender Engel.

Doch ihre Liebe wird seither durch immer neue Schwierigkeiten auf die Probe gestellt. Seine Firma machte Verluste, die Sparkasse kündigte Kredite, verlangte, dass Klaus S. wegen seines Alters einen Nachfolger für seine Firma suchte - vergeblich. Es folgten: Insolvenz, Kontopfändung, Aufforderung zur Vermögensauskunft, die drohende Zwangsversteigerung seines Privathauses. All das will sich Klaus S. nicht gefallen lassen.

Und wieder hat Klaus S. (l) einen Prozess verloren. Hier mit seinem Anwalt und Freundin Ursula.
Und wieder hat Klaus S. (l) einen Prozess verloren. Hier mit seinem Anwalt und Freundin Ursula.

Er kämpft - mit Gerichtsprozessen, Beschwerden und Anzeigen. Finanziert mit dem Geld seiner Freundin. Denn er hat nichts mehr. Ursula M. ist bereit, fast alles für ihn zu tun, hat ihm zuliebe sogar eine neue Firma gegründet. Denn nicht mehr zu arbeiten, das ist für Klaus S. auch mit 75 unvorstellbar.

Er ist ein Dickschädel - von Kindesbeinen an. Sein Vater hat ihn oft gedemütigt, erniedrigt, sagte immer wieder: "Alles, was du mal wirst, das fängt mit 'Hilfs-' an: Hilfsarbeiter, Hilfszeitungsausträger und, und, und..." Der Vater schlug ihn grün und blau. Einmal hat er ihm ein Brett mit Nägeln in den Rücken gerammt, so dass er blutete. Die Angst, vernichtet zu werden, sitzt tief und ist allgegenwärtig. Ursula glaubt, dass das der Grund dafür ist, dass er immer weiter kämpfen muss. "Er kämpft und kämpft. Wahrscheinlich bis er tot umfällt. Aber ich stehe zu ihm. Wenn ich ihn jetzt hängen lasse, dann steht er da ganz alleine. Wir müssen da jetzt einfach durch."

Donnerstag, 12.03.2015,   22.30 Uhr

Menschen hautnah: Alt, verliebt und kämpferisch

Ein Film von Erika Fehse