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Armutsgefährdung in Deutschland

Wie sieht die Armutsgefährdung in Deutschland aus?

Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Haushalte in Deutschland hat, gilt hierzulande als armutsgefährdet. Wie aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, ist die Armutsgefährdungsquote mit 22,6 Prozent in Bremen am höchsten. Am geringsten ist das Armutsrisiko in den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern, gefolgt von Hamburg und Schleswig-Holstein im hohen Norden, wie die Grafik von Statista zeigt.

Bei Erwerbslosen und Alleinerziehenden ist das Risiko, von Armut betroffen zu sein am größten. Außerdem sind die neuen Bundesländer stärker betroffen als das frühere Bundesgebiet.

Infografik: Armutsgefährdung in Deutschland | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Sommerausstellungen auf der Kunstmeile Hamburg

Die neue Kunsthalle ist eine Bereicherung für die Kunstmeile Hamburg

Wird es im Sommer zu heiß, bieten sich die Hamburger Museen als Orte zur Abkühlung an – besonders seit die Kunstmeile Hamburg mit der neu eröffneten Kunsthalle wieder um eine Attraktion reicher ist. Das Spektrum der Ausstellungen reicht von Manet über Hieronymus Bosch, japanische Populärkultur aus vier Jahrhunderten bis hin zu den Dixi-Klo-Installationen Andreas Slominskis in den Deichtorhallen.

VERKEHRTE WELT. DAS JAHRHUNDERT VON HIERONYMUS BOSCH.
Bucerius Kunst Forum. Bis 11. September 2016

Farbholzschnitt, 26,2 × 38,2 cm, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Farbholzschnitt, 26,2 × 38,2 cm, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Mit phantastischen Szenerien der Hölle und drastischen Schilderungen des Sündhaften prägte Hieronymus Bosch die nachfolgende Künstlergeneration. Zu seinem 500. Todesjahr zeigt das Bucerius Kunst Forum die enorme Reichweite seiner Themen und Bildfindungen in der niederländischen Kunst des 16. Jahrhunderts. Die nach Entwürfen von Hieronymus Bosch oder Pieter Bruegel d.Ä. geschaffenen Kupferstiche zeigen die irrwitzigen Monster der Unterwelt, illustrieren Sprichwörter und ironisieren menschliche Dummheiten. Als um 1600 die Angst vor Verdammnis und Hölle nachlässt, richten sich die moralisierenden Szenen auf das Diesseits, und die erschreckenden Mischwesen wandeln sich zu unterhaltsamen Grotesken.

Gezeigt werden rund 90 Arbeiten von Künstlern, die Boschs Bildsprache aufgriffen, weiterentwickelten und über die Druckgraphik verbreiteten.

In Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft I.E. Monique van Daalen, Botschafterin des Königreichs der Niederlande in Deutschland.

HOKUSAI X MANGA – JAPANISCHE POPKULTUR SEIT 1680
Museum für Kunst und Gewerbe. Bis 11. September 2016

Cosplay-Fest im Kyoto International Manga Museum, Japan, 2010 - © Courtesy: imrc Kyoto International Manga Museum

Cosplay-Fest im Kyoto International Manga Museum, Japan, 2010 – © Courtesy: imrc Kyoto International Manga Museum

Was haben historische und zeitgenössische Populärkultur in Japan gemeinsam? In einer umfangreichen Ausstellung zeichnet das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) diese vielfältigen Verbindungen nach. Im Zentrum steht die hauseigene international einmalige Sammlung von Farbholzschnitten und Holzschnittbüchern der bedeutendsten ukiyo-e-Künstler wie Utagawa Kuniyoshi (1797-1861) oder Katsushika Hokusai (1760-1849). Von diesen hochkarätigen Holzschnitten und historischen Druckerzeugnissen aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert schlägt die Ausstellung den Bogen zu den visuellen Massenmedien des modernen Japan: Manga (Comics), Anime und Computerspiele, begleitet durch aktive Fan-Szenen und Aneignungspraktiken wie Cosplay.

Die Ausstellung zeigt historische Holzschnitte und Druckerzeugnisse, Skizzen, Tuschezeichnungen, deutsche und japanische Manga-Bücher, hochwertige Reproduktionen und Originalzeichnungen von Manga, sowie Ausschnitte aus Anime-Filmen, Videogames und Merchandise-Artikel aus dem Manga-Anime-Universum.

ANDREAS SLOMINSKI – DAS Ü DES TÜRHÜTERS.
Halle für aktuelle Kunst. Deichtorhallen. Bis 21. August 2016

Andreas Slominski (geb. 1959) ist einer der bemerkenswertesten Vertreter eines neuen Geistes in der Skulptur und Installationskunst. Bekannt wurde er durch seine Fallen-Objekte seit Ende der 1980er Jahre, aber auch durch seine scheinbar absurden Aktionen, deren praktischer Nutzen in keinem Verhältnis zum betriebenen Aufwand stand. Ein neues Großprojekt des Künstlers wird nun vom 14. Mai bis 21. August 2016 in den Hamburger Deichtorhallen präsentiert.

Eigens für die Deichtorhallen hat Slominski eine raumfüllende Installation mit öffentlich aufstellbaren Toilettenhäuschen entwickelt, die für den Umbaucharakter unserer Städte stehen. In der Ausstellung wird der Künstler über hundert dieser mobilen Kunststoff-WCs präsentieren – industrielle Fabrikate, die zu eigenständigen Kunstwerken mutieren. Teilweise in gestalteter Form finden sich diese Kabinen in einer überraschenden Umkehrung als Bildobjekte an der Wand wieder. Auch die Innenausstattung solch mobiler WCs wie das Urinal, ein Toilettensitz oder der Papierrollenhalter werden an den Wänden wie bunte Tafelbilder oder im Raum wie Skulpturen arrangiert. Erstaunen und Amüsement stecken wie in vielen seiner Arbeiten auch in diesem neuen Großprojekt.

Andreas Slominski zählt zu den international bekanntesten deutschen Künstlern, dessen Werk und Schaffen nicht nur durch Studium und Professur an der HFBK in besonderer Weise mit Hamburg verbunden ist. Er ist von zahlreichen renommierten Institutionen weltweit zu Einzelausstellungen eingeladen worden, darunter das Kunsthaus Zürich, die Fondazione Prada, Mailand und das Boijmans van Beuningen, Rotterdam.

Deichtorhallen