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Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat den Antrag der Universität Freiburg im Programm „Integra – Integration von Flüchtlingen ins Fachstudium“ bewilligt. Der DAAD unterstützt damit die Weiterführung einer Koordinationsstelle beim Studierendenwerk Freiburg-Schwarzwald (SWFR) sowie die Veranstaltung von Workshops an der Universität im Zeitraum von Anfang Januar 2019 bis Ende März 2020 mit insgesamt knapp 53.000 Euro.

Deutscher Akademischer Austauschdienst unterstützt Workshops und Koordinierungsstelle in Freiburg

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat den Antrag der Universität Freiburg im Programm „Integra – Integration von Flüchtlingen ins Fachstudium“ bewilligt. Der DAAD unterstützt damit die Weiterführung einer Koordinationsstelle beim Studierendenwerk Freiburg-Schwarzwald (SWFR) sowie die Veranstaltung von Workshops an der Universität im Zeitraum von Anfang Januar 2019 bis Ende März 2020 mit insgesamt knapp 53.000 Euro. „Die DAAD-Förderung eröffnet uns Möglichkeiten, um speziell auf diese Zielgruppe zugeschnittene Angebote einzurichten und damit die universitäre wie auch die gesellschaftliche Integration geflüchteter Studierender maßgeblich zu fördern“, sagt Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger, Prorektorin für Studium und Lehre der Universität Freiburg.

Seit 2016 ist beim SWFR eine Koordinationsstelle zum Thema „Geflüchtete und Studium“ angesiedelt. Ihre Aufgabe ist es, alle relevanten Akteurinnen und Akteure in der Region zu vernetzen, Geflüchtete zu allen Aspekten des Studiums zu beraten sowie Informationen bereitzustellen, insbesondere auf der Website und in einem speziellen Newsletter des SWFR. Hinzu kommen Abstimmungsprozesse und Informationsaustausch – etwa mit Jobcentern, Migrationsberatungsstellen, Sozialämtern und anderen Behörden oder mit ehrenamtlichen und studentischen Initiativen zur Flüchtlingshilfe. Seit 1. Juli 2018 ist Laura Schmid für diese Aufgaben als Koordinatorin beim SWFR angestellt.

Der Bedarf an Informationen, Aufklärung und Anleitung ist für studentische und studieninteressierte Geflüchtete besonders hoch: „Sie sind in der Regel – anders als internationale Studierende – nicht gezielt und mit einem festen Studienplan nach Deutschland gekommen, sondern stehen aufgrund der Flucht aus ihrem Heimatland vor der Herausforderung, sich völlig neu orientieren zu müssen“, sagt Besters-Dilger. Die Universität Freiburg wird daher im Sommersemester 2019 und im Wintersemester 2019/20 gemeinsam mit dem SWFR je fünf thematisch unterschiedliche Workshops für Studierende mit Fluchtgeschichte sowie studieninteressierte Geflüchtete anbieten. Hinzu kommt ein Workshop am Institut für Ethnologie, der in die akademische Kultur der Universität einführt. Ziel ist, die Teilnehmenden unter anderem mit wissenschaftlichem Arbeiten, Lehr- und Lerntechniken, dem Alltag an der Hochschule, den Beratungsstellen für Studierende, der Studienfinanzierung und der Vorbereitung auf den Berufseinstieg vertraut zu machen.

Weitere Informationen

Die Universität Freiburg hat Rudolf-Werner Dreier die Universitätsmedaille verliehen. Damit würdigt sie seine besonderen Verdienste um den Aufbau eines weltweiten Alumni-Netzwerks. „Als Rudolf-Werner Dreier Alumni Freiburg im Jahr 1996 begründete, war die Universität Freiburg die erste Hochschule Deutschlands, die auf diese Weise den Kontakt zu ihren ehemaligen Studierenden ausbaute“, sagt Rektor Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer. „Mit seiner Initiative und seinem Engagement hat er bundesweit Pionierarbeit geleistet und unserer Universität eine großartige Erfolgsgeschichte mit internationaler Resonanz ermöglicht, die wir auch in Zukunft weiterschreiben werden.“

Hohe Auszeichnung für besondere Verdienste um den Aufbau eines weltweiten Alumni-Netzwerks

Die Universität Freiburg hat Rudolf-Werner Dreier die Universitätsmedaille verliehen. Damit würdigt sie seine besonderen Verdienste um den Aufbau eines weltweiten Alumni-Netzwerks. „Als Rudolf-Werner Dreier Alumni Freiburg im Jahr 1996 begründete, war die Universität Freiburg die erste Hochschule Deutschlands, die auf diese Weise den Kontakt zu ihren ehemaligen Studierenden ausbaute“, sagt Rektor Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer. „Mit seiner Initiative und seinem Engagement hat er bundesweit Pionierarbeit geleistet und unserer Universität eine großartige Erfolgsgeschichte mit internationaler Resonanz ermöglicht, die wir auch in Zukunft weiterschreiben werden.“

Schon zwei Jahre nach der Gründung verzeichnete die Alumni-Organisation 1.200 Mitglieder. Heute, gute 20 Jahre später, steht die Universität Freiburg dank dieser Einrichtung mit etwa 150.000 ihrer Alumnae und Alumni weltweit in Kontakt. Acht nationale und 13 internationale Clubs laden die Freiburger Alumni regelmäßig zu wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen ein, und alle zwei Jahre findet an der Universität Freiburg ein internationales Alumni-Meeting statt. Alleine zum diesjährigen Treffen statteten mehr als 1.000 Ehemalige ihrer Alma Mater einen Besuch ab, um bei den Veranstaltungen rund um die Universität und die Stadt Freiburg ihren ehemaligen Studienort wiederzuentdecken und Erinnerungen aufleben zu lassen.

Der ebenfalls auf Dreiers Initiative 1998 gegründete Förderverein Alumni Freiburg e.V. hat zum Ziel, die Studienbedingungen durch die Förderung von Forschung und Lehre der Universität Freiburg zu verbessern. Er unterstützt unter anderem studentische Projekte und Initiativen, verleiht den Alumni-Preis für soziales Engagement, ist an der Universität Freiburg der größte Stipendiengeber des Deutschlandstipendiums und fördert unter anderem Exkursionen für Studierende, Konferenzen junger Forscherinnen und Forscher oder die Vergabe von Alumni-Preisen in den Fakultäten. Die mehr als 1.500 Mitglieder sind hauptsächlich ehemalige Studentinnen und Studenten sowie ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – aber auch einige noch aktive Universitätsangehörige, also die zukünftigen Alumni, finden sich in seinen Reihen.

Zum 1. März 2019 wird Rudolf-Werner Dreier in den Ruhestand eintreten. Seiner Universität jedoch bleibt er als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Fördervereins Alumni Freiburg e.V. mit seinen nationalen und internationalen Alumni-Clubs weiterhin eng verbunden.

Alumni Freiburg

Förderverein Alumni Freiburg e.V.

„March for Science"  -  Kundgebung am 22.04.2017 zur Bedeutung wissenschaftlicher Fakten als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses

Grafik: March for Science Germany

Am 22. April 2017 werden Menschen in mehr als 400 Städten weltweit ein Zeichen dafür setzen, dass wissenschaftliche Fakten als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses nicht verhandelbar sind. Auch in Freiburg haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen „March for Science" organisiert: Die Demonstration startet um 11 Uhr auf dem Platz der Weißen Rose und gipfelt in einer Schlusskundgebung auf dem Augustinerplatz. Der Senat der Universität Freiburg bittet die Mitglieder sowie die Freundinnen und Freunde der Universität, sich am „March for Science" zu beteiligen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wenden sich gegen die Tendenz im politischen und gesellschaftlichen Diskurs, die Grenze zwischen Tatsache, persönlicher Meinung und freier Erfindung – beispielsweise in Form so genannter alternativer Fakten – aufzuweichen. „Wir wollen deutlich machen, dass die Wertschätzung von Expertentum und wissenschaftlich gesicherter Erkenntnis entscheidende Voraussetzungen bilden für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Dialogfähigkeit", sagt Rektor Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, der ebenfalls am „March for Science" teilnehmen wird. „Forschungsergebnisse können unbequem sein und sind es – zum Wohle der Menschheit – in Jahrhunderten oftmals gewesen. Sie können alltägliche Gewissheiten und Gewohnheiten in Frage stellen und das Selbstbild von Einzelpersonen und Gesellschaften destabilisieren. Die Wissenschaft braucht eine gleichermaßen gelassene wie aufgeschlossene Haltung gegenüber diesen Zumutungen, um sich optimal entfalten und einen Fortschritt realisieren zu können, der im 21. Jahrhundert notwendiger ist denn je."

Weitere Informationen:
http://marchforscience.de
www.facebook.com/ScienceMarchFreiburg

Die Universität Freiburg bietet in den kommenden beiden Jahren erneut Vorkurse an, die auf das Studium vorbereiten

Sprach- und Fachkenntnisse für Geflüchtete

Die Mathematikerin Sildona Ristani bereitet sich auf die Deutschprüfung vor

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert über das Integra-Programm des Deutschen Akademischen Austauschdiensts in den kommenden beiden Jahren erneut Vorkurse an der Universität Freiburg, die Geflüchtete darauf vorbereiten, ein Studium an einer deutschen Hochschule aufzunehmen. Das BMBF stellt der Universität dafür insgesamt knapp 300.000 Euro bereit. „Nach der erfolgreichen Premiere 2016 sind wir froh, dass wir dieses Angebot fortführen und weitere studieninteressierte Geflüchtete auf dem Weg an die Universität unterstützen können“, sagt Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger, Prorektorin für Studium und Lehre der Universität Freiburg.  Der nächste Vorkurs findet von April bis Dezember 2017 statt. Vorgesehen sind zwei Klassen mit jeweils bis zu 22 Plätzen, für die sich Interessierte bis zum 16. Februar online bewerben können. Geflüchtete können sich zudem am 2. Februar 2017 ab 18 Uhr im Hörsaal 1098, Kollegiengebäude I, Platz der Universität 3 über den Vorkurs und die Bedingungen zur Teilnahme informieren.

Ziel ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im September  2017 oder spätestens Anfang 2018 die „Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang“ (DSH) ablegen. Nachweise über den Aufenthaltsstatus als Geflüchtete sowie über die Hochschulzugangsberechtigung für Deutschland werden für die Teilnahme am Vorkurs vorausgesetzt. Zudem benötigen die Bewerberinnen und Bewerber fortgeschrittene Kenntnisse der deutschen Sprache auf dem Niveau B1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen. Kriterien in dem Auswahlverfahren sind das Ergebnis eines Sprachtests, der Anfang März 2017 im Sprachlehrinstitut (SLI) der Universität stattfindet, sowie die persönliche Motivation, Studienerfahrungen und der biografische Hintergrund.

Der Schwerpunkt des Vorkurses liegt darauf, dass die Teilnehmenden ihre Kenntnisse der deutschen Sprache weiter verbessern – im Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. Zudem erhalten sie Einführungen in das akademische Arbeiten, das deutsche Hochschulsystem, in deutsche Landeskunde sowie einen Englisch-Auffrischungskurs und ein interkulturelles Training. Für diesen Teil des Programms ist das SLI zuständig. Hinzu kommen Einführungen in Mathematik, Physik, Chemie und Informatik, unterrichtet von erfahrenen Lehrkräften der jeweiligen Fächer an der Universität. Diese Ausrichtung entspricht der fachlichen Orientierung, die die meisten studieninteressierten Flüchtlinge erfahrungsgemäß bevorzugen.

Die Teilnehmenden sind gleichzeitig als Gasthörerinnen und Gasthörer an der Universität Freiburg eingeschrieben. Damit erhalten sie unter anderem den Zugang zum Sprachselbstlernbereich im SLI, in dem sie sich mithilfe von Lernmaterialien und Computerprogrammen selbstständig mit Deutsch und anderen Fremdsprachen vertraut machen können. Außerdem können sie aus einem umfangreichen Angebot an Lehrveranstaltungen wählen, und sie erhalten einen Ausweis für die Universitätsbibliothek Freiburg. Damit haben sie schon während des Vorkurses die Gelegenheit, sich mit den Strukturen und Abläufen an einer deutschen Universität vertraut zu machen.

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Übersicht zu universitären Angeboten und Initiativen für Flüchtlinge

Zur richtigen Zeit an Bord

Roboter SPENCER weist Passagieren auf dem Flughafen

den Weg zum Gate und verfügt über soziale Kompetenzen

Guten Flug: Der mit Sensoren und Kameras ausgestatte mannshohe Roboter SPENCER scannt die Bordpässe der Passagiere und begleitet sie selbstständig durch den Flughafen. Foto: SPENCER-Projekt/KLM
Guten Flug: Der mit Sensoren und Kameras ausgestatte mannshohe Roboter SPENCER scannt die Bordpässe der Passagiere und begleitet sie selbstständig durch den Flughafen. Foto: SPENCER-Projekt/KLM

Den Anschlussflug nicht verpassen, das richtige Gate unter Zeitdruck und trotz Sprachbarriere finden und sich nicht am Flughafen verlaufen: In dieser Situation können künftig Roboter Passagieren helfen. Ein Prototyp ist Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des internationalen Forschungsprojekts „Social situation-aware PErceptioN and action for CognitivE Robots“ (SPENCER) gelungen, das das Institut für Informatik der Universität Freiburg koordiniert hat. Bei abschließenden Tests hat ein Roboter erfolgreich Passagiere am Flughafen Schiphol in Amsterdam/Niederlande zu ihrem richtigen Abfluggate begleitet.

Der mit Sensoren und Kameras ausgestatte mannshohe Roboter SPENCER scannt die Bordpässe der Transferpassagiere, prüft, ob die Gruppe vollständig ist, und begleitet sie selbstständig durch den Flughafen. Dabei passt er seine Geschwindigkeit der Gruppe an, weicht Hindernissen wie Koffern oder Reisegruppen aus und informiert die Passagiere über die verbleibende Distanz zum Abfluggate. Dort angekommen, zeigt er dies auf seinem Bildschirm an. „Wir freuen uns, mit SPENCER den ersten Roboter mit sozialen Kompetenzen entwickelt zu haben, der jemals auf einem Flughafen zum Einsatz gekommen ist“, erklärt Juniorprofessor Dr. Kai Arras, Koordinator des Projekts vom Institut für Informatik der Universität Freiburg. „Der Roboter hat die einzigartige Fähigkeit, über das Verhalten von Personen deren soziale Bindung – zum Beispiel die Zugehörigkeit zu einer Familie oder Gruppe – zu erkennen und dementsprechend sozial kompatibel zu handeln. Dazu gehört, sich nicht durchzudrängeln und aufmerksam und rücksichtsvoll zu agieren.“ Diese Fähigkeiten seien für den Einsatz intelligenter Serviceroboter, die ihren Arbeitsraum mit Menschen im Haushalt, in Fabriken oder als selbstfahrende Autos teilen, wichtig. „Ein belebter Flughafen mit vielen Menschen, die unter Zeitdruck stehen, ist ein gutes Beispiel für ein anspruchsvolles, alltägliches Problem, unter dem ein Roboter sicher und unter Berücksichtigung sozialer Regeln funktionieren muss“, fasst der Forscher zusammen.

René de Groot, Chief Operating Officer der am Projekt beteiligten niederländischen Fluggesellschaft KLM, unterstreicht den Nutzen, den SPENCER zum reibungslosen Transfer-Ablauf beitragen könnte – immerhin fliegen 70 Prozent der KLM-Passagiere über Schiphol: „Wir glauben, dass die Robotik in den kommenden Jahren in der Luftfahrt eine immer wichtigere Rolle spielen wird und prüfen, wie wir Roboter in verschiedene Bereiche integrieren können.“ In Zukunft könnten sie zum Beispiel eingesetzt werden, um Passagiere an stark frequentierten Flughäfen von Gate zu Gate zu führen. „Diese ergänzende Serviceleistung würde bewirken, dass unser Flughafenpersonal mehr Zeit hätte, um Passagiere mit erhöhten Bedürfnissen zu unterstützen.“

An dem internationalen Projekt SPENCER sind sechs universitäre und zwei industrielle Partner aus fünf europäischen Ländern beteiligt. Forscherinnen und Forscher der Universität Freiburg, der Technischen Universität München, der RWTH Aachen, der Universitäten Twente/Niederlande und Örebro/Schweden, des Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS)/Frankreich sowie die Schweizer Firma Bluebotics und die niederländische Fluggesellschaft KLM arbeiteten drei Jahre lang gemeinsam an SPENCER. Die Europäische Kommission hat das Forschungsvorhaben mit 3,18 Millionen Euro gefördert.