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Generation Lochkarte trifft Digitalisierung DO. 26.9. | 19 Uhr | STUDIO FREIBURG | SCHLOSSBERGSAAL SWR-Redakteurin Dinah Steinbrink im Gespräch mit Ria Hinken Eintritt frei!

#GenerationLochkarte trifft Digitalisierung

Welche Bilder kann ich gefahrlos über Whatsapp verschicken? Wie finde ich bei Facebook alte Schulfreunde? Warum ist ein Smart-Home vielleicht doch nicht nur praktisch? Und was passiert mit meinen Daten? 

©SWR

Die Freiburgerin Ria Hinken - 66 Jahre, Netzwerkerin, Social-Media-Expertin und Altersspezialistin - weiß es. Lange hat sie im IT-Bereich gearbeitet. Heute hält sie Vorträge über die Gefahren beim sorglosen Umgang mit Daten, gibt Seminare zu Themen wie „Hilfe! Mein Mann geht in Rente!“ und coacht Menschen bei ihrer Vorbereitung auf den Ruhestand.

In Freiburg leitet sie das Projekt Alterskompetenz.info. Da informiert sie zum Beispiel über anderes Wohnen im Alter oder Einkommen in späten Lebensphasen und sie hilft der „Generation Lochkarte“, sich im Dschungel der Digitalisierung zurechtzufinden.

An all ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und auch an kleinen Anekdoten zum Schmunzeln lässt sie uns teilhaben: Präzise, freundlich und humorvoll. Und: Fragen dürfen Sie alles!

SWR-Redakteurin Dinah Steinbrink im Gespräch mit Ria Hinken

Eintritt frei.

Anmeldung erbeten unter studio.freiburg@swr.de

Ausschnitte aus dem Gespräch werden gesendet am
SO, 29.09. in SWR4 Baden-Württemberg Radio Südbaden
SA, 05.10. von 14.05 – 15 Uhr in SWR Aktuell

SO, 06.10. von 10.03 – 11 Uhr in SWR Aktuell

Wir von Alterskompetenz haben das sehr wichtige Thema schon längst auf unsere Agenda geschrieben. Mit Vorträgen und Workshops informieren wir seit einigen Jahren überweigend Menschen ab 50 über den sicheren Umgang im Netz.

BSI erweitert Zielgruppenangebote für ältere Menschen

BAGSO und BSI haben glücklicherweise nun auch die Zielgruppe der älteren Menschen zum Thema Verbraucherschutz entdeckt.

Wir von Alterskompetenz haben das sehr wichtige Thema schon längst auf unsere Agenda geschrieben. Mit Vorträgen und Workshops informieren wir seit einigen Jahren überweigend Menschen ab 50 über den sicheren Umgang im Netz.

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Im Alltag älterer Menschen spielen Internet und Mobilkommunikation längst eine große Rolle. Dies bestätigt eine noch unveröffentlichte repräsentative Umfrage des BSI und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK): Drei Viertel der Befragten zwischen 60 und 69 Jahren nutzen Smartphones (75 %) und über die Hälfte besitzen einen Laptop (58 %). Zudem ist der Bedarf an Informationen bei dieser Zielgruppe groß: Insgesamt drei Viertel informieren sich regelmäßig oder zumindest im Problemfall über das Thema Cyber-Sicherheit. Als Teil des Digitalen Verbraucherschutzes erweitert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) daher seine Angebote für Senioren und Seniorinnen.

"Die Digitalisierung eröffnet speziell älteren Menschen viele Möglichkeiten, den Alltag komfortabler zu gestalten und das soziale Miteinander zu erleichtern, etwa durch Smart Home-Lösungen, Messenger-Dienste oder Soziale Netzwerke. Da verschiedene Altersgruppen erfahrungsgemäß unterschiedlich mit neuen Technologien und den damit verbundenen Risiken umgehen, ist es wichtig, Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Zielgruppen so aufzubereiten, dass diese sie auch umsetzen können. Auch mit dem geplanten IT-Sicherheitskennzeichen erleichtern wir älteren Menschen den Umgang mit Informationstechnik. Für die immer größer werdende Zahl der "Silver Surfer" ist das BSI die richtige Anlaufstelle für Fragen der Informationssicherheit", erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Der digitale Nachlass ist kein Thema, über das man gerne nachdenkt

Die #Lochkartengeneration kennt das noch. Ein Modem oder auch Akustikkoppler genannt. Foto: Ria Hinken
Die #Lochkartengeneration kennt das noch. Ein Modem oder auch Akustikkoppler genannt. Foto: Ria Hinken

Mittlerweile ist auch der Großteil der älteren Generation online und verfügt über viele Benutzerkonten – von der jüngeren Generation ganz zu schweigen. Doch was passiert mit all diesen Datensätzen nach dem Tod? SpardaSurfSafe, eine Initiative der Stiftung für Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg.

Digtales Erbe: SpardaSurfSafe klärt die wichtigsten Fakten

Vor ein paar Jahren ist ein Freund von uns bei einem Unfall ums Leben gekommen. Die Angehörigen hatten viel Mühe an seinen XING-Account zu kommen, um diesen zu löschen. Inzwischen haben immer mehr Menschen immer mehr Online-Konten. Aber was passiert damit, wenn wir tot sind?

Mitte dieses Jahres erregte ein Gerichtsurteil die Gemüter: Das Berliner Kammergericht verwehrte in zweiter Instanz den Eltern einer 2012 bei einem U-Bahn-Unfall ums Leben gekommenen 15-Jährigen den Zugriff auf deren Facebook-Konto. Die Mutter der Verstorbenen wollte im Chat-Verlauf ihrer Tochter nach Hinweisen auf Mobbing oder Suizidabsichten suchen, was Facebook jedoch verweigerte, da das Konto nach einem Hinweis eines Facebook-Freundes bereits in den sogenannten Gedenkzustand versetzt worden war. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass die Mutter über sämtliche Zugangsdaten verfügte. Die erste Instanz hatte noch die Eltern als Erben des digitalen Nachlasses ihrer Tochter und somit als zugriffsberechtigt angesehen. Das Kammergericht gab jedoch Facebook Recht, welches sich auf das Fernmeldegeheimnis berufen hatte. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, denn eine Revision ist zugelassen. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass sich auch das Bundesverfassungsgericht mit dem Fall beschäftigen muss.

„Der Fall zeigt, wie schwierig das Thema des digitalen Erbes ist. Wir sind die erste Generation, die sich überhaupt damit befassen muss und es herrscht viel Unsicherheit“, sagt Götz Schartner vom Verein Sicherheit im Internet e. V., einem Mitveranstalter von SpardaSurfSafe. „Er zeigt aber auch, dass das Thema uns alle angeht“. Die Zahlen geben Schartner Recht. 90 % der deutschen Bevölkerung über 14 Jahren sind laut der Onlinestudie von ARD und ZDF im Netz unterwegs. Ihr digitales Erbe haben hingegen nur 8 % geregelt, weitere 4 % haben zumindest für die wichtigsten Konten Vorsorge getroffen. Erschreckend: Ganze 45 % der Befragten waren sich der Problematik bislang überhaupt nicht bewusst! Diese Zahlen ergab eine YouGov-Umfrage im Auftrag von Web.de und GMX. „Die wenigsten Angehörigen wissen, wo die Verstorbenen überhaupt Online-Konten eingerichtet haben“, sagt Schartner. Das Problem vieler Accounts: Sie sind kostenpflichtig. Als Erbe muss man für anfallende Kosten aufkommen.

Um Überraschungen zu vermeiden, sollte man schon zu Lebzeiten vorsorgen und sein digitales Erbe regeln. SpardaSurfSafe hat die wichtigsten Maßnahmen hier zusammengefasst:

1. Bestimmen Sie eine Vertrauensperson zu Ihrem digitalen Nachlassverwalter.
Diese Person erhält eine Vollmacht, um sich um Ihr digitales Erbe zu kümmern. Diese Vollmacht muss handschriftlich erstellt werden, ein Datum tragen und mit dem Zusatz „über den Tod hinaus“ versehen sein. Ebenfalls in die Vollmacht gehören genaue Anweisungen, was mit welchen Daten und Konten geschehen soll.

2. Erstellen Sie eine Liste mit allen Accounts.
Verschaffen Sie sich einen Überblick über alle Dienste, bei denen Sie ein Nutzerkonto haben, notieren Sie Benutzername und Kennwort. Im Idealfall erstellen Sie diese Liste als Word- oder Excel-Dokument und speichern es dann auf einem verschlüsselten oder zumindest kennwortgeschützten USB-Stick. Das Kennwort oder den Entschlüsselungscode sollte nur der Bevollmächtigte erhalten, während der Stick selbst an einem sicheren Ort verbleibt. Wichtig ist, diese Liste aktuell zu halten.

3. Schieben Sie das Thema nicht vor sich her.
Natürlich möchte niemand über den eigenen Tod nachdenken. Trotzdem ist das digitale Erbe genauso zu behandeln wie der Schmuck, das Bankkonto und das Haus: Es muss geregelt werden! Das ist nicht nur im Sinne der Hinterbliebenen, denen damit eine Last von den Schultern genommen wird. Es liegt auch in Ihrem Interesse, selbst zu bestimmen, wie mit Ihrem Andenken umgegangen werden soll.

Mit diesen Maßnahmen lässt sich der digitale Nachlass leicht regeln. Doch was, wenn man ein nicht geregeltes digitales Vermächtnis erbt und plötzlich vor der Aufgabe steht, sämtliche Accounts aufzuspüren und löschen zu lassen, ohne Zugangsdaten zu kennen? „In diesem Fall gibt es Unternehmen, die sich darauf spezialisiert haben. Sie kümmern sich auch um die Löschung der Accounts, die Rückübertragung von eventuellen Guthaben sowie um eine Aufstellung der offenen Rechnungen. Umsonst ist dieser Service jedoch nicht“, führt Schartner aus und fügt hinzu: „Ich würde jedem – egal, ob jung oder alt – empfehlen, sich darum zu kümmern.“

Hetze und der Hass im Netz nehmen stetig zu

Überlassen Sie nicht wütenden, hetzenden Menschen das Feld in den sozialen Netzwerken. Mischen Sie sich ein. Zeigen Sie, dass Sie es nicht dulden, dass Menschen beschimpft, beleidigt oder gar bedroht werden.

Freiheit und Demokratie bedeuten Verantwortung zu übernehmen.

Hier kann man strafrechtliche Hasskommentare melden:

http://www.online-strafanzeige.de/

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https://no-hate-speech.de/de/mitmachen/

Wir posten zwar nicht alle Infos des Blogs in den sozialen Netzwerken, aber wer nicht immer auf das Blog schauen mag, findet auch hier viele Infos.

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