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500 Millionen Menschen, eine Notrufnummer: Die „112“ steht in ganz Europa für schnelle, zuverlässige und qualifizierte Hilfe von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz

Über die kostenfreie Notrufnummer „112“ erhalten Hilfesuchende in allen Ländern der Europäischen Union und weiterer europäischer Staaten, darunter der Schweiz, Schutz und Hilfe von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdiensten. Um sie bekannter zu machen, findet am 11. Februar der europaweite Notruftag statt.
Egal ob Sie in Finnland oder Island, in Spanien oder Ungarn sind: bei einem medizinischen Notfall, einem Brand oder Verkehrsunfall – Sie zücken Ihr Telefon, wählen den europaweiten Notruf „112“ und erreichen eine öffentliche Leitstelle, die Ihr Hilfeersuchen aufnimmt und an Feuerwehr und Rettungsdienste weitergibt. Somit ist europaweit eine schnelle, zuverlässige Hilfe sichergestellt.
Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und in der Stadt Freiburg gehen die 112-Notrufe in der Integrierten Leitstelle ein, die seit 2011 gemeinsam vom Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Freiburg, dem Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald und der Stadt Freiburg in der Hauptfeuerwache in der Eschholzstraße 118 betrieben wird.

Die Integrierte Leitstelle Freiburg – Breisgau-Hochschwarzwald ist mit erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Rettungsdienst und Feuerwehr rund um die Uhr besetzt, werktags wie am Wochenende. Dabei laufen pro Jahr etwa 107.000 Notrufe über die „112“ ein, was zu insgesamt etwa 7.000 Feuerwehreinsätzen und 45.000 Rettungsdiensteinsätzen jährlich führt. Weiterhin werden in der Integrierten Leitstelle auf den beiden Servicenummern (keine Notrufnummern) für den Krankentransport „0761 – 19222“ rund 122.000 Anrufe und für den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst „116117“ (vorwahlfrei) etwa 41.000 Anrufe entgegen genommen.
Für den Notrufenden gilt dabei eine einfache Devise: Bei Notfällen und dringlichen Notsituationen schnellstmöglich „112“ wählen und – dran bleiben. Niemand muss sich einen Fragenkatalog oder Merksätze merken, um einen hilfreichen Notruf am Telefon abzusetzen. Die Disponenten in der Integrierten Leitstelle am anderen Ende der Telefonleitung fragen alles ab, was sie zur Bearbeitung des Einsatzes wissen müssen. Also nicht erst lange überlegen, was nochmal die früher gelehrten „5 W“ waren und so unnötige Zeit verschwenden oder schlimmstenfalls sich gar nicht trauen, einen Notruf abzusetzen. Das Personal der Integrierten Leitstelle führt durch den Notruf. Für alle Fälle hat die Leitstelle gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Freiburg einen Infoflyer erstellt, den man sich ausdrucken und beim Telefon bereit legen kann.
Weitere Informationen und auch eine Übersicht über die aktuelle Statistik von Anrufen und Einsätzen der ILS Freiburg steht auf www.ils-freiburg.de. Hier gibt es auch den erwähnten Info-Flyer zu den Notrufnummern und weitere wichtiger Nummern.
Fakten zum europaweiten Notruf 112
Die „112“ sichert den Bürgern der Europäischen Union europaweit eine einheitliche Notrufnummer. Sie kann von überall her erreicht werden: egal ob Festnetz, öffentliches Telefon oder Mobiltelefon.

Bei einem Mobiltelefon muss allerdings eine SIM-Karte eingelegt sein.
Jedes Gespräch über die Notrufnummer „112“ ist kostenlos.
Über Mobiltelefone können Sie immer einen Notruf absetzen, solange Sie eine Netzverbindung haben – egal ob von Ihrem eigentlichen Mobilfunkdienstanbieter oder von anderen. Auch dabei entstehen keine Kosten für Sie.
Der Notruf über die „112“ läuft technisch anders ab als ein normales Telefonat. Die Verbindung ist sicherer, und der Integrierten Leitstelle werden zusätzliche Informationen zur Anrufernummer übermittelt, die bei einem normalen Telefongespräch nicht mitgeliefert werden. Zudem ist für Mobiltelefone eine Ortung möglich.

Niedersachsen forscht zu den Topthemen der CEBIT

Vom automatisierten Notruf über Augmented Reality für den Windpark bis zu Wissensmanagement und Digital Health

Die neue CEBIT bietet die Möglichkeit, sich über die neusten Angebote und Trends  im Bereich Digitalisierung zu informieren. Dabei sollte das kritische Hinterfragen nicht vergessen werden. Nicht alles, was machbar ist, ist auch sinnvoll.

Die nachfolgenden Informationen wurden einer Pressemitteilung entnommen.

Hannover. Niedersachsen forscht zu den Topthemen der CEBIT. Das zweitgrößte Bundesland in Deutschland zeigt auf seinem Gemeinschaftsstand in Halle 16 Zukunftsszenarien der Digitalisierung.  Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen präsentieren Lösungen zu den Themen-Highlights der CEBIT 2018: Künstliche Intelligenz, Virtual und Augmented Reality, Security, Internet of Things, Smart Home, E-Learning und Digital Health.

Automatisierter Notruf, Netzwerk-Turbo für Panorama-Videos und ein Hörsystem der Zukunft

Mit ProtectMii hat die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg eine neuartige Notruf-App für die CEBIT angekündigt. Die Smartphone-Anwendung kann einen Hilferuf an ausgewählte Kontakte verschicken, ohne dass der Absender aktiv werden muss. Im Hintergrund arbeitet ein intelligentes Tracking-Verfahren, das auf einer patentierten Kombination aus Soft- und Hardware basiert und international einsetzbar sein soll. Außerdem präsentiert die Universität einen digitalen Assistenten für Wohnungsvermieter: Homevoice kann administrative Tätigkeiten wie die Kontrolle von Mieteingängen oder Nebenkostenabrechnungen vollständig automatisieren.

Das Streamen von Panorama-Videos erfreut sich dank der günstigen Preise von 360-Grad-Kameras zunehmender Beliebtheit. Doch auch in der Industrie 4.0 ergeben sich viele sinnvolle Anwendungen – zum Beispiel die Sicherheitsüberwachung oder Anlageninspektion. Allerdings benötigt die Übertragung dieser Videos über das Internet viel Bandbreite. Mit dem Projekt e360 zeigt die Georg-August-Universität Göttingen, wie sich mit einer Kombination aus Edge-Computing (Verarbeitung von Daten an der Netzwerkperipherie) und Future Internet die Belastung der Netzinfrastruktur bei der Übertragung der Videodateien reduzieren lässt.

An Hörsystemen der nächsten Generation forscht die Medizinische Hochschule Hannover. Künftig sollen Hörgeräte mit einem Brain-Computer-Interface ausgestattet sein und sich per Gedankenkontrolle steuern lassen. Dabei greifen die Forscher auf EEG-Signale des jeweiligen Trägers zurück. Ein weiteres einzigartiges Konzept ist die Einbindung von Künstlicher Intelligenz in ein Cochlea-Implantat. Dabei handelt es sich um eine Prothese für Gehörlose, deren Hörnerv noch funktionsfähig ist.

Maschinelles Lernen und Prgramme für den Informatikunterricht

Die Leibniz Universität Hannover widmet sich dem weltweiten Trend zum Applied Machine Learning: Mit maschinellen Lernverfahren und der Analyse großer Datenmengen lassen sich auch komplexe Aufgaben effizient lösen. CEBIT-Besucher können sich anhand interaktiver Exponate, Lernmodule und Spiele von den vielfältigen Möglichkeiten des maschinellen Lernens überzeugen.

Die momentan verfügbaren E-Learning-Lösungen schöpfen das Potenzial der Digitalisierung nicht aus, weil sie in den meisten Fällen auf Einzelunterricht ausgelegt sind. Mit CodeUp hat die Universität Osnabrück ein Programm für den Informatikunterricht entwickelt, das Lernen zum Gruppenerlebnis macht. Die Software verbindet Erkenntnisse aus der neurologischen Forschung, Aspekte aus dem Bereich Gamification und moderne Machine-Learning-Ansätze zu einem spannenden Planspiel. Zudem möchte die Forschungseinrichtung auf der CEBIT ihr deutschlandweit einmaliges Industrial Design Labor vorstellen, in dem Produkt-Protoypen mit Hochleistungsrechnern, 3D-Druckern und Virtual-Reality-Technologie entstehen.

Augmented Reality für den Windpark, Smart-Home-Steuerung für mehr Energieeffizienz und Cybersicherheit für kleine Unternehmen

Wie mit der Verknüpfung von technischen und betriebswirtschaftlichen Daten ein homogenes Bild in Echtzeit entsteht, demonstriert die Jade Hochschule Wilhelmshavenam Beispiel eines Windparks. Um die Verfügbarkeit und Netzsicherheit solcher Anlagen sicherzustellen, wird eine smarte Infrastruktur eingesetzt. Alle Prozesse werden mit Hilfe von Augmented Reality in Form eines digitalen Zwillings dargestellt.

Für Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und Komfort zuhause soll eine innovative App der Hochschule Hannover sorgen. Scheck365 ist der Prototyp einer Smartphone-Anwendung, mit der man die intelligent vernetzte Smart-Home-Technik in den eigenen vier Wänden so steuern kann, dass sich auch die Energieeffizienz vieler anderer Wohnungen in Deutschland verbessert. Wie das Ganze als Element der Energiewende funktioniert, verraten die Wissenschaftler auf der CEBIT.

Mit einer Cybersicherheits-Beratung für kleine Firmen, mittelständische Unternehmen und Hochschulen ist das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport in Halle 16 präsent. Die Informations- und Kommunikationsplattform zeigt IT-Entscheidern, mit welchen Mitteln sie ihr Unternehmen vor Hackerangriffen schützen können.

Big Data und KI: Intelligentes Wissensmanagement verbessert medizinische Therapiemöglichkeiten

Wie Big-Data-Technologien das Wissensmanagement im Medizinbereich auf eine neue Qualitätsstufe bringen können, demonstriert die Technische Informationsbibliothek aus Hannover, die nach eigenen Angaben weltgrößte Fachbibliothek für Technik und Naturwissenschaften. Anwendung findet das Verfahren bereits im EU-Forschungsprojekt IASIS – Big Data for Precision Medicine. Es zielt darauf ab, Informationen aus unterschiedlichen medizinischen Aufzeichnungen in Datenbanken oder Genomdaten darzustellen, um die Therapie von Kranken zu optimieren.

Mit einem ähnlichen Thema beschäftigt sich die Technische Universität Braunschweig. Deren Wissenschaftler demonstrieren auf der CEBIT, wie man so genannte Data Lakes, die verschiedenste Daten in ihrer natürlichen Form zusammenführen, strukturieren und in Services verwandeln kann, die sich schnell nach Schlagwörtern durchsuchen lassen. Als anschauliches Beispiel dient ein Medium aus der Pharmaziebranche.

Auch das Oldenburger OFFIS-Institut für Informatik will mit Big-Data- und Cloud-Unterstützung die Lebensqualität von Kranken verbessern und gleichzeitig die Behandlungskosten senken. Für das Projekt Medolution entstand eine intelligente Umgebung, die professionelle medizinische Informationen mit nutzergenerierten Daten verbindet. Die nötigen Prozesse werden auf der CEBIT am Beispiel eines Kunstherzens gezeigt.

CEBIT-Besucher, die wissen wollen, welche Zukunftstechnologien die Forschung bewegen, sollten also auf jeden Fall einen Besuch auf dem Niedersächsischen Gemeinschaftsstand einplanen (Halle 16, D18).