WhatsApp weiter auf dem Vormarsch – Wo bleibt der Datenschutz?

31 Okt
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Früher glaubte man noch, dass die Älteren den Jüngeren Wissen vermitteln könnten. Heute ist es oft so, dass die Jüngeren, ja sogar Kinder ihren Eltern oder Großeltern einen enormen Wissensvorsprung im Bereich der digitalen Medien haben. Nicht selten lassen sich Eltern oder Großeltern dazu bewegen, Dienste wie WhatsApp zu nutzen, weil ihre Kinder oder Enkelkinder das tun. Irgendwie verständlich, denn sie wollen in Kontakt bleiben. Sollte man sich als Erwachsener nicht vielleicht zuerst fragen, ob das sinnvoll ist? Besser noch überprüfen, ob der Datenschutz bei derartigen Apps gewährleistet ist. Wie war das doch noch gleich: Erwachsene sollen mit gutem Beispiel vorangehen. Ach, was. Das ist längst Schnee von gestern. Heute bestimmen Konzerne mit „freundlicher Unterstützung“ unserer Kinder und Jugendlichen, was wir, die Eltern und Großeltern zu nutzen haben. Wie denken Sie darüber?

Schätzungsweise 73,8 Millionen SMS verschicken die Deutschen pro Tag. Das geht aus einer neuen Studie zum deutschen Telekommunikationsmarkt 2014 von VATM und Dialog Consult hervor. Damit ist das tägliche SMS-Volumen gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent gefallen. Bis vor zwei Jahren verschickten die Deutschen Jahr für Jahr mehr der Kurzmitteilungen. Im Rekordjahr 2012 waren es rund 163 Millionen pro Tag. 2013 dann die Wende: unter dem Konkurrenzdruck von weitgehend kostenlosen Messengern wie WhatsApp brach der Markt um 38 Prozent auf 101,3 Millionen SMS pro Tag ein. Für die Telekommunikationsanbieter bleibt diese Entwicklung nicht folgenlos. Für das laufende Jahr gehen die Analysten davon aus, dass der Umsatz mit SMS um 38 Prozent zurückgehen wird.

 

Die Grafik bildet die Anzahl der in Deutschland pro Tag verschickten SMS-Nachrichten ab.  Infografik: WhatsApp und Co. verdrängen SMS | Statista

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