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Sounds and Visions of Vienna auf dem Dach des Sydney Opera House

„Greatest Hits from Vienna“-Konzert

Simulation-of-SSO-concert-projection-in-Visions-of-Vienna-.-Credit-Tony-David-Cray

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Wien/Frankfurt am Main, 2. Februar 2015. Am 4. Februar 2015 wird das weltberühmte Sydney Opera House Schauplatz eines einzigartigen multimedialen Spektakels. Erstmals in der Geschichte werden Teile eines Konzerts des Sydney Symphony Orchestra auf die Segel des Daches übertragen. Ergänzt durch Wien-inspirierte 3D Animationen ergibt sich eine einzigartige Show, zu welcher WienTourismus die Bewohner von Sydney in einen eigens geschaffenen Public-Viewing-Bereich einlädt.

Während die BesucherInnen im Inneren der Oper ein „Greatest Hits from Vienna“-Konzert mit Meisterwerken von Mozart, Strauß, Beethoven und Schubert auf klassische Weise genießen, wird dessen zweiter Teil zeitgleich auf das Dach des Opernhauses übertragen. Per Livestream im Web ist die ganze Welt mit dabei.

Sydney-Opera-House

Sydney-Opera-House

Der Direktor des WienTourismus Norbert Kettner meint über dieses außergewöhnliche Spektakel: „Wir sind uns in Wien des enormen musikalischen Erbes dieser Stadt stets sehr bewusst – daher sind wir permanent bestrebt, neue Formen der Präsentation und Vermittlung zu finden. Mit der Weltpremiere von „Visions of Vienna“ ist uns nun eine noch nie dagewesene und sehr innovative Darstellung geglückt.“

Der Direktor des Sydney Symphony Orchestra Rory Jeffes erklärte, das Ereignis wäre eine einmalige Gelegenheit, gleichzeitig ein Orchester auf so ungewöhnliche Weise zu erleben und dabei mehr über die „Weltstadt der Musik“ zu erfahren. „Wir sind sehr stolz, gemeinsam mit dem WienTourismus im Zuge dieser Veranstaltung nicht nur klassische Musik, sondern auch Wiener Kunst und modernste Technik zu zelebrieren“. erzählte Direktor Jeffes. Er fügte hinzu: „Wenn auf der ganzen Welt Menschen unser Orchester das erste Mal live auf den Segeln des Opernhauses erleben, werden wir dem Reichtum des musikalischen Erbes von Wien Rechnung tragen und damit auch all unsere Kollegen in den vielen Musikhäusern der österreichischen Hauptstadt grüßen.“

Mit der Organisation vor Ort betraute der WienTourismus die Leiterin des Büros der Österreich Werbung in Sydney, Astrid Mulholland-Licht, die auch für das Konzept der Aktion verantwortlich ist.

Für die Regie der Übertragung sind der, bereits mit einem Grammy ausgezeichnete, Head of Recording und Broadcast des Opernhaus von Sydney Tony David Cray und sein Team zuständig, die mithilfe von 14 Kameras Teile des Konzerts aus unterschiedlichen Blickwinkeln einfangen und auf die Segel des weltberühmten Operndachs übertragen. Die 3D-animierten Darstellungen von Wiener Kunstwerken und Bauwerken verantworten die mehrfach ausgezeichneten Mediendesigner „Ample Projects“. Gemeinsam mit der einzigartigen Musik aus dem Inneren des Hauses ergibt sich eine eindrucksvolle Gesamtshow.

Für die vielen erwarteten Besucher des gratis „Open Air Konzerts“ wird am Campells Cove, einem beliebten Hafenbereich mit direktem Blick auf die Oper, ein Public Viewing Bereich eingerichtet – inklusive Tonübertragung und Sitzpolstern. Wien, wo kostenlose Konzertübertragungen auf öffentlichen Plätzen einen wichtigen Teil der Identität als „Weltstadt der Musik“ darstellen, lädt auf diesem Weg die Bevölkerung von Sydney ein, gemeinsam einen ganz besonderen Wiener Konzertabend zu erleben.

Für diejenigen, die nicht live vor Ort dabei sein können, werden die einmaligen Bilder aus Sydney auf der eigens dafür eingerichteten Website visions.vienna.info mittels web Live-Steam in die ganze Welt übertragen. Außerdem wird diese außergewöhnliche Aktion von der social media Kampagne #VisionsOfVienna begleitet, die ein interaktives Gewinnspiel mit einer einwöchigen Reise inklusive Flug von Emirates nach Wien als Hauptpreis beeinhaltet.

Red Dot Design Award wird 60

Der „Red Dot” steht heute weltweit für Bestleistungen im Design. Unternehmen, die 2898381404281317836im globalen Maßstab formschöne, leicht zu gebrauchende und funktionale Produkte auf den Markt bringen, erhalten das begehrte Qualitätssiegel. Die Auswahl trifft jährlich eine Jury aus unabhängigen Gestaltungsexperten – und das seit 60 Jahren.

1955 kam erstmals auf Initiative der Firma Krupp und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) eine Expertenrunde zusammen, um produzierte Bestleistungen zu küren und in einer „Ständigen Schau formschöner Industrieerzeugnisse“ in der Villa Hügel, dem Stammsitz der Krupps in Essen, auszustellen. Bis Anfang der 90er Jahre blieb der Schwerpunkt des Design Zentrums NRW überwiegend bei deutschen Produkten. Unter der Leitung von Professor Dr. Peter Zec wurde der Award international ausgeschrieben und erhielt im Jahr 2000 den Namen „Red Dot Design Award“.

Foto-Nachweis: Red Dot Design Award

Foto-Nachweis: Red Dot Design Award

Alleine im Produktdesign-Wettbewerb wurden 2014 mehr als 4.800 Teilnahmen verzeichnet – viel zu diskutieren und zu bewerten für die rund 40-köpfige Jury, denn die Produkte werden physisch eingereicht, eine Vorab-Auswahl am Computer findet nicht statt. Dazu rekrutiert Red Dot jedes Jahr ein Aufgebot international bedeutender Designexperten. Im Jubiläumsjahr 2015 wurde ein besonders hochrangiges Gremium berufen.

Dazu gehört zum Beispiel Werner Aisslinger, der mit seinem mobilen Wohn-Würfel „Loft Cube“ Weltruhm erlangte. Aisslingers Produkte sind ebenso im Bestand des Museum of Modern Art, New York, wie die von Red Dot-Jurymitglied Hans Ehrich, dem „Grandseigneur“ der schwedischen Designkultur. Für die Kategorie „Mode, Lifestyle und Accessoires“ konnte erneut der Fashion- und Schuhgestalter Jimmy Choo gewonnen werden, ein Superstar der internationalen Designszene.

Das Red Dot-Logo prangt auch auf modernster Technik. Hunderte von Top-Produkten aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Kameras, Mobilfunk und IT werden jährlich zum Red Dot Award, der bereits seit 18 Jahren auf dem Gelände des Welterbes Zollverein in Essen organisiert wird, eingereicht. Kein Wunder also, dass Red Dot auch IT-Entwickler von Weltrang anzieht; Hideshi Hamaguchi aus Japan gehört ebenfalls zur Red Dot-Jury, ihm verdanken wir den USB-Datenspeicher.

Martin Darbyshire, Gründer und CEO des Designstudios Tangerine, steht unter anderem für die markanten S-Sitze der Business Class von British Airways. Zu den ehemaligen Mitarbeitern des Red Dot-Jurors zählt Apple-Designchef Jonathan Ive ebenso wie der neue Design-Leiter von Samsung, Don-tae Lee. Für stilechte Geschwindigkeit sorgt auch Jurymitglied Ken Okuyama, einer der großen im Automobildesign; unter seiner Leitung entstanden rasante Gefährte wie der Ferrari 599 oder der Maserati Birdcage 75th.

Die Besonderheit bei Red Dot: Um Interessenskonflikte zu verhindern, darf kein Juror bei einem Industrieunternehmen angestellt sein. Die Jury besteht aus freien Designern, Professoren und Fachjournalisten. Schon im Februar kommen sie erneut allesamt ins Ruhrgebiet, um Abertausende von Produktinnovationen direkt am Objekt zu begutachten.

Die Teilnahmephase läuft derzeit für alle Designer und Unternehmen, die den internationalen Vergleich nicht scheuen: Bis zum 11. Februar können über die Website www.red-dot.de/pd Produktneuheiten in 31 Kategorien – von der Büroklammer bis zum Schaufelradbagger – beim Red Dot Design Award eingereicht werden.

Über den Red Dot Award: Product Design:
Designer und Unternehmen sind derzeit aufgerufen, ihre Produkte in 31 Kategorien einzureichen. Eine internationale Jury aus unabhängigen Gestaltungsexperten bewertet jedes Produkt und Projekt – ohne digitale Vorauswahl, sondern direkt und ausschließlich am Objekt. Bestleistungen werden mit dem begehrten Qualitätssiegel „Red Dot“ prämiert. Die ausgezeichneten Designs werden traditionell im Sommer auf der festlichen Red Dot Gala geehrt und im Red Dot Design Museum Essen ausgestellt.

Anmeldephase: Bis zum 11. Februar 2015
Red Dot Gala: 29. Juni 2015

Stimulation für das alternde Gehirn

Neurowissenschaftler zeigen das Potential von Gleichstrombehandlung

RTEmagicC_MP_Intro_01.JPGBerlin, 26.01.2015 Beeinträchtigungen bei der Wortfindung und anderen Sprachfunktionen gehören zu normalen Alterserscheinungen. Gleichzeitig können sie frühe Hinweise auf dementielle Erkrankungen und deren Vorstadien sein. Neurowissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin konnten nun nachweisen, dass eine Gleichstromstimulation leichte kognitive Einschränkungen des alternden Gehirns verbessert. Die Ergebnisse der Untersuchung sind in der Zeitschrift Alzheimers & Dementia* veröffentlicht.

Weltweit wird die Bevölkerung durchschnittlich älter. Parallel steigt mit der höheren Lebenserwartung das Risiko, an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz zu erkranken. Übergangsstadien zwischen normalem Altern und Demenz, sogenannte leichte kognitive Einschränkungen sind daher zu einem wichtigen Forschungsfeld geworden. Bisher zeigen medikamentöse Behandlungsformen bei beginnenden Leistungsminderungen des Gehirns kaum eine Wirkung. Dennoch bietet der lange Entstehungszeitraum von Demenz oder einer Alzheimererkrankung die Chance, frühzeitig therapeutisch einzugreifen.

Leichte elektrische Ströme, auf der Schädeldecke angewandt, aktivieren die darunter liegenden Hirnregionen. Nachgewiesen ist: Bei gesunden Menschen verbessert eine solche Hirnstimulation sowohl die Motorik als auch kognitive Funktionen, beispielsweise das Lernen. Auch altersbedingte Defizite lassen sich auf diese Weise beeinflussen. Forscher um Prof. Dr. Agnes Flöel von der Klinik für Neurologie der Charité konnten nun zeigen, dass eine Gleichstromstimulation die Fähigkeit zur Wortfindung bei Patienten mit leichten kognitiven Einschränkungen voranbringt. Gleichzeitig normalisieren sich entscheidende Verbindungen zwischen aufgabenrelevanten Hirnarealen. Die Funktionen nähern sich wieder dem Zustand des gesunden alternden Gehirns.

Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass eine wiederholte Stimulation des Gehirns das Voranschreiten dementieller Erkrankungen verzögern könnte: »Gesunde und bereits erkrankte Menschen reagieren gleichermaßen auf die Gleichstrombehandlung. Das deutet auf ein großes Potential hin, auch bei Patienten mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen Lernen und Gedächtnisbildung zu verbessern«, betont Agnes Flöel. Möglicherweise lässt sich die Leistung des Gehirns durch wiederholte Anwendung und in Kombination mit kognitivem Training dauerhaft wieder steigern. Genau dies prüfen die Forscher in aktuell laufenden Studien. Ziel ist es, eine langfristige Verbesserung in alltagsrelevanten Funktionen, wie beispielsweise der Orientierung in einer neuen Stadt, zu erreichen. Künftig sollen zudem heimbasierte Trainings- und Stimulationsverfahren zur Anwendung kommen.

*Marcus Meinzer, Robert Lindenberg, Mai Thy Phan, Lena Ulm, Carina Volk, Agnes Flöel: Transcranial direct current stimulation in mild cognitive impairment: Behavioral effects and neural mechanisms, Alzheimer’s & Dementia, 20. Nov. 2014. doi: 10.1016/j.jalz.2014.07.159.

„ZDFzoom“-Doku „Auf Kosten der Alten

Was läuft in Pflegeheimen schief?

Für jeden dritten pflegebedürftigen Deutschen ist das Altenheim die letzte Station. Copyright: ZDF/Daniel Meinl

Für jeden dritten pflegebedürftigen Deutschen ist das Altenheim die letzte Station.
Copyright: ZDF/Daniel Meinl

Mehr als die Hälfte der Deutschen würde im Alter in ein Pflegeheim ziehen

Seit dem 1. Januar 2015 ist das Pflegestärkungsgesetz in Kraft, das für die alten Menschen in Heimen 20 000 zusätzliche Betreuungskräfte vorsieht. Kann das die Situation der pflegebedürftigen Heimbewohner entscheidend verbessern?

Die „ZDFzoom“-Doku „Auf Kosten der Alten“ zeigt am Mittwoch, 21. Januar 2015, 22.45 Uhr, was in Pflegeheimen schiefläuft, und prüft, ob die Altenheime selbst schon Pflegefälle sind. Autorin Valerie Henschel begegnet verzweifelten Pflegern, Heimleitern und Experten, die erklären, warum sich gute Pflege in Deutschland eigentlich nicht lohnt. Sie erfährt, dass Altenheimbewohner im Minutentakt abgerechnet werden, zeigt, wie auf Kosten der Alten Investoren profitieren und warum auch die groß angekündigte Pflegereform kaum etwas am Zustand der Altenheime verbessern wird.Dennoch würde mehr als die Hälfte der Deutschen im Alter in ein Pflegeheim ziehen. Das ergab eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF. Mit 56 Prozent erklärt mehr als die Hälfte der Deutschen, dass sie dorthin gehen würde, wenn sie sich im Alter nicht mehr selbst versorgen könnte. Für 39 Prozent käme dies nicht in Frage (weiß nicht: 5 Prozent).Während Männer und Frauen sich ganz ähnlich äußern – 57 Prozent der Männer und 54 Prozent der Frauen ziehen für sich später einen Umzug in ein Heim in Betracht – gibt es in den verschiedenen Altersgruppen durchaus unterschiedliche Ansichten. So stehen die 40- bis 49-Jährigen mit 63 Prozent einem Heimplatz im Alter etwas positiver gegenüber als die Gesamtheit, nur ein Drittel (33 Prozent) in dieser mittleren Altersgruppe wollten für sich keine Heimunterbringung. Die jüngsten Befragten, die unter 30-Jährigen, sind etwas distanzierter: 49 Prozent würden sich für ein Heim entscheiden, 43 Prozent nicht. Auch die älteste Befragtengruppe, die Ab-70-Jährigen, schließt mit 45 Prozent ein Alten- oder Pflegeheim für sich häufiger aus als die Befragten insgesamt. Dennoch würde auch hier mehr als die Hälfte (52 Prozent) in ein Pflegeheim ziehen.

Die größte Ablehnung erfährt die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung im Alter bei Frauen, die jünger als 35 Jahre sind. Für 53 Prozent dieser Gruppe steht dies nach eigener Angabe nicht zur Debatte, 41 Prozent gehen davon aus, sich in einem solchen Fall später für ein Pflegeheim zu entscheiden. Umgekehrt sagen mit 61 Prozent die meisten der gleichaltrigen Männer, dass sie in ein Alten- oder Pflegeheim gehen würden, wenn sie im Alter pflegebedürftig werden. Nur für 31 Prozent der Männer unter 35 Jahre käme das nicht in Frage.

Was geschah mit dem letzten Kindertransport aus Hitlers Reich?

ZDF-Magazin „Frontal 21“ berichtet über „Tomys letzte Reise“

ZDFinfo sendet szenische Dokumentation zur gescheiterten Kinderflucht

Über 10.000 jüdische Kinder konnten ohne ihre Eltern aus Nazi-Deutschland und den besetzten Gebieten ausreisen und entkamen so dem Holocaust Copyright: ZDF/Wolfgang Lindig

Über 10.000 jüdische Kinder konnten ohne ihre Eltern aus Nazi-Deutschland und den besetzten Gebieten ausreisen und entkamen so dem Holocaust
Copyright: ZDF/Wolfgang Lindig

Von den neun Kindertransporten, mit denen allein der Brite Nicholas Winton zwischen November 1938 und September 1939 fast 700 zumeist jüdische Kinder aus dem Machtbereich der Nazis hinaus in sein Heimatland brachte, kamen nur acht an: Über das Schicksal des letzten Transports berichtet am Dienstag, 20. Januar 2015, 21.00 Uhr, zunächst das ZDF-Magazin „Frontal 21“. Die 45-minütige Dokumentation über „Tomys letzte Reise – Kinderflucht aus Hitlers Reich“ ist am Sonntag, 25. Januar 2015, 21.00 Uhr, in ZDFinfo erstmals zu sehen.

„Frontal 21“-ZDF-Investigativ-Magazin hatten schon im Oktober 2013 in dem ZDF-Investigativ-Magazin über die „Rettung vor dem Holocaust“ durch die Kindertransporte nach England berichtet. Bei der damaligen Recherche wurde den Autoren klar: Es gab noch einen weiteren von Nicholas Winton organisierten Zug, der mit 251 Kindern besetzt war, über dessen Verbleib der heute 105-Jährige aber nichts sagen konnte. Weitere intensive Nachforschungen ermöglichen nun, das tragische, noch nicht bekannte Schlusskapitel der Kindertransporte zu beleuchten.

Am 1. September 1939 sollten der elfjährige Tomy Prager und 250 weitere jüdische Kinder aus dem von den Deutschen besetzten Prag abreisen. Evelina Prager, Tomys achtjährige Schwester, war mit Nicholas Wintons Hilfe im Sommer 1939 nach England emigriert und wartete auf ihren älteren Bruder. Doch an dem Tag, als Tomys Zug losfahren sollte, griff Deutschland Polen an und schloss alle Grenzen seines Machtbereiches. Tomy und 250 Kinder saßen in der Falle.

Der Film folgt ihren Spuren und dokumentiert das Schicksal der Familie Prager stellvertretend auch für all die anderen Kinder des letzten Zuges. Evelina Prager fand nach 75 Jahren den Mut, über das Schicksal ihrer Familie zu sprechen und aus den Briefen vorzulesen, die ihre Familie ihr nach England schickte – bis zur Deportation in die Vernichtungslager der Nazis.

Mit Blick auf den 70. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung berichtet ZDFinfo am Sonntag, 25. Januar 2015, 19.30 Uhr, in Erstausstrahlung über ein weiteres Kinderschicksal im Holocaust: „Die letzten Zeuginnen – Vom Überleben in Auschwitz“ heißt der Film über die Schwestern Renate Lasker-Harpprecht und Anita Lasker-Wallfisch. „ML mona lisa“-Redaktionsleiterin Sibylle Bassler zeichnet den Weg der beiden, die als junge Mädchen zunächst in die Hölle von Auschwitz und danach ins Lager Bergen-Belsen deportiert worden waren, nach. Anita war damals 17, ihre Schwester Renate 19 Jahre alt. Anita entging knapp der Gaskammer, weil sie als Cellistin im „Mädchen-Orchester“ dringend gebraucht wurde

Mitternachtsspitzen EXTRA

Kabarettisten für die Meinungsfreiheit

Moderation: Jürgen Becker

© WDR/Melanie Grande

© WDR/Melanie Grande

Nous sommes Charlie.

Anlässlich des Attentats auf die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ kommen die „Mitternachtsspitzen“ mit einer EXTRA-Ausgabe ins Programm.

Samstag, 17. Januar 2015
21.45 – 22.30 Uhr, WDR Fernsehen
Mitternachtsspitzen EXTRA – Kabarettisten

Jürgen Becker, Wilfried Schmickler und Uwe Lyko als Helmut Schmidt sowie die Gäste Enissa Amani, Thomas Reis und Serdar Somuncu schwingen die Fahne der Freiheit: Jeder Jeck soll seine Meinung sagen, Kabarettisten und Satiriker ihren Spott formulieren dürfen. Denn dieses große Gut unserer freiheitlichdemokratischen Grundordnung gehört schließlich allen: den Christen, Juden, Moslems und den Ungläubigen hierzulande.

Oder, wie Gastgeber Jürgen Becker mit Blick auf die Kulturgeschichte der Menschheit rheinischfröhlich argumentiert: Die Satire ist älter als alle derzeit gängigen Weltreligionen, weshalb alle heutigen Glaubensrichtungen sich der Satire unterordnen sollten.

http://bit.ly/1KQfBte

SWR1 Herzenssache-Spendenbox

IMG_5179Die Herzenssache-Spendenbox von SWR1 steht bei uns im Büro. Wir freuen uns über zahlreiche Spenden, die wir, sobald die Box voll ist, direkt an den SWR weiterleiten, damit sie den Projekten zufließen können.

Ab und zu geht eine/r von uns durch die Stadt und sammelt Spendengelder ein. Wenn Sie mögen, gerne auch mit Foto von Ihnen. Der SWR hat dafür extra eine Online-Seite eingerichtet.

Zitat des Tages

„Alt werden ist immer noch die einzige Möglichkeit, lange zu leben“

                                                                                                                                       Hugo von Hofmannsthal

Photowalk mit Fotokünstlerin Kirsten Johannsen

Die Kunst des Wanderns

Auch das gab es beim Photowalk zu sehen ©Ria Hinken

Auch das gab es beim Photowalk zu sehen ©Ria Hinken

Eines der Highlights beim 1. Bad Reichenhaller Kreativ-Wochenende im Oktober war der Photowalk mit Fotokünstlerin Kirsten Johannsen, Dozentin der Kunstakademie. Nach der Gondelfahrt auf den Predigtstuhl und einem Mittagessen im Restaurant der Bergstation ermutigte Johannsen die Teilnehmer zu einer Entdeckungsreise mit der Digital-Kamera. Langsam und
bewusst wandernd, erlebten die Teilnehmer das räumliche Wechselspiel von
Höhe und Tiefe, Nähe und Ferne. Dabei schärften sie ihre Wahrnehmung für
das Romantisch-Schöne und das Bedrohlich-Erhabene in der Natur.

Musik auf dem 1614 m hohen Predigtstuhl  ©Ria Hinken

Musik auf dem 1614 m hohen Predigtstuhl ©Ria Hinken

Dabei stattete sie die Frauen und Männer mit einem Notizblock und einem postkartengroßen „Bilderrahmen“ aus Pappe aus. Dieser half bei der kurzen Wanderung zur Alm Schlegelmulde mit verschiedenen Bildausschnitten aus der alpinen Landschaft zu spielen. Während manche Teilnehmer auf Details wie Bäume oder Baumrinde achteten, nahmen andere markante Felsen und Berggipfel in den
Fokus, der sich im Gehen natürlich ständig verschob. Auf dem Block wurden die Erfahrungen unmittelbar in Worten notiert. Die gefundenen Bildausschnitte wurden mit der Kamera festgehalten und konnten mit der Künstlerin besprochen werden.
Kirsten Johannsen wird 2015 zwei Kurse an der Kunstakademie Bad Reichenhall
anbieten: Der erste beschäftigt sich vom 4. bis 9. Mai 2015 mit der Kunst des
Wanderns und fotografischen Strategien im Raum. Der zweite hat vom 31. August
bis 5. September den Fotofilm zum Thema. Hierbei entwickeln die Teilnehmer
künstlerische Ideen und verwerten als Ausgangsmaterial vorhandene und neu
hergestellte Fotografien.
Kirsten Johannsen (Jahrgang 1957) promovierte an der Universität Plymouth über
künstlerische Praktiken in extremen Umgebungen, lehrt an verschiedenen
Universitäten und arbeitet als bildende Künstlerin in Berlin.
Dieser Kurs ist natürlich nicht nur für Menschen über 60 zu empfehlen. Viel Spaß hatten auch die jungen Leute beim Photowalk im Oktober 2014 in Bad Reichenhall.