Wie stark steigt der Altenquotient bis 2050?

15 Mai

Demografischer Wandel

Die Grafik zeigt den Anstieg der Personen von 65 Jahren und älter bis 2050 in verschiedenen Ländern.

Der Altenquotient wird in den kommenden Jahrzehnten weltweit deutlich steigen. Das zeigt die Statista-Infografik auf Basis einer Prognose der Vereinten Nationen. Besonders stark fällt der erwartete Anstieg in Südkorea aus: Der Wert klettert von 31,2 im Jahr 2026 auf 75,6 im Jahr 2050. Auch Italien erreicht mit einem Sprung von 40,7 auf 70,4 ein sehr hohes Niveau. Die Infografik auf Basis dieser Prognose verdeutlicht damit die Dynamik der globalen Alterung.

Im Vergleich dazu entwickelt sich der Altenquotient in klassischen Industrieländern wie den USA moderater und steigt von 29,3 auf 37,9. China holt mit einem deutlichen Anstieg von 21,6 auf 52,3 stark auf. Länder wie Indien bleiben hingegen trotz Zuwächsen deutlich jünger.

Deutschland gehört zu den Ländern mit einem bereits hohen Ausgangsniveau und weiter steigender Belastung. Der Altenquotient erhöht sich von 39,2 im Jahr 2026 auf 53,5 im Jahr 2050. Damit rückt Deutschland näher an besonders stark alternde Gesellschaften heran, bleibt aber hinter den Extremwerten etwa in Südkorea oder Italien zurück.

Der Altenquotient beschreibt die Zahl der Menschen im Alter von 65 Jahren und älter je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 64 Jahren. Die Prognosen basieren auf Annahmen zu Geburtenraten, Lebenserwartung und Migration. Sollten diese Trends anhalten, würde die Alterung vieler Gesellschaften den Druck auf Arbeitsmärkte und Sozialsysteme erhöhen und wirtschaftspolitische Anpassungen erforderlich machen.

Von Matthias Janson, 15.05.2026