Betrüger geben sich als Mitarbeitende von Pflegestützpunkten aus
Es ist eine alte Betrugsmasche, aber aktuell wird sie in Baden-Württemberg
besonders häufig eingesetzt: In Telefonanrufen geben sich Betrügerinnen
und Betrüger als Mitarbeitende der Pflegestützpunkte aus. Damit wollen sie
Vertrauen erschleichen, an persönliche Daten gelangen und/oder Betroffene
zu unnötigen und kostenpflichtigen Leistungen überreden.

Die Anrufer wirken häufig professionell und vertrauenswürdig. Sie geben
vor, im Rahmen der Pflegeberatung tätig zu sein, und bieten vermeintliche
Unterstützung bei Anträgen oder Leistungsprüfungen an. Dabei bauen sie
gezielt Druck auf und drängen auf schnelle Entscheidungen. Teils wird
versucht, kurzfristig Hausbesuche zu vereinbaren – offenbar mit dem Ziel,
direkten Zugang zur Wohnung zu erhalten.
Das Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt der Stadt Freiburg weist darauf hin,
dass ihre Mitarbeitenden nicht unangekündigt anrufen, um persönliche
Daten abzufragen oder Verträge abzuschließen.
Das Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt berät Bürgerinnen und Bürger
kostenfrei und wird ausschließlich auf Initiative der Ratsuchenden tätig. Ein
Hausbesuch wird nur in Einzelfällen angeboten – nur auf ausdrücklichen
Wunsch und nach vorheriger Terminvereinbarung. Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der Pflegestützpunkte fordern niemals dazu auf, kostenpflichtige
Verträge mit ihnen abzuschließen. Auch andere Beratungsstellen, etwa von
Wohlfahrtsverbänden und von Pflegediensten, rufen nicht aus Eigeninitiative
an und machen keine unangekündigten Hausbesuche.
Sechs Schritte, um sich vor Betrug zu schützen
Machen Sie am Telefon gegenüber Anrufern, die Sie nicht kennen, keine
Angaben zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen. Nennen Sie keine
Namen von Angehörigen.
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch, wenn
Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint.
Lehnen Sie Hausbesuche strikt ab. Geben Sie Ihre Anschrift nicht weiter,
sofern Sie nicht selbst das Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt oder eine
vergleichbare Beratungsstelle angerufen und dabei um einen Hausbesuch
gebeten haben.
Nehmen Sie im Zweifel selbst Kontakt zum Seniorenbüro mit
Pflegestützpunkt auf (seniorenbuero@freiburg.de, Tel. 0761 201-3032).
Weisen Sie insbesondere ältere oder pflegebedürftige Angehörige oder
Nachbarn auf diese Betrugsmasche hin.
Sollten Sie einen derartigen Anruf erhalten oder bereits betroffen sein,
wenden Sie sich bitte an die Polizei und informieren Sie Ihren zuständigen
Pflegestützpunkt.
Pflegestützpunkte leisten unabhängige und kostenfreie Beratung rund um
das Thema Pflege. Sie stehen Bürgerinnen und Bürgern als verlässliche
Anlaufstelle zur Seite – ohne Druck, ohne versteckte Kosten, immer
transparent und unter Wahrung des Datenschutzes.