In Zukunft lassen sich digitale Helfer nicht mehr wegdenken
Smart Watches, Apps und Chatbots: Worauf es ankommen wird
Digitale Tools sollen eine Lücke füllen, die seit Jahren größer wird: zu wenig Therapieplätze, zu viele Menschen mit psychischen Erkrankungen, zu viel Zeit zwischen den Sitzungen. Doch Apps, Wearables und Sprachmodelle unterscheiden sich untereinander in Funktion, Nutzen und Risiko grundlegend. Max-Planck-Institute forschen deshalb nicht nur an neuen Anwendungen, sondern an Kriterien: Was wirkt und was ist sicher?
Auf den Punkt gebracht

© MPI für Bildungsforschung
- Digitale Anwendungen können die psychotherapeutische Versorgung nicht ersetzen, wohl aber strukturelle Lücken überbrücken – etwa Wartezeiten, Therapiepausen oder den Alltag zwischen Sitzungen. Ihre Wirkung ist bislang je nach System, Zielgruppe und Einsatzkontext sehr unterschiedlich belegt.
- Dialogbasierte KI-Systeme, Chatbots, werden von Nutzerinnen und Nutzern teilweise als Gesprächspartner erlebt, obwohl sie keine Empathie besitzen, keine diagnostische Verantwortung tragen und auf Wahrscheinlichkeitsberechnungen beruhen.
- Entscheidend für den Nutzen digitaler Helfer ist daher nicht ihre technische Leistungsfähigkeit, sondern der Rahmen ihres Einsatzes: transparente Entwicklung, überprüfbare Evidenz und klinische Einbindung.
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