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Jeder zweite Wahlberechtigte ist älter als 52 Jahre

Bundestagswahl 2017:
Jeder zweite Wahlberechtigte ist älter als 52 Jahre

Bei der kommenden Bundestagswahl werden die Wahlberechtigten so alt sein wie niemals zuvor. Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden übersteigt das Medianalter der in Deutschland lebenden Wahlbevölkerung erstmals den Wert von 52 Jahren. Das heißt, die Hälfte der rund 61,5 Mio. wahlberechtigten Personen ist älter als 52 Jahre. Zu Beginn der 1990er Jahre lag das Medianalter der Wahlbevölkerung noch bei Werten um 46 Jahre, danach begann es stark zuzunehmen.

Das steigende Medianalter ist eine unmittelbare Folge der Bevölkerungsalterung, bei der sich die Altersstruktur zugunsten älterer Jahrgänge verschiebt. „Sinkende Geburtenzahlen, steigende Lebenserwartung und die Alterung der stark besetzten Babyboom-Generation sind die wesentlichen Ursachen dieser Entwicklung“, erklärt Dr. Tim Aevermann vom BiB. Da es mehr ältere Frauen als Männer in der Bevölkerung gibt, schlägt sich dies auch im unterschiedlichen Medianalter nach Geschlecht nieder. Bei der weiblichen Wahlbevölkerung ist die Hälfte gegenwärtig älter als 53 Jahre, die männliche älter als 51 Jahre. Und auch regional gibt es deutliche Unterschiede: In Ostdeutschland ist aufgrund des Wegzugs überwiegend junger Menschen während der letzten Jahrzehnte die Alterung stärker vorangeschritten als im Westen. Dementsprechend liegt das Medianalter der Wahlbevölkerung im Osten rund zwei Jahre über dem Vergleichswert Westdeutschlands.

 Daten zum demografischen Wandel in Deutschland

Weitere Daten zum demografischen
Wandel in Deutschland und Europa
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Demokratie steht an erster Stelle

Bundestagswahl 2017 – Demokratie steht an erster Stelle

Damit dies auch so bleibt, müssen wir uns dafür auch engagieren. Demokratie ist kein Selbstläufer und schon gar keine Zuschauerveranstaltung. Bildungschancen dürfen daher nicht vernachlässigt werden. 

In vielen Ländern Europas erstarken zurzeit die Rechtspopulisten und die Türkei verwandelt sich langsam in eine Diktatur. In Zeiten wie diesen scheint vielen noch einmal mehr bewusst zu werden, welche Vorzüge es hat, in einer funktionierenden Demokratie zu leben. In einer aktuellen Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ist die Erhaltung der Demokratie das wichtigste politische Thema für die Deutschen.

Die Befragten sollten für verschiedene Politikbereiche auf einer Skala von 0 (gar nicht wichtig) bis 10 (sehr wichtig) angeben, welche Bedeutung sie diesen beimessen. Mit einer Gewichtung von 9,4 Punkten landete die Demokratieerhaltung auf dem ersten Platz. Fast genauso wichtig ist den Deutschen, dass die Politiker genügend Arbeitsplätze schaffen. Überraschend angesichts sinkender Umfragewerte der Grünen: Die Bekämpfung des Klimawandels durch eine Reduzierung der Treibhausgase ist ebenfalls ein sehr wichtiges Thema für die Befragten. Im Jahr 2017 wurden mit „Verbesserung der Pflegequalität“ und „Bekämpfung der Kriminalität“ noch weitere Themen abgefragt, denen ebenfalls eine hohe Bedeutung beigemessen wurde.

Das DIW hatte eine ähnliche Umfrage bereits im Jahr 2013 durchgeführt. Seitdem hat sich bei den Prioritäten der Deutschen nicht viel verändert, wie die Grafik von Statista zeigt. Lediglich die Verringerung der Staatsverschuldung und die Schaffung gleicher Bildungschancen für alle haben laut der Umfrage seit 2013 für die Mehrheit leicht an Wichtigkeit verloren.

Infografik: Demokratie steht an erster Stelle | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista