Sprachkenntnisse für Geflüchtete

16 Jan

Die Universität Freiburg bietet in den kommenden beiden Jahren erneut Vorkurse an, die auf das Studium vorbereiten

Sprach- und Fachkenntnisse für Geflüchtete

Die Mathematikerin Sildona Ristani bereitet sich auf die Deutschprüfung vor

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert über das Integra-Programm des Deutschen Akademischen Austauschdiensts in den kommenden beiden Jahren erneut Vorkurse an der Universität Freiburg, die Geflüchtete darauf vorbereiten, ein Studium an einer deutschen Hochschule aufzunehmen. Das BMBF stellt der Universität dafür insgesamt knapp 300.000 Euro bereit. „Nach der erfolgreichen Premiere 2016 sind wir froh, dass wir dieses Angebot fortführen und weitere studieninteressierte Geflüchtete auf dem Weg an die Universität unterstützen können“, sagt Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger, Prorektorin für Studium und Lehre der Universität Freiburg.  Der nächste Vorkurs findet von April bis Dezember 2017 statt. Vorgesehen sind zwei Klassen mit jeweils bis zu 22 Plätzen, für die sich Interessierte bis zum 16. Februar online bewerben können. Geflüchtete können sich zudem am 2. Februar 2017 ab 18 Uhr im Hörsaal 1098, Kollegiengebäude I, Platz der Universität 3 über den Vorkurs und die Bedingungen zur Teilnahme informieren.

Ziel ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im September  2017 oder spätestens Anfang 2018 die „Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang“ (DSH) ablegen. Nachweise über den Aufenthaltsstatus als Geflüchtete sowie über die Hochschulzugangsberechtigung für Deutschland werden für die Teilnahme am Vorkurs vorausgesetzt. Zudem benötigen die Bewerberinnen und Bewerber fortgeschrittene Kenntnisse der deutschen Sprache auf dem Niveau B1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen. Kriterien in dem Auswahlverfahren sind das Ergebnis eines Sprachtests, der Anfang März 2017 im Sprachlehrinstitut (SLI) der Universität stattfindet, sowie die persönliche Motivation, Studienerfahrungen und der biografische Hintergrund.

Der Schwerpunkt des Vorkurses liegt darauf, dass die Teilnehmenden ihre Kenntnisse der deutschen Sprache weiter verbessern – im Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben. Zudem erhalten sie Einführungen in das akademische Arbeiten, das deutsche Hochschulsystem, in deutsche Landeskunde sowie einen Englisch-Auffrischungskurs und ein interkulturelles Training. Für diesen Teil des Programms ist das SLI zuständig. Hinzu kommen Einführungen in Mathematik, Physik, Chemie und Informatik, unterrichtet von erfahrenen Lehrkräften der jeweiligen Fächer an der Universität. Diese Ausrichtung entspricht der fachlichen Orientierung, die die meisten studieninteressierten Flüchtlinge erfahrungsgemäß bevorzugen.

Die Teilnehmenden sind gleichzeitig als Gasthörerinnen und Gasthörer an der Universität Freiburg eingeschrieben. Damit erhalten sie unter anderem den Zugang zum Sprachselbstlernbereich im SLI, in dem sie sich mithilfe von Lernmaterialien und Computerprogrammen selbstständig mit Deutsch und anderen Fremdsprachen vertraut machen können. Außerdem können sie aus einem umfangreichen Angebot an Lehrveranstaltungen wählen, und sie erhalten einen Ausweis für die Universitätsbibliothek Freiburg. Damit haben sie schon während des Vorkurses die Gelegenheit, sich mit den Strukturen und Abläufen an einer deutschen Universität vertraut zu machen.

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