Dialog mit der Zeit. Die Erlebnisausstellung für jung und alt

16 Mrz

Wenn Sie für Ostern noch keine Pläne haben, dann empfehlen wir Ihnen eine Reise nach Berlin.

1) Altern ist individuell Wie möchte ich im Alter leben? Besucher im Gespräch mit dem Senior-Guide © Museum für Kommunikation Berlin, Foto: Bert Bostelmann (2) Altern ist individuell Jeder hat eine Idealvorstellung vom Alter. © Museum für Kommunikation Berlin, Foto: Bert Bostelmann (3) Altern ist individuell Reflektion über das eigene Alter © Museum für Kommunikation Berlin, Foto: Bert Bostelmann
1) Altern ist individuell
Wie möchte ich im Alter leben? Besucher im Gespräch mit dem
Senior-Guide(2) Altern ist individuell
Jeder hat eine Idealvorstellung vom Alter.(3) Altern ist individuell
Reflektion über das eigene Alter
© Museum für Kommunikation Berlin, Foto: Bert Bostelmann

Ab 1. April 2015 können Sie die Ausstellung „Dialog mit der Zeit“ im Museum für Kommunikation erleben. Es ist die erste Ausstellung, die sich mit der alternden Gesellschaft auseinandersetzt.

Wie möchte ich im Alter leben? Was sind die Herausforderungen des Älter­ werdens? Welche Möglichkeiten und Chancen eröffnen sich -jetzt und in Zukunft? „Dialog mit der Zeit. Die Erlebnisausstellung“ geht diesen Fragen vom 1. April bis zum 23. August 2015 auf ungewöhnliche Weise nach: In Begleitung von speziell geschulten Senior-Guides werden die Besucherin­nen und Besucher mit den unterschiedlichen Facetten des Alters konfrontiert. Insgesamt fünf Themenstationen bieten vielfältige Anregungen, sich in der Gruppe mit den Seniorinnen und Senioren über Vorstellungen und Erfahrun­gen auszutauschen. Dabei setzen sich die Gäste nicht nur mit dem eigenen, sondern auch dem Altern anderer sowie dem demografischen Wandel unserer Gesellschaft auseinander.

Eröffnet wird die Ausstellung von Bundespräsident Joachim Gauck mit einer Rede zu neuen Altersbildern in einer Gesellschaft des längeren Lebens.

Neben dem generationsübergreifenden Dialog bietet die Ausstellung die Möglichkeit zum interaktiven Selbstversuch: So können die Besuchergruppen ausprobieren, wie sich das Treppensteigen im Alter anfühlt oder das Öffnen der Haustür mit zittriger Hand zur schwierigen Aufgabe wird. Im spielerisch auferlegten „Ruhestand“ erleben sie, welche Zäsur das Rentenalter bedeuten kann. Dass der Herbst des Lebens neben möglichen Einschränkungen auch Bereicherungen für uns bereithält, führen positive Altersgeschichten vor Au­gen. Am Ende ergibt sich ein differenziertes Bild vom Altern und Altsein, das mit Vorurteilen aufräumt und nicht zuletzt die Empathie gegenüber der älteren Generation.

Die Vielfalt des Alterns Spielerisch in den „Ruhestand" versetzt erleben einzelne Besu­cher, welche Zäsur dieses Ereignis bedeuten kann. © Museum für Kommunikation Berlin, Foto: Bert Bostelmann
Die Vielfalt des Alterns
Spielerisch in den „Ruhestand“ versetzt erleben einzelne Besu­cher, welche Zäsur dieses Ereignis bedeuten kann. © Museum für Kommunikation Berlin, Foto: Bert Bostelmannälteren Generation befördert.älteren Generation befördert.
DIE AUSSTELLUNGSSTATIONEN IM ÜBERBLICK
Altern ist natürlich
Wir altern jede Sekunde, nehmen dies aber normalerweise nicht wahr. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem das Alter sich nicht länger ignorieren lässt. Zur Einstimmung simuliert eine Videoanimation diesen Alterungs-prozess: Im Zeitraffer erleben die Besucherinnen und Besucher, wie sich das junge Gesicht des Mädchens „Danielle“ in das einer alten Frau verwandelt.
Altern ist individuell (DIALOGRAUM 1]
Altern ist ein individueller Prozess: Jeder lebt und erlebt ihn auf unterschied­liche Art und Weise. Doch begegnen wir immerwieder auch stereotypen Altersbildern. Im „Dialograum“ wird unter der Leitung des Senior-Guides in verschiedenen Spielsituationen das Spektrum persönlicher Vorstellungen, Erlebnisse und Erfahrungen des Alterns ermittelt und hinterfragt.

 

Die Vielfalt des Alterns
Das Alter bringt mehr oder weniger ausgeprägte körperliche und sensorische Einschränkungen mit sich. An sechs interaktiven Stationen können die Besu­cherinnen und Besucher erleben wie es sich anfühlt,
■  ein Kinoticket mit vermindertem Hörvermögen telefonisch zu bestellen.
■  eine Treppe mit Gewichtsmanschetten hinaufzulaufen.
■  eine Tür mit zittriger Hand zu öffnen.
■  eine Pillendose anhand komplexer Anweisungen richtig zu bestücken.
■  ein Videospiel mit eingeschränktem Tastsinn zu spielen.
Dank immer wieder neuer technischer Entwicklungen und einer bewussten Lebensführung aber können viele Handicaps ausgeglichen oder gar verhindert werden. Dass auch und gerade im Alter Tugenden wie Weisheit oder Lebens­erfahrung das Leben lebenswert machen können, führen uns fünf Alters­geschichten vor Augen. Diese erzählen in einer lebendigen Kombination aus Zeichnung, Beamerprojektion und Audioquelle von Perspektiven, die das Alter bietet – aber auch von Gelegenheiten, die niemals wiederkommen.
Die Zukunft des Alters (DIALOGRAUM 2]
Eine älter werdende Gesellschaft braucht ein neues Bild vom Alter. Nur wenn wir lernen, Alter nicht länger gleichzusetzen mit Bedürftigkeit und stattdes­sen die Potenziale des Alters entdecken, lässt sich der demografische Wandel erfolgreich gestalten. Im zweiten Dialograum schlüpft der Senior-Guide in die Rolle des Quizmasters, der das Publikum zu Themen der Bevölkerungsent­wicklung befragt und mit ihm darüber diskutiert.
Zum Abschluss des Rundgangs können die Gäste ihr Wissen rund um das Altern an verschiedenen interaktiven Stationen testen und erweitern – und Rezepte für gesundes und aktives Altwerden mit nach Hause nehmen.
DIALOG MIT DER ZEIT. DIE ERLEBNISAUSSTELLUNG
I.April bis 23. August 2015
Begleitprogramm
Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, Workshops und Aktionen für Kinder.
Ausstellungsbesuch
Die Besucher erleben die Ausstellung in Begleitung der Senior-Guides. Für Einzelbesucher/innen beginnt alle 30 Minuten ein Rundgang, Schulklassen und Gruppen ab 15 Personen können die Ausstellung nur nach telefonischer An­meldung besuchen:
Grundschulen                                         Telefon (030) 202 94 205
Sekundärschulen und Erwachsene     Telefon (030) 202 94 204
Der Besuch ist im Museumseintritt enthalten; Kinder bis einschließlich 17 Jahren sowie begleitende Lehrer/innen haben freien Eintritt.

Wir werden die Ausstellung am 31. März und 01. April 2015 besuchen.

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