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So groß ist die Finanzierungslücke bei der Rente

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Renten von Geringverdienern aufstocken. Diese Maßnahme würde Milliarden kosten und die ohnehin schon belastete Rentenkasse noch tiefer in die roten Zahlen bewegen. Wie die Infografik von Statista auf Basis von Zahlen der Deutschen Rentenversicherung zeigt, ist die Lücke zwischen eingenommenen Rentenbeiträgen und den Rentenausgaben über die Jahre größer geworden. 1992 lag der Anteil der Rentenausgaben, der durch Beiträge gedeckt ist, bei 92,2 Prozent – 2017 lag er lediglich bei rund 84 Prozent.

Medienberichten zufolge sollen Personen, die immer nur Einnahmen in Höhe des Mindestlohns hatten, die höchste Rentenaufwertung erhalten: ihr monatliches Plus läge bei 447 Euro. Von der geplanten Rentenerhöhung des Arbeitsministers würden drei bis vier Millionen Rentner profitieren, der größte Teil davon wären Frauen.

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Bei dieser und ähnlicher Debatten wird leider sehr oft vergessen, dass unsere Rentenversicherung in früheren Jahren auch Leistungen bewilligt und bezahlt hat, die nicht zu den gesetzlichen Aufgaben der Rentenversicherung gehörten. Es gibt immer dann eine große Diskussion um die Finanzierbarkeit, wenn es um die Vermeidung von Altersarmut geht. Wenn in anderen Bereichen große Summen für zweifelhafte oder nicht funktionierende Projekte ausgegeben wird, gibt es meist nur, wenn überhaupt, kurze Kritik, dann ist das wieder vergessen.

Wenn diese Renten steigen, dann steigt auch die Binnennachfrage. Es ist also nicht so, dass es nur Geld kostet.